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Geschrieben von Mom23 am 25.03.2020, 10:05 Uhr

Ex macht mir wie immer schlechtes Gewissen

Mein Mann und ich haben uns getrennt. Wir praktizieren das Nestprinzip, was ich keinem empfehle. Ich fühle mich überhaupt nicht mehr wohl in unserer gemeinsamen Wohnung, seitdem wir uns getrennt haben und uns nur noch getrennt in ihr mit den Kindern aufhalten. Jetzt bin ich auf der Suche nach einer Wohnung. Ganz schön schwierig in unserer Stadt und das jetzt noch in Corona-Zeiten. Es muss ja auch, da ich drei Kinder habe, allermindestens eine 3-Zimmer-Wohnung sein, besser wären 4 Zimmer. Auf jeden Fall bin ich jetzt eigentlich immer, wenn ich mit den Kindern dran bin, mit den beiden jüngeren bei meinem Freund in der Wohnung. Er hat auch zwei Kinder im selben Alter. Wir beschränken den Kontakt auch wirklich nur auf uns und unsere Kinder, die sich sehr gut verstehen. Mein größerer Sohn ist 16 hat eine Freundin. Er schläft nie bei meinem Freund, kommt aber mal zum Essen vorbei. Er ist also in unserer "alten" Wohnung oder bei seiner Freundin. Jetzt macht mir mein Mann die Hölle heiß, dass ich unseren Großen alleine zu Hause lasse, während ich mit den Kleineren bei meinem Freund bin. Aber was soll ich denn machen? Ich kann doch einen 16-Jährigen nicht mehr zwingen, mitzukommen, zumal er ja auch eine feste Freundin hat, die er gerne sehen möchte. Mein Ex kann mir ja auch nicht vorschreiben, wo ich schlafe, wenn ich die Kinder habe. Oder was meint ihr dazu?

 
13 Antworten:

Re: Ex macht mir wie immer schlechtes Gewissen

Antwort von pauline-maus am 25.03.2020, 13:01 Uhr

in der jetzigen zzeit, wäre ich auch nicht fürs viele rumreisen.
da kann man sich max 3 wochen anpassen und immer mit den gleichen in einem wohnraum bleiben.
was heisst du bleibst bei deinem freund und dein ex , dort wo er eben ist.
sohnemann darf sich aussuchen ,wo er bleibt...das bersteht auch die junge liebe.
danch darf sohn dann auch gern mal allein sein oder bei der frundin nächtigen, da sehe ich kein problem.
hat dein exmann eins damit , dann soll er das mit eurem sohn bitte selber regeln.

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Re: Ex macht mir wie immer schlechtes Gewissen

Antwort von Strudelteigteilchen am 25.03.2020, 13:26 Uhr

Das heißt, Du bist Deine ganze Nest-Woche mit den Kleinen bei Deinem Freund, und der Große ist alleine in der Wohnung? Das finde ich, ehrlich gesagt, auch nicht sehr glücklich.

Idee: Dein Ex bleibt mit dem Großen dauerhaft in der Ehewohnung und Du ziehst vorübergehend bei Deinem Freund ein, bis Du was Geeignetes gefunden hast. Für die Kleinen switcht Ihr um auf's Wechselmodell - eine Woche bei Dir und Deinem Freund, eine Woche in der Ehewohnung beim Ex und dem großen Bruder. Dann mußt Du nicht die die Ex-Ehewohnung, in der Du Dich nicht wohl fühlst, aber der Große ist nicht ständig alleine dort.

Ich weiß, ideal ist das auch nicht, zumal der Große dann wahrscheinlich dauerhaft beim KV bleiben wird - aber der paßt doch scheinbar eh nicht in Eure Patchworkidylle, dann ist das vielleicht für alle Beteiligten besser so.

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Teils, teils...

Antwort von Lillimax am 26.03.2020, 9:10 Uhr

Ich finde, das mit der Wohnung ist Jammern auf hohem Niveau. In diesen Zeiten (Wohnungsmangel, Corona usw.) ist es gut und sehr wertvoll, eine Wohnung zu haben.
Klar kannst Du langfristig etwas suchen, aber ich glaube, das ist jetzt nicht das akuteste Problem.

Was Deinen 16jährigen angeht: Ich finde auch, er sollte nachts nicht allein in der alten Wohnung sein. Das kann man ausnahmsweise mal für eine Nacht machen, aber nicht als Regel. Ich hätte meine Kinder in diesem Alter noch nicht über Nacht allein gelassen. Ich finde, das passt nicht zu einer Familie, und auch noch nicht zu diesem Alter.

LG

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Nicht so gut...

Antwort von Bela66 am 26.03.2020, 9:19 Uhr

Hallo,

es ist definitiv nicht in Ordnung, dass Du denen 16jährigen allein lässt, damit Du bei Deinem Freund sein kannst. Das ist zu früh, er ist noch nicht erwachsen. Und er braucht Familie, Nähe, Gesellschaft, seine Mutter. Ich finde es traurig, dass er so allein ist, und auch wenn er cool tut, ist das fürs Alleinleben zu früh.

Ich weiß, Du hörst es nicht gern, aber es ist ein klein wenig egoistisch, dass Du Deinen ältesten Sohn so zurücklässt und nicht mehr in Dein Familienleben mit einschließt. Dein Freund könnte öfters bei Euch in der Nestwohnung schlafen, damit auch Dein Sohn nicht so ausgeschlossen ist.

LG

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Re: Ex macht mir wie immer schlechtes Gewissen

Antwort von pauline-maus am 26.03.2020, 12:51 Uhr

warum bleibt dann nicht einer von euch ( du und ex) für 3 wochen dauerhaft in der wohnung mit den kids zusammen?
dein freund sucht deswegen sicher nicht das weite und wenn , dann ist es wohl besser so.
wie gesagt, mal allein kann ein 16 jähriger bleiben aber nicht dauerhaft

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Äh, Momentchen mal...

Antwort von Limayaya am 26.03.2020, 16:44 Uhr

also: Nestprinzip heißt doch, dass die Eltern ABWECHSEND in einem vorher abgesprochenen Rhythmus bei den Kindern bleiben.
Zwei Gründe:
1. die Kinder behalten zu beiden Eltern gleich großen Bezug, weil sie eben jeweils gleich lang mit einem von beiden ZUSAMMEN WOHNEN
2. und das, ohne für den Kinder den Stress auszulösen (wie beim Wechselmodell) ständig die Wohnung wechseln zu müssen, weil DIE KINDER eben im Nest bleiben.

Und welchen Punkt hast du jetzt daran nicht verstanden?

Wenn ich der Vater wäre, würde ