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Das Spiel von Angebot und Nachfrage

Das Spiel von Angebot und Nachfrage

Ihr Körper stellt genau die Menge Milch bereit, die Ihr Baby braucht. Die Natur sorgt auf wunder­bare Weise dafür, dass dieses Spiel aus Angebot und Nachfrage klappt.

Denn wenn Ihr Baby an Ihrer Brust trinkt, wird das Hormon Prolaktin ausgeschüttet - und dieses kurbelt die Milchbildung an. Die Milchmenge wird über das Trinkverhalten des Kindes, die Häufigkeit des Anlegens und das Hormonsystem der Mutter reguliert. Konkret bedeutet das: Trinkt Ihr Baby selten und wenig, wird weniger Prolaktin ausgeschüttet und damit weniger Milch gebildet. Trinkt Ihr Baby häufiger und länger, erhöht sich die Prolaktinausschüttung im Gehirn und die Milchbildung wird gefördert. Diesen natürlichen Regelkreislauf aus Angebot und Nachfrage sollte man als Stillende kennen. Mütter, die wissen worauf sie achten müssen, können diesen Regelkreislauf aktiv steuern und so Stillkrisen vermeiden oder besser mit ihnen umgehen.

Milchbildung durch Hormonausschüttung

Nach der Geburt kommt die Milchproduktion binnen weniger Tage richtig auf Touren. Schon während der Schwangerschaft steigt der Spiegel des Milchbildungshormons Prolaktin um das zwanzigfache im Körper der Mutter an, kann aber durch die Dominanz der Schwangerschaftshormone seine Wirkung noch nicht voll entfalten. Erst wenn die Schwangerschaftshormone Östrogen und Progesteron nach der Geburt des Kindes stark absinken, kann das Milchbildungshormon Prolaktin seine volle Wirkung entfalten und die Milchbildung setzt ein. Prolaktin hat aber noch weitere Eigenschaften: Es wirkt entspannend, macht gelassener und weckt Beschützergefühle.

Bei Milcheinschuss häufig anlegen

Wenn der Milcheinschuss schließlich einsetzt, kann binnen weniger Stunden viel Milch in den Brüsten ansammeln. Die Brüste spannen, schmerzen und fühlen sich übervoll an. Hebammen und Stillberaterinnen ermutigen Mütter, ihr Baby von Anfang an möglichst oft anzulegen. Die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten können unter Umständen recht kurz ausfallen. Schließlich will ein Neugeborenes innerhalb von 24 Stunden acht bis zwölf Mal gestillt werden.

Ein "Stillrhythmus" wird sich in den ersten Wochen bei vielen Babys nicht einstellen - das ist ganz normal. Das Baby soll nach seinen individuellen Bedürfnissen trinken. Wenn es tagsüber häufiger nach der Brust verlangt, dann steigert es durch seine Nachfrage die Milchbildung. Besonders bei einem Wachstumsschub wird dies der Fall sein. 

Die Milchmenge steigern oder senken

Der Körper braucht ein paar Tage Zeit, um die Milchmenge zu steigern oder zu senken. Mit diesem natürlichen Anpassungsprozess kommt ein Säugling normalerweise problemlos klar. Um die Milchmenge effektiv zu steigern, sollte man aber nicht nur das Baby oft anlegen, sondern auch darauf achten, dass das Kind die Brust gut leer trinkt. Trinkt ein Baby schlecht an der Brust - das heißt es saugt relativ kurz und schwach an der Brust - bekommt es nur die wässrige vordere Milch. Doch von dieser dünnen Milch wird das Kind nicht anhaltend satt. Durch ein zu schwaches und zu kurzes Saugen erreicht das Kind nicht die sättigende, fettreiche hintere Milch. Das Baby wird nach kurzer Zeit wieder nach der Brust verlangen. Weil die Brust aber nicht vollständig entleert wurde, wird weniger Milch produziert. So setzt sich eine negative Entwicklung in Gang, die Mutter und Kind frustrieren kann.

Dazu muss man als Stillende wissen: Die stärkste Milchbildung tritt bei Müttern dann ein, wenn sich die Brüste ganz leer anfühlen. Es ist also ein sehr gutes Zeichen, wenn sich die Brust nach dem Stillen ganz leer anfühlt. Denn dann bekommt der Körper das Signal neue Milch zu bilden. Am wenigsten Milch bildet man, wenn sich die Brust voll anfühlt. Diesen Umstand kann man gezielt nutzen. Denn wenn Frauen zu viel Milch haben, gilt umgekehrt auch: Zwischen den Mahlzeiten, wenn die Brust sehr stark spannt, nur so viel Milch ausstreichen oder abpumpen, dass die Brust nicht schmerzt. Die volle Brust signalisiert dem Körper, es ist noch genug Milch vorhanden, mehr muss im Moment nicht gebildet werden.

von Dagmar Fritz

Zuletzt überarbeitet: Oktober 2018


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