Für Groß und Klein: Vielerlei aus Ei

Ob gerührt oder gekocht – stellt die Mama Ei auf den Tisch, wollen viele Kinder gern essen: Eier sind beliebt! Gut so, denn Eier sind gesund, lecker und vielseitig zuzubereiten.

Viele gute Inhaltsstoffe im Ei

Eier liefern hochwertiges Eiweiß, ungesättigte Fettsäuren aus dem Eigelb, viele Vitamine, wie Vitamin D und A, Vitamin K und B und Mineralstoffe, wie Folsäure, Eisen oder Kalzium. Dabei ist es egal, wie das Ei zubereitet wurde, auch ob es ein braunes oder weißes Ei ist, spielt keine Rolle – aber die Ernährung des Huhns wirkt sich auf den Nährstoffgehalt aus. Studien beweisen, dass Bio-Eier, wenn das Huhn also neben Samen und Körnern auch frische Pflanzen, Insekten etc. fressen kann, mehr Nährstoffe enthalten als Eier aus Bodenhaltung.

Viele gute Gründe, um bei Eierspeisen zuzugreifen. Trotzdem sollten Kinder - und auch die Eltern - nicht zu viel Ei verspeisen, zwei bis drei Eier pro Woche sind laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) genug. Denn auch in Keksen, Kuchen, in Nudeln oder paniertem Schnitzel sowie in Soßen kann Ei verarbeitet sein. Eier geben Hackfleischspeisen, Cremes oder Suppen Bindung, dienen als Klebemittel beim Panieren, lassen Teig schön knusprig werden oder fungieren in Gebäck als Lockerungsmittel.

Ist das Ei noch frisch? Der Frischetest verrät es

Ein schneller Frischetest zeigt, ob das Ei noch zu verwenden ist: Geben Sie das Ei in ein Glas Wasser. Liegt es waagerecht auf dem Boden ist es höchstens eine Woche alt, steht es im Wasser ist es etwa zwei Wochen alt. Schwimmt es aber an der Oberfläche, sollten Sie es schnell wegwerfen – es ist ungenießbar.

Der Stempel auf dem Ei gibt übrigens Auskunft über Erzeugung, Herkunft, Güteklasse und Gewichtsklasse, die Bedeutung der einzelnen Angaben können Sie hier nachlesen.

Zum Sonntagsfrühstück: ein wachsweich gekochtes Ei

Eier kochen ist nicht so schwierig – zuerst wird das Ei an der stumpfen Seite angepickt, damit die Schale beim Kochen nicht platzt. Übrigens platzt es beim Kochvorgang dennoch, dann geben Sie schnell einen Schuss Essig ins Wasser, so wird das Eiweiß gebunden. Im sprudelnd kochenden Wasser bleibt das Ei (Größe M) für 4 bis 5 Minuten, dann ist es weich, sprich das Eiklar ist gerade fest und der Dotter noch weich. Bei 6 bis 7 Minuten nennt man es wachsweich, dann ist das Eiklar fest, der Dotter hat noch einen weichen Kern. Nach einer Kochzeit von 8 Minuten ist das Ei hart gekocht, der Dotter ist aber noch nicht ganz fest. Erst wenn das Ei 10 Minuten gekocht wurde, ist es wirklich schnittfest. Übrigens kann sich bei Eiern, die länger als 10 Minuten gekocht werden, ein grüner Ring ums Eigelb zeigen – dieser ist absolut ohne Bedeutung für Geschmack oder Qualität des Eis.

Für Eischnee keine legefrischen Eier verwenden

Damit Eiweiß zu ganz festem Eischnee geschlagen werden kann, muss der Topf und die Rührstäbe absolut fettfrei sein. Auch Eigelb darf nicht im Eiweiß enthalten sein. Achten Sie also beim Trennen der Eier sorgfältig darauf, dass nur Eiweiß im Topf landet. Außerdem dürfen Sie nur Eier verwenden, die mehr als einen Tag alt sind, ganz frische Eier lassen sich nicht steif schlagen. Übrigens hilft ein Tropfen Zitronensaft oder eine Prise Salz, beides lässt das Volumen ansteigen. Den Zucker gibt man erst zum Ende hin zu – danach sollte der Schnee schnell weiterverarbeitet werden.

