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Geschrieben von DaddysEngel am 15.02.2012, 14:12 Uhr

Vollzeitpflege für die Nichte meines Partners?

Mein Partner und ich sind schon seit längerer zeit am überlegen, ob wir seine Nichte in Vollzeitpflege nehmen sollen.
Nach unserer Sicht sind weder die Mutter noch der Vater in der Lage sich vernünftig um die Tochter zu kümmern. Beide haben weder eine Ausbildung noch einen Schulabschluss.
Seit 3 Jahren lebt das Kind in einer Welt in der sie immer hin und her gerissen wird.. Die Eltern sind seit der Geburt immer wieder auseinander und wieder zusammen, haben sich jetzt endlich mal für komplettes Aus entschieden, jedoch ist seitdem die Welt der kleinen noch mehr auf den Kopf gestellt.
Der Vater versucht mit allen Mitteln, die kleine zu bekommen und somit wird dem Kind natürlich aller möglicher mist eingeredet.

Die kleine ist total mit der Situation überfordert, was sich durch häufiges Weinen zeigt. Als Beispiel, sie spielt ganz normal mit mir, meinem Sohn und meinem Freund, lacht viel dabei, auf einmal wird sie ganz ruhig, setzt sich auf den Boden und fängt einfach an zu weinen, ohne ersichtlichen Grund, wenn man sie fragt was los ist, kriegt man keine Antwort, ihr Blick wird glassig und sie starrt ins Leere. dieser zustand hält teilweise bis zu 1std. an, erst dann kann man sie dazu bewegen, mit jemandem zu reden bzw. das sie einen ansieht..

Das Jugendamt hat eine Familienhilfe für die kleine und ihre Mutter beauftragt, aber auch nach 1 Jahr ist keine Besserung der Situation in Sicht. Auch eine Unterbringung in einem Heim oder einer Pflegefamilie wurde schon vom Jugendamt angedroht, wenn sich nicht bald was ändert. Die Frist konnten wir erfolgreich verschieben, durch Bekanntgabe beim Jugendamt, das die Kleine viel Zeit bei uns verbringt und wir versuchen, die Situation in der die Kleine lebt, zu verbessern, aber sowohl der Vater als auch die Mutter nehmen keinen Ratschlag an..

Für uns stellt sich die Frage, welche Möglichkeiten haben wir?
Müssen wir eventuell beim Gericht einen Antrag stellen, oder reicht eine Vorsprache beim Jugendamt?
Vielleicht hat jemand ja schon Erfahrung mit einer solchen Situation, wir sind für jede Antwort dankbar!

Wir würden sie gerne zur Pflege bei uns aufnehmen, damit sie ein stabiles Umfeld und die Chance auf eine glückliche Kindheit bekommt.

 
4 Antworten:

Re: Vollzeitpflege für die Nichte meines Partners?

Antwort von Thelmalouise am 16.02.2012, 7:21 Uhr

Sozusagen bis sich die Eltern wieder stabilisiert haben und sie zurück kann ?

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Re: Vollzeitpflege für die Nichte meines Partners?

Antwort von Alayra am 16.02.2012, 10:52 Uhr

Erstmal finde ich toll, dass ihr euch da so viel Gedanken macht und sie auch aufnehmen würdet! Es gibt nicht viele solche Menschen, die meisten schauen bei sowas einfach weg.

Ich denke aber, dass es ziemlich schwierig werden wird für euch, die Kleine "einfach" aus ihrer Familie zu holen. Du sagst zwar, dass das JA schon eingeschaltet ist, aber so wirklich viel scheinen die ja noch nicht unternommen zu haben. Wie ist denn euer Verhältnis zu den Eltern der Kleinen? Was meinst du wie sie reagieren würden wenn ihr einfach das beantragt? Oder wissen diese davon?

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Re: Vollzeitpflege für die Nichte meines Partners?

Antwort von shinead am 16.02.2012, 14:04 Uhr

Ich war nicht wirklich involviert, aber im Bekanntenkreis war es so, dass ein Kind in eine Pflegefamilie musste.

Der Vater (ohne Sorgerecht) hat schon vorher beim Jugendamt eine Eingabe gemacht, dass er dann die Pflege übernehmen möchte.
Sprich mal mit dem Jugendamt, damit im Fall der Fälle auf euch zurück gegriffen werden kann.

Ehrlich gesagt ist es bestimmt das beste für das Kind, bei bekannten Gesichtern unter zu kommen.

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Re: Vollzeitpflege für die Nichte meines Partners?

Antwort von DaddysEngel am 16.02.2012, 22:56 Uhr

Die kleine soll nur solange bleiben bis das die Situation zuhause sich zum besseren verändert. Natürlich soll die kleine ihre Eltern auch weiterhin sehen dürfen, mit der Mutter wohnen wir fast Tür an Tür, der Vater wohnt etwas weiter weg.
Die Mutter weiß von unserer Idee die kleine bei uns in Obhut zunehmen, kann es auch nachvollziehen. Sie weiß ja auch das es der kleinen nicht gut geht in ihrer momentanen situation, schafft es aber nicht etwas zu ändern.
Der Vater kümmert sich sowieso nur um die kleine wenn es unbedingt sein muss, Besuchsrecht hat er, bekommt sie auch jeden Mittwoch und jeden Samstag, überlässt dann aber der Tante oder Oma die beschäftigung, damit er weiter mit seiner Playstation zocken kann..

Auch die anderen Geschwister und die Eltern der Mutter, sind der Meinung, das die kleine weder bei der Mutter als auch beim Vater gut aufgehoben ist. Diese würden uns auch Unterstützen, beim JA, damit die kleine nicht in eine Fremde Familie muss, sondern bei uns unter kommen kann.

Im moment ist zwischen den Eltern ein "Sorgerechtskrieg", da der Vater nicht einsieht, wieso er Unterhalt zahlen sollte, die kleine könnte ja auch bei ihm Leben. Was aber für die kleine eine sehr große Umstellung ist, da der Vater keine eigene Wohnung hat, er lebt mal bei seiner Schwester und mal bei seiner Mutter, alle 6 Wochen wird gewechselt, damit keine zusätzlichen kosten, für die jeweilige Wohnung entstehen.

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