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Geschrieben von Maik1973 am 20.06.2022, 19:04 Uhr

Haushaltsgeld

Hallo, ich lebe mit meiner Frau und ihren 2 Kindern zusammen seit 10 Jahren. Wir verdienen beide und haben getrenntes Geld. Sie kriegt Unterhalt und Kindergeld und ich zahle Unterhalt an die Mutter meines Kindes. Miete und Urlaub machen wir hälftig und Essen haben wir auch immer ganz gut hinbekommen, dass es für uns beide OK war. Die 17 jährige macht Grad ihr Abi und die 22 jährige Sandra macht seit ca 3 Jahren irgendwie nix. Und darüber gibt es immer wieder Differenzen. Sandra hat Hauptschule und hat nun vor 1,5 Jahren ein Fernstudium angefangen mit allerdings überschaubarem Einsatz. Streitpunkt: ich sehe es nicht ein für Sandra essenstechnisch mit aufzukommen , denn solch ein Fernstudium ist für Menschen ausgelegt die einen Vollzeitjob haben . Und mich macht es ausserdem traurig zu sehen dass meine Frau ihr dieses Studium bezahlt und auch noch für alles weitere aufkommt. Sie ist 22 und kann arbeiten gehen. Und meine Frau ist ständig Pleite. Wie würdet ihr es machen mit den Kosten für essen und trinken?

 
7 Antworten:

Re: Haushaltsgeld

Antwort von linghoppe. am 21.06.2022, 10:43 Uhr

Da Ihr getrennte Kassen habt und nur das Essen teilt würde ich versuchen mit das Kindergeld zu kürzen für Sandra
wie kommt es denn , dass deine Frau ständig Pleite ist..
Kleider kaufen oder was gibt sie denn aus.

Ich nehme mal an dass Sandra auch noch Kindergeld bekommt, dann solltet Ihr es so regeln , dass da ein Teil ins Essen und Strom Wasser Duschseife etc abgezogen wird

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Re: Haushaltsgeld

Antwort von pauline-maus am 21.06.2022, 11:04 Uhr

ist denn trotzdem noch alles hälftig und fair ? wenn ja dann ist doch alles ok auch wenn dir die pleitesituation leid tut-sie ist erwachsen .
was mich aber selber stören würde , einen erwachsenen mit durchzubringen , der nicht einmal dein kind ist und möglichkeiten hätte etwas zu verdienen und sei es nur ein nebenjob. ...machen auch studenten .
daher würde ich von der jungen dame auch einen obolus einfordern, da sie schon wie in einer wg lebt.
das würde ich nicht nicht einmal beim eigenen kind durchgehen lassen . nicht wegen des geldes , sondern wegen dem nichtstun . ein jahr nach der schule meinetwegen , so als findungsphase aber dann sollte es doch wirklich mal losgehen.
also familiensitzung und dann kommunizierst du klar , dass diese situation nicht mehr so weitergeht für dich und das bitte lösungen auf den tisch müssen

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Re: Haushaltsgeld

Antwort von Lena_1922 am 22.06.2022, 11:03 Uhr

Sollte sie noch Kindergeld beziehen, muss sie Leistungsnachweise erbringen.

Ansonsten hilft nur der Familienrat - vielleicht ist ein Minijob neben dem Studium drin.

Natürlich kostet ein Kind in Ausbildung eine Menge und ich gehe auch davon aus das Fernstudium. Da müßt ihr besprechen und aushandeln, wie ihr das als Familie organisiert.

10 Jahre sind ja svchon eine lange Zeit und bisher hat es auch immer funktioniert.

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Re: Haushaltsgeld

Antwort von Maik1973 am 22.06.2022, 11:47 Uhr

Vielen Dank für die vielen Antworten.
Meine persönliche Meinung ist die, dass eine Findungsphase absolut ok ist, aber irgendwann muss es dann halt auch losgehen. Und solch ein Fernstudium ist für Menschen, die einen Vollzeitjob haben und sich nebenbei weiterbilden möchten. Steht auch auf deren Homepage, dass dieses Fernstudium von einer wöchentlichen Regelarbeitszeit von lediglich ca 8 h ausgeht.
Insofern finde ich, dass sie da auch in der Pflicht ist, sie ist ja schließlich schon erwachsen. Meine Frau findet zwar auch dass sie zumindest einen Nebenjob braucht , aber dass das dann reicht. Ich hingegen bin der Meinung dass sie sich schon auch zumindest am Essen und Trinken beteiligen muss (also ihren Teil nur) Bin ich da zu hart? Vielleicht wäre ich auch anders wenn sie dieses Fernstudium unmittelbar nach der Schule angefangen hätte, aber mit 22 lediglich Hauptschulabschluss, da kann sich jeder selbst ausrechnen wie lange es schon so geht

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Re: Haushaltsgeld

Antwort von desireekk am 22.06.2022, 13:31 Uhr

Schwierig....
als erstes brauchst Du einen gemeinsamen Nenner mit deiner Frau.