Lecker: Feines Rührei mit Schinken, Schnittlauch und Champignons

Putzen und schneiden Sie 200 g Champignons in kleine Scheibchen, auch eine Frühlingszwiebel waschen und in Röllchen schneiden. Lassen Sie eine Pfanne heiß werden und braten Sie die Pilze in etwas Olivenöl unter Rühren an. In eine große Suppentasse schlagen Sie vier Eier ein und verrühren Sie mit der Gabel, dazu gibt man vier Esslöffel Mineralwasser oder Milch. Dadurch wird das Rührei schön luftig locker. Außerdem geben Sie die Frühlingszwiebel und etwa 100 g gekochten Schinken, den Sie in mundgerechte Stücke geschnitten haben, hinzu. Dann schalten Sie die Hitze auf kleine Stufe zurück. Nun geben Sie die Eiermasse in die Pfanne und rühren. Salz und Pfeffer und vielleicht etwas Paprika kommen dazu. Kurz vor Garende nimmt man die Pfanne von der Platte, die Eier müssen in der Restwärme fertig garen. Ideal sind die Rühreier wenn sie cremig und locker sind. Dann streut man nur noch etwas geschnittene Schnittlauchröllchen darüber.

Wie wäre es mit einer Platte voller Fliegenpilze?

Dazu geben Sie 6 Eier in der Größe XL und 6 Eier in der Größe S für 10 Minuten in kochendes Wasser. Dann werden sie abgeschreckt und gepellt. Waschen Sie 3 größere und 3 kleinere Tomaten, halbieren Sie sie und entfernen Sie das Innere. Außerdem muss ein geräuchertes Forellenfilet zerdrückt werden. Dieses verrühren Sie anschließend mit 2 EL Meerrettich, 1 EL Sauerrahm, 1 TL Zitronensaft und etwas Pfeffer, mit der Paste streichen Sie die Tomatenhälften innen aus. Nun nehmen Sie einen großen flachen Teller und legen ihn mit der abgeschnittenen Kresse aus zwei Kästchen aus. Setzen Sie dann je eine große Tomatenhälfte auf ein großes Ei und die kleinen Eier bekommen ebenfalls ein Hütchen mit den kleinen Tomatenhälften auf – und werden allesamt auf das Kressebett gesetzt. Dann geben Sie 3 EL Meerrettich in einen Gefrierbeutel, schneiden eine winzige Ecke unten ab und tupfen weiße Punkte auf die Tomatenhäubchen. Fertig sind die leckeren Pilze.

Mal was anderes: Eier im Käsemantel

Für dieses Gericht benötigen Sie, wenn es vier Personen sättigen soll, insgesamt 11 Eier. Acht Eier werden für 10 Minuten gekocht, drei benötigen Sie für den Brandteig. Dazu erhitzen Sie auf einer heißen Herdplatte 50 g Butter und 250 ml Milch, eine Prise Salz und eine Prise Muskat. Alles währenddessen gut verrühren und schließlich 150 g Mehl dazu sieben und einrühren bis sich aus der Masse ein Kloß gebildet hat, der sich vom Topfboden löst. Den Topf vom Herd nehmen und einzeln nacheinander drei Eier unterrühren, dabei erst ein weiteres Ei zufügen, wenn das vorherige vollständig von der Masse aufgenommen wurde. Zum Schluss rühren Sie noch 100 g geriebenen Emmentaler und ein halbes Bund fein gehackte Petersilie unter und kneten den Teig gut durch. Die hartgekochten Eier werden gepellt, außerdem setzen Sie einen Topf mit einem Würfel Kokosfett auf. Rollen Sie anschließend den Teig auf einer bemehlten Fläche aus und wickeln Sie die gekochten Eier einzeln jeweils in einen Teigmantel ein.

Wenn das Fett heiß geworden ist, das erkennen Sie an sprudelnden Blasen, die an einem eingetauchten Holzlöffel hochsteigen, können Sie die Teigklößchen hineingeben. Achtung, je nach Topfgröße backen Sie besser in mehreren Portionen, denn man darf nicht zu viele Klöße auf einmal hineingeben, die Teilchen brauchen Platz und müssen schwimmen können bis sie eine hellgelbe Farbe haben. Mit einer Schaumkelle heraus fischen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. In der Zeit mischen Sie einen Dip aus einem Becher Crème fraîche, dem Saft einer Zitrone und einem halben Bund feingehackten Dill, Salz und Pfeffer. Halbieren Sie nun die Eier im Käsemantel, richten Sie die Hälften auf einem Teller mit einem Klecks Dillcreme und vielleicht einem kleinen Teelöffel Kaviar sowie einem Dillzweig an – hmmm, lecker.

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