Dr. med. Vincenzo Bluni

Rhesusfaktor negativ. Impfung in der Schwangerschaft oder erst nach der Geburt?

Antwort von Dr. med. Vincenzo Bluni

Frage:

Hallo Herr Dr Bluni,

ich bin in der 31 SSW (erste Schwangerschaft) und Rhesusfaktor negativ. Mein Partner ist positiv. Mich betreut eine Frauenärztin (die ausgesprochen gern und alles impft) und eine Hebamme (eher das Gegenteil).

Nun bin ich aber selbst jmd der gern auf eine Impfung in der Schwangerschaft verzichten möchte.

Meine Frauenärztin drängt mich regelrecht zu der Impfung.
Meine Hebamme hingegen meint das eine Impfung nach der Geburt und auch nur wenn das Baby positiv ist ausreicht ist.
Können Sie mir hier weiterhelfen? Und ist eine Impfung in der 31 SSW nicht ohnehin zu spät?

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Schöne Grüße

von Anka-Tirol am 24.04.2015, 10:10 Uhr

 

Antwort auf:

Rhesusfaktor negativ. Impfung in der Schwangerschaft oder erst nach der Geburt?

Hallo,

1. das hört sich aber sehr interessant an. Nach meiner Einschätzung bewegt sich diese Hebamme medizinisch und auch juristisch auf sehr dünnem Eis; nein eigentlich geht sie direkt über Wasser.

2. es gibt für diese Situation eine ganz klare Empfehlung in den Mutterschaftsrichtlinien und Empfehlungen der Fachgesellschaften. Diese sehen bei einer rhesusnegativen Mutter eine Anti-D-Gabe um die 28. bis 30. Woche, nach Blutungen, nach einer Fruchtwasseruntersuchung, nach einer Fehlgeburt, nach einer Eileiterschwangerschaft und nach einer Geburt eines Kindes mit rhesuspositiver Blutgruppe vor.

Und zwar deshalb, weil diese Maßnahme das Risiko etwaiger, klinisch bedeutsamer Folgen für die folgenden Kinder auf ein absolutes Minimum reduziert.

VB

von Dr. med. Vincenzo Bluni am 24.04.2015

Antwort auf:

Rhesusfaktor negativ. Impfung in der Schwangerschaft oder erst nach der Geburt?

Hallo,

1. das hört sich aber sehr interessant an. Nach meiner Einschätzung bewegt sich diese Hebamme medizinisch und auch juristisch auf sehr dünnem Eis; nein eigentlich geht sie direkt über Wasser.

2. es gibt für diese Situation eine ganz klare Empfehlung in den Mutterschaftsrichtlinien und Empfehlungen der Fachgesellschaften. Diese sehen bei einer rhesusnegativen Mutter eine Anti-D-Gabe um die 28. bis 30. Woche, nach Blutungen, nach einer Fruchtwasseruntersuchung, nach einer Fehlgeburt, nach einer Eileiterschwangerschaft und nach einer Geburt eines Kindes mit rhesuspositiver Blutgruppe vor.

Und zwar deshalb, weil diese Maßnahme das Risiko etwaiger, klinisch bedeutsamer Folgen für die folgenden Kinder auf ein absolutes Minimum reduziert.

VB

von Dr. med. Vincenzo Bluni am 24.04.2015

Antwort auf:

Rhesusfaktor negativ. Impfung in der Schwangerschaft oder erst nach der Geburt?

Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich werde gleich am Montag die Impfung machen. Allerdings befinde ich mich schon in der 31 SSW. Ist das ein Problem?

von Anka-Tirol am 24.04.2015

Antwort auf:

Rhesusfaktor negativ. Impfung in der Schwangerschaft oder erst nach der Geburt?

Hallo,

nein, das ist es nicht.

VB

von Dr. med. Vincenzo Bluni am 25.04.2015

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