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Geschrieben von Woelfin90 am 30.07.2013, 11:28 Uhr

Testament - Wunschvormund des Kindes benennen

Hallo,

erstmal kurz um mich vorzustellen. Ich lebe seit mittlerweile drei Jahren mit meinem neuen Partner und meinem Sohn aus vorheriger Beziehung zusammen. Sind sehr glücklich zu dritt und im November kommt dann noch der gemeinsame Nachwuchs. Der Große erzählt ganz stolz jedem der es hören will - oder auch nicht - das er dann "der große Bruder" ist.

Nun muss ich dazu noch sagen, dass mein Partner die Vaterrolle komplett übernommen hat (und das macht er wirklich gut ). Mein Sohn weiß zwar theoretisch, dass da noch jemand anderes ist. Aber es ist natürlich etwas schwer für einen Vierjähirgen zu begreifen, wenn der KV in seinem Leben praktisch nicht existiert.

Der tut gar nichts um Konatkt zu seinem Sohn aufzunehmen, was mir unter den Umständen ganz recht ist. Ehe ich mir da jetzt Vorwürfe anhören kann, dass ein Kind auch den echten Vater braucht - nein, den braucht er nicht. Der Vater ist ein cholerischer Säufer, der nicht nur mir gegenüber gewalttätig geworden ist, sondern der auch seinen Sohn, als der noch ein Baby war, schwer misshandelt hat.
So ist es jetzt eben so, dass der KV nicht mal eine Karte zum Geburtstag schickt. Stattdessen hat er seine Familie soweit belabert, dass diese der Meinung sind Markus (mein Sohn) sei nicht der Sohn des KV und diese den Kontakt abgebrochen haben. Das Angebot eines Vaterschaftstests wird natürlich ausgeschlagen. Nun ja, seis drum.

Ich habe mich bei einem Notar informiert, was ich machen kann um zu verhindern das Markus im Notfall (ich liege im Koma oder ähnliches) ganz automatisch erstmal zum KV kommt. Dort wurde mir gasagt, dass ich ein handschriftliches Testament aufsetzen soll, in dem ich mich zum Thema äußere.
Hat eine von euch sowas in der Art schon einmal gemacht und könnte mir da weiter helfen? Mir geht es hauptsächlich darum, wie ich die Ausschlussgründe formuliere, das muss ja Hand und Fuß haben ehe das Jugendamt da in die Spur geht...

 
12 Antworten:

Ganz einfache und sichere Lösung

Antwort von Sternenschnuppe am 30.07.2013, 13:32 Uhr

Eheliche Deinen Partner, wenn nicht schon geschehen und dann kann er das Kind adoptieren.
Bei der Sachlage wird der leibliche Vater wohl zügig einwilligen und den Unterhalt spart er dann auch ein.

Dann seid ihr auf der sicheren Seite, alles andere ist nicht sicher !
Kinder sind nicht vererbbar und der leibliche Vater der nächste Angehörige, oder seine Mutter dann etc.

Durch eine Adoption sind die Verbindungen gekappt, zumindest die rechtlichen.

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Re: Ganz einfache und sichere Lösung

Antwort von Mutti32 am 30.07.2013, 13:42 Uhr

der leibliche KV müsste doch aber der Adoption zustimmen oder nicht?
Also zumindest wenn er auch Sorgerecht hat?

LG

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Re: Ganz einfache und sichere Lösung

Antwort von Woelfin90 am 30.07.2013, 13:50 Uhr

Das hatten wir auch schon überlegt.

Mir widerstrebt es eben teilweise, weil ich dem Großen nicht eventuelles Erbe vorenthalten will. Die Eltern des KV sind sehr vermögend, haben ein eigenes Unternehmen usw. Dieses Vermögen samt Unternehmen wird in spätestens fünf Jahren auf den KV übergehen (irgendwie testamentarisch geregelt fragt mich nicht) und spätestens dann müsste er ja auch Unterhalt bezahlen und (wenn auch sehr viel später) hätte mein Sohn ein Anrecht auf einen Erbteil.

Ich will ihm die Möglichkeit eben nicht nehmen, deswegen haben wir das noch nicht gemacht.

Das man die Kinder nicht vererben kann weiß ich ja, aber bei der Sachlage, die im Jugendamt auch bekannt ist, muss es zumindest überprüft werden.

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Re: Ganz einfache und sichere Lösung

Antwort von Woelfin90 am 30.07.2013, 13:54 Uhr

Muss er auch wenn er das Sorgerecht nicht hat, meinte jedenfalls der Notar. Alles Mist... zumal... ob der KV zustimmt? Er liebt es, wann immer möglich Probleme zu machen, einfach nur zum Schur...

