Helfen Stilltees?

Teetasse mit Zitrone

© fotolia, Es75

Viele stillende Mütter trinken Stilltees. Die sogenannten"Still- oder Milchbildungstees" sollen die Milchbildung unterstützen. Die meisten dieser Kräutertee-Mischungen enthalten Fenchel, Kümmel, Anis und Melisse.

Ob diese Tees die versprochene Wirkung haben, ist unter Fachleuten umstritten.Viele Frauen schwören darauf und schildern ihre positiven Erfahrungen beim Stillen. Andererseits betonen Ernährungsexperten, dass es keinen wissenschaftlichen Nachweis für die milchfördernde Wirkung gibt.

Stilltee - eine besondere Mischung

Viele Hebammen und Mütter sind von der Wirkung überzeugt. "Kräutertees haben Heilwirkung", sagt Stillexpertin Biggi Welter. Dabei ist es nicht so, dass der Stilltee "Muttermilch macht", sondern er unterstützt die Vorgänge im Körper, die dazu führen, dass die Milch fließt. Stilltee enthält in der Regel Kümmel, Anis, Fenchel und Melissenblätter. Der Stillteekombiniert damit die beruhigenden Eigenschaften der Melisse mit den entkrampfenden WirkstoffenderFenchel-Anis-Kümmel-Mischung.

Möglicherweise helfen Stilltees jedoch schon deshalb, weil sie dafür sorgen, dass die stillende Mutter ausreichend trinkt. Außerdem ist eine warme Tasse Tee schön entspannend und tut gut - auch das ist indirekt stillfördernd. Dennoch sollte man täglich höchstens zwei bis drei Tassen Stilltee trinken - zu viel von dem Tee, sagen Hebammen, kann die gegenteilige Wirkung haben.

Große Qualitätsunterschiede bei Stilltees

Mütter, die gerne eine Tasse Stilltee trinken, sollten darauf achten, dass sie qualitativ hochwertige und am besten geprüfte Tees trinken. Ökotest hatte vor einiger Zeit 15 Stilltees auf ihre Unbedenklichkeit hinsichtlich Pestiziden und anderen unerwünschten Inhaltsstoffen getestet. Die Ergebnisse vielen sehr unterschiedlich aus.

Sieben Stilltees erhielten die Bestnote "sehr gut". Darunter auch preiswerte Drogerieprodukte. Jedoch sechs Tees bekamen das Zeugnis "mangelhaft" oder gar "ungenügend" ausgestellt - darunter auch teure Apothekenprodukte. Am Preis kann man die Qualität des Tees also nicht erkennen. Besser ist es, Sie achten auf ein Qualitätssiegel oder auf ein gutes Testsiegel.

Milchbildung fördern

Wenn Sie die Milchbildung ankurbeln wollen, probieren Sie den Stilltee einfach selbst aus. Falls Sie keine Kräutertees mögen, versuchen Sie mit stillem Wasser auf Ihre tägliche Trinkmenge zu kommen. Wichtig ist, dass Sie ausreichend trinken: 2 bis 3 Liter am Tag sollten es beim Stillen sein. Wenn der Körper genügend Flüssigkeit zur Verfügung hat, kann die Milch besser fließen.

Zuletzt überarbeitet: Februar 2019

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