User-1763675497
Hallo, seit 20 Jahren wohne ich mit meiner Frau zusammen, welche eine Tochter mit in die Ehe gebracht hat. Ich habe sie nicht adoptiert, aber wie ein Vater erzogen. Zusätzlich haben wir ein gemeinsames Kind, die Schwestern verstehen sich super. Vor einigen Jahren hat die Stieftochter zusammen mit ihrem Freund das Haus der Schwiegermutter (eigentlich Erbe meiner Frau) einfach ohne Ausgleich übernommen, das hat unserer Beziehung ein wenig geschadet. Zumal der Freund meiner Schwiegermutter mehr versprochen hat als getan. Sie ist ziemlich mies und "verarmt" in einer Mietwohnung gelandet. Mit der räumlichen Trennung und dem nicht mir zugewandten "Schwiegersohn" habe ich keine Probleme, aber mehr auch nicht. Wir sehen uns bei Treffen, sonst haben wir nichts gemeinsames, zumal er mit zwei linken Händen ausgestattet ist. Wenn es Probleme im Haus gibt, ich mache es meiner fragenden Stieftocher zuliebe oder Handwerker müssen kommen. Später haben die beiden geheirat (der Papa war nicht eingeladen und ich habe die Braut zum Altar führen müssen). Nach langer Zeit der Versuche erwarten sie endlich ein Kind. Schwester und Frau freuen sich total, wollen mich dazu puschen, aber ich kann überhaupt keine Gedanken an Freude oder Begeisterung aufbauen. Es gehört nicht in meine Familie. Wie kann ich das erklären? Ich scheue mich schon vor dem Geburtstermin Ende des Jahres, weil ich befürchte jemanden vor den Kopf zu stoßen und weiß jetzt genau, dass das meine Frau nicht akzeptieren oder verstehen wird, oder kann oder will. Ich finde in Chats auch auf anderen Portalen immer nur Frauendiskussionen, Männer (ich weiß) reden wahrscheinlich nicht darüber. Kann mir eine Dame einen Tipp geben? Danke im Voraus.
Hast du mal darüber nachgedacht das dieses Kind genetisch mit DEINER TOCHTER verwandt ist? Auch wenn ich glaube das Gene total überbewertet werden aber vielleicht hilft dir das dieses Kind als Teil deiner Familie zu sehen. Zu der Aussage du musstest deine Stieftochter zum Altar führen, die Aussage ist unterirdisch. Mal drüber nachgedacht was für eine Ehre das ist? Die Frau hätte auch alleine gehen können oder gemeinsam mit ihrem Mann, beides normal. Meiner Meinung nach hast du die Ehre nicht verdient gehabt. Ach und ich habe drei Kinder mit gebracht in meine Ehe, zwei dieser Kinder sehen meinen Mann als ihren Vater an, der dritte respektiert ihn, mit ihrem leiblichen Vater haben sie auf eigenen Wunsch keinen Kontakt mehr, ich kenne die Situation also
Du kennst die Situation aus Frauensicht, das ist was anderes. Und ja, müssen war falsch geschrieben, sie hatte mich gefragt und ich habe ja gesagt. Wieviel das freiwillig war weiß ich nicht mehr. Und ja es ist genetisch mit unserer Tochter verwandt, das wusste ich. Aber das war nicht die Grundlage meiner Hilfesuche. Aber danke trotzdem.