LG

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Was ist Dir wichtiger ?

Antwort von Sternenschnuppe am 30.07.2013, 14:06 Uhr

Sicherheit für Dein Kind oder Geld ?

Wenn er ein Säufer ist, dann wird er Firma und Geld schnell durchbringen, da sieht Dein Kind nix von.
Die Großeltern werden es eh nicht bedenken wenn sie nun auch meinen er sei nicht der Vater und keinen Umgang haben.
Ihm was vermachen können sie auch unabhängig von der Adoption.

Die Eltern meines Ex, der sich nie fürs Kind interessierte sind auch millionenschwer, mein Mann hat den Großen dennoch adoptiert.
Warum ? Weil es sein Papa ist, und es auch vor dem Gesetz sein wollte, ihn vertreten wollte und ich beruhigt sterben will, wenn es denn so sein soll, und sicher sein wollte, dass die Geschwister nicht getrennt werden und mein Großer bei seinem Papa bleibt.

Geld war mir da völlig egal.

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Einfache Antwort

Antwort von Woelfin90 am 30.07.2013, 14:08 Uhr

Mein Sohn.

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Re: Einfache Antwort

Antwort von Sternenschnuppe am 30.07.2013, 14:14 Uhr

Na dann mal los ;-)

Hat bei uns ein Jahr gedauert und der KV unterschrieb sofort.
Bares Geld was er sich nun spart .

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Re: Testament - Wunschvormund des Kindes benennen

Antwort von shinead am 31.07.2013, 13:08 Uhr

Ich habe das über das Jugendamt geregelt. Mit dem Hinweis darauf, dass mein Ex sich nicht die Bohne kümmert, ist ein kein Problem einen entsprechenden Wunsch beim JA zu hinterlegen, der dann auch berücksichtigt wird.
Junior kennt schlichtweg seinen Vater nicht. Zu einem Unbekannten schickt ihn das Jugendamt auch nicht. Sollte sich die Situation mal ändern, dann mache ich mir wieder Gedanken darum. Ich gebe bisher einmal im Jahr die Info ans JA, dass weiterhin kein Interesse seitens des KVs besteht.

Wenn Junior mal adoptiert werden möchte, dann ziehen wir das auch durch. Derzeit noch nicht.

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Danke

Antwort von Woelfin90 am 31.07.2013, 14:09 Uhr

...für die Antworten. :)

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Re: Testament - Wunschvormund des Kindes benennen

Antwort von mf4 am 01.08.2013, 23:05 Uhr

Du schreibst eine Sorgerechtsverfügung (Vordrucke gibts im Netz). Da trägt man ein, wer im Fall des Falles das Kind nehmen soll und man kann auch schreiben wer auf keine Fall.

Es ist nicht wahr, dass ein Kind "automatisch" zum Erzeuger kommt, wenn es keinen Kontakt gab. Darüber würde dann das Vormundschaftsgericht entscheiden und ziemlich sicher kein Kind aus seinem gewohnten Umfeld reißen und zu einem praktisch fremden geben. Das Jugendamt hat damit gar nichts zu tun.

Ich bin Alleinerziehend und habe alle Verfügungen bis zu meinem Tod und darüber hinaus und so hinterlasse ich keine Fragen, was in meinem Interesse gewesen wäre.

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Re: Einfache Antwort

Antwort von mf4 am 01.08.2013, 23:07 Uhr

Kohle, die der neue Mann aber zahlen muss, wenn die Beziehung mal in die Brüche geht. Ich könnte als Mann ein "fremdes" Kind lieben aber ich wäre sicher nicht erfreut, wenn nach 5 Jahren die Beziehung scheitert noch viele Jahre zur Kasse gebeten zu werden.

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Hab das neulich erst woanders gelesen

Antwort von Sternenschnuppe am 02.08.2013, 19:31 Uhr

Da hatte der Vater auch keinen Kontakt.
Die Mutter starb an Krebs, die Großeltern kümmerten sich ums Kind.
Der Vater klagte sich erfolgreich durch. Das Kind musste an den Vater gewöhnt werden, das würde langsam gesteigert und dann gab es die Übergabe.
Ein Horror für die Großeltern.

Das Kind war allerdings recht klein und hatte noch fast das ganze Leben vor sich.
Ältere Kinder zu entwurzeln wird sicherlich schwerer sein.

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