Mein Ansatz: es ist NICHT gut für das "Kind" wenn sie nicht gefordert wird. Es ist nun mal so dass man sein Leben nur durch einen Minijob bestreiten kann. Nicht, wenn man nicht "Harzer" als Berufsbezeichnung führen will.
Deine Frau ist in meinem Augen dafür "verantwortlich" dass sie ihre Tochter anleitet wie "das Leben" funktioniert. Auch wenn das schon reichlich spät ist und eigentlich vor 10 Jahren hätte passieren müssen, aber lieber spät als nie.

"Fordern" bedeutet halt oft "fördern".

Deine Frau hat eine Verantwortung der Tochter gegenüber, die sie in meinen Augen derzeit nicht erfüllt.

LG

D

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Re: Haushaltsgeld

Antwort von WonderWoman am 22.06.2022, 15:22 Uhr

da stimmt doch was nicht. auch für ein fernstudium braucht man abitur oder eine abgeschlossene ausbildung. mit einem reinen hauptschulabschluss und sonst nichts ist kein studium möglich.

ganz generell: mit ihrem geld darf deine frau machen was sie will. egal ob du das gut findest oder nicht. die frage ist also ob direkt oder indirekt auch dein geld in die finanzierung der tochter fließt oder ob deine frau das alleine stemmt. dann ist sie halt pleite, das ist doch ihr problem. ein kostspieliges hobby würdest du ihr doch auch nicht verbieten. oder?

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Lebensangst…

Antwort von Hexhex am 24.06.2022, 8:32 Uhr

Ich denke auch, Deine Stieftochter sollte eigentlich in Vollzeit, aber mindestens in einer dreiviertel Stelle arbeiten, wenn sie ein Fernstudium macht. Ich würde hierzu mal einen Familienrat machen: die Mutter, Du und Deine Stieftochter am Esstisch. Und dann freundlich, aber sehr klar sagen, dass sie in den nächsten acht Wochen einen Job finden muss. Oder sich alternativ einen guten Ausbildungsplatz sucht. Azubis werden händeringend gesucht, in fast allen Branchen.

Weißt Du, man darf als Eltern (auch als Stiefvater) manchmal für die jungen Leute einfach total unbequem und lästig werden und ihnen so richtig auf die Eier gehen. Sie verstehen sonst nicht, dass die Gammelei ein Ende hat und nicht mehr funktioniert.

Dafür ist es wichtig, dass Deine Frau mit Dir auf einer Linie ist, dass Ihr Euch also einig seid, dass ihre Tochter jetzt im Leben Fuß fassen muss, und das ein Larifari-Studium ohne Job nicht geht. Wenn sie ihre Tochter aber weiter rumsitzen lassen will, wirst Du wenig machen können.

Wichtig wäre also: Ihr seid Euch einig. Ihr beruft einen „runden Tisch“ mit der Stieftochter ein, bei dem Deine Frau den Einstieg macht (nicht Du, sonst bist Du der Böse). Sie muss ihrer Tochter sagen, dass sie sich in den nächsten Wochen (genaue Frist setzen) einen Ausbildungsplatz oder Job gesucht haben muss, weil das Fernstudium sonst nicht weiter finanziert wird.

Eine Frist ist wichtig, sonst bleibt alles beim Alten und wird nur immer wieder aufgeschoben. Die Stieftochter wird meckern, moppern, schmollen, schimpfen. Aber das macht nichts, das ist ihr gutes Recht, wenn die Gemütlichkeit ein Ende hat. Entscheidend ist das Ergebnis. Dass sie nämlich in die Pötte kommt.

Ursache für Gammelei ist übrigens meistens nicht Faulheit, sondern Lebensangst. Die Welt ist heute hochkomplex geworden, viele junge Leute trauen sich nicht, ins Leben hinaus zu gehen. Ein Fernstudium ist hier eine ganz typische und häufige Vermeidungs-Strategie. Man muss nicht raus ins Leben, sondern kann sich zu Hause verstecken. Deshalb brauchen solche jungen Menschen nicht nur Strenge (die auch). Sondern sie brauchen auch Verstehen.

Sagt Eurer Tochter/Stieftochter, dass Ihr glaubt, dass sie ein bisschen Angst hat, aktiv ins Leben zu gehen. Dass Ihr das verstehen könnt, weil es normal ist, in diesem Alter noch Bammel zu haben vor allem, was neu ist. Und dass Ihr ihr helfen werdet, damit sie das nicht allein wuppen muss. Dass dies aber nichts daran ändert, dass jetzt etwas passieren muss und auch wird. Sie darf kein Schlupfloch mehr sehen, damit ihr klar wird, dass sie das große Wagnis jetzt in Angriff nehmen muss.

LG

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