Ach mein Mann sieht das nicht anders keine Sorge. Als ich ihn vor bald 14 Jahren kennengelernt habe , im Internet habe ich ihm damals sofort gesagt das ich schon drei Kinder aus einer Beziehung hatte, das hat ihn nicht abgeschreckt. Meine Kinder waren damals elf, nein und drei Jahre alt also zwei schon Recht groß, trotzdem sagt meine älteste bis heute das mein Mann ihre Vaterfigur ist, er hat sich sofort reingehängt, wollte nicht nur mich sondern auch die Kinder. Wie gesagt bei zwei hat das total geklappt der mittlere Respektiert ihn ( mehr als Respekt hat mein Mann nie erwartet alles andere hat ihn sehr sehr glücklich gemacht) Weißt du zufällig der Hausgeschichte kann ich nichts sagen da gibt es immer zwei Seiten. Aber es hört sich so an als wärst du der Außenseiter der Familie nicht das Baby oder der Schwiegersohn, sondern du und du bist derjenige der sich in diese Position gebracht hat, nicht heute oder letztes Jahr sondern als du deine Frau kennengelernt hast vor über 20 Jahren. Ich weiß nicht wie alt ihre Tochter damals war aber sie war da du warst der Eindringling, der Fremde nicht die Tochter und auch jetzt ist es nicht das Baby sondern wieder du. Und nein ich glaube nicht das du es falsch geschrieben hast, in deinen Augen musstest du deine Stieftochter zum Altar führen, du hattest keine Wahl
Was suchst du den für eine Antwort? möchtest du von einer Frau einen Tipp bekommen wie du deiner Frau es nahe bringen kannst ohne Streit das dieses Kind nicht Teil deiner Familie ist ? Ich glaube da wirst du keine Antwort bekommen die bei deiner Frau ankommt. Und wie gesagt ich glaube auch nicht das es am Geschlecht abhängt ob man so fühlt oder nicht, vielleicht gibt es mehr Männer für die Gene wichtig sind aber ich kenne auch Frauen Was wäre den wenn nächste Woche das Krankenhaus anrufen würde wo deine Frau eure Tochter bekommen und sagen würde das eure Tochter bei der Geburt vertauscht worden ist und ihr die falsche aufgezogen habt? Würdest du sie dann von jetzt auf gleich nicht mehr lieben? Dieses Kind was geboren wird ist biologisch nicht mit dir verwandt, aber du wirst dieses Kind aufwachsen sehen bei allen wichtigen Meilensteinen kannst du dabei sein du kannst es prägen deine Werte vermitteln usw. Der andere leibliche Vater deiner Stieftochter wird wohl keine Rolle spielen wenn er schon zur Hochzeit nicht eingeladen war. Und vielleicht solltest du daran denken das dies vielleicht die einzige Chance für dich ist Opa zu werden, ob deine leibliche Tochter dich zum Opa macht weißt du ja nicht
Was erwartet denn deine frau? Dass du in jubelstürme ausbrichst, wenn das kind auf die welt kommt? Es reicht doch, wenn sie als oma freudentänze aufführt.... Ich würde das weder erwarten noch ankreiden. Es soll menschen geben, die nicht verrückt nach enkelkindern sind. Ich kann es auch gut verstehen, dass ein dir unsympathischer partner die zuneigung zur bonustochter erschwert und somit auch zum abkömmling. Mach dir nicht soviele gedanken!
Es ist aber ein riesen Unterschied ob man verrückt nach seinem Enkelkind ist und, wie du schreibst , in Jubel ausbricht oder wie der TE hier und man Knall hart schon vor der Geburt sagt das Kind gehört nicht zu seiner Familie dazwischen ist ja verdammt viel luft
aber du kannst ihm das gefühl doch nicht verbieten? und er merkt doch selber dass das nicht ideal ist. es gibt ja ganz viele gründe warum ein großelternteil nicht wirklich begeistert ist wenn sich ein enkel ankündigt. auch meine mama war zwiespältig und ist es immer noch bei jedem neuen kind. beim 1. hat sie sich dann große sorgen gemacht, weil sie ihrem eigenen anspruch an "werdende-großmutter-begeisterung" nicht entsprach. sie hatte angst dass sie ihr enkelkind nicht uneingeschränkt lieben könnte. ich kann dir versichern: sie tut es dennoch. mein papa spricht nicht über gefühle (etwas was der te ihm weit voraus hat), deswegen weiß ich es bei ihm nicht. aber es würde mich nicht wundern wenn er sich auch gefragt hat ob er das enkelkind vorbehaltlos in die familie aufnehmen kann. ach so, meine eltern waren/sind von meinem mann auch nicht begeistert und das ist definitiv ein faktor. ich sehe bei dem te große zweifel, die er verdammt nochmal haben darf. evtl. schiebt er die zweifel zu pauschal auf die fehlende blutsverwandtschaft weil die eben offensichtlich ist. ich kann mir vorstellen dass da auch andere sorgen eine rolle spielen: wird der schwiegersohn seiner rolle gerecht wenn er jetzt schon als "versorger" versagt? bin ich tatsächlich schon so alt dass ich jetzt opa werde, bin ich dazu bereit? ist mein "baby", die tochter, der rolle gewachsen? meine mama hat mir erzählt dass viele ihrer gleichalten freundinnen nicht instantly begeistert waren als sie omas wurden. und dass es in ihrem freundeskreis große erleichterung auslöste als sich endlich mal jemand traute das laut zu sagen. bei fast allen waren die zweifel verflogen als sie das baby im arm hielten (so sie das denn durften - es scheint in mode zu kommen dass großeltern erst nach dem 1. geburtstag an das kind randürfen - auch nicht hilfreich). der te soll mal abwarten wie das dann wird. und sich bis dahin seine gefühle zugestehen. gefühle gehen nicht weg wenn man sie sich verbietet weil "man" diese gefühle nicht haben darf oder weil irgendeine frau im internet einen zur schnecke macht. im gegenteil.
Halt Stopp, das ist vielleicht falsch rüber gekommen, die Gefühle hätte er vor. 20 /21 Jahren oder wann auch immer er seine Frau kennengelernt hat gerne haben können und wären absolut nachvollziehbar. Ich würde mal behaupten das der TE nicht für Patchwork gemacht ist oder sich damals mit anders auseinander hätte setzten müssen. Aber er hat halt die Methode Augen zu und durch gewählt, nicht die klügste Entscheidung, den jetzt ist es so daß er mit dem Rücken an der Wand steht , emotional gesehen. Ich sehe es ja auch bei uns, zu zwei meiner Kinder hat mein Mann ein väterliches Verhältnis, zum dritten nicht das ist Freundschaftlich Respektvoll, selbstverständlich wird es für ihn was anderes sein wenn die beiden mit denen er ein sehr gutes Verhältnis hat Kinder bekommen als wenn mein mittlerer Sohn Kinder bekommt und bestimmt noch mal was anderes wenn unsere gemeinsamen Kinder Kinder bekommen. Aber der TE will sich ja keinen mm bewegen, macht er eigentlich schon seit 20 Jahren wohl nicht , naja was soll man sagen Ehen sind schon wegen weniger gescheitert. Und ich bleibe dabei zwischen seiner Haltung und das Kind in den Himmel feiern liegen Welten
es geht um das enkelkind und das ist noch nicht geboren. diese gefühle kann er nicht schon seit 20 jahren haben. die gefühle für seine stieftochter stehen doch gar nicht zur diskussion. ich sehe auch nicht dass er irgendwas von einem respektlosen umgang mit ihr schreibt. und: gefühle sind nicht digital und deren entwicklung ist nicht vorhersehbar. nicht für den te und auch nicht für dich oder deinen mann. sonst gäbe es keine scheidungen. du stellst dir vor welche gefühle dein mann zu den diversen enkeln von diversen kindern haben wird. wie es dann tatsächlich wird - das siehst du dann. vielleicht ist genau das kind des "respektvoll-stiefkindes" dann das enkelkind mit dem dein mann am besten relaten kann. alles schon dagewesen.
Hast du den Ausgangspost wirklich gelesen??? Da sind zig Punkte drin die ihm sauer Aufstoßen und ehrlicherweise muss man sagen wahrscheinlich stört ihn am meisten das seine Frau das Haus nicht bekommen hat, sondern das Kind was nicht mal seins ist.
ich lese im ap unmut gegen den schwiegersohn und das kann ich durchaus bestätigen, dass partner von kindern die beziehung verschlechtern können, sogar bei leiblichen kindern. dem baby wird das gefühl des bonusgroßvaters nichts ausmachen oder was meinst du, wie sich das was der ap fühlt auf das kind auswirkt? muss jeder jedem überschwängliche gefühle entgegenbringen? (meine mutter war btw wie wonder womans mutter...)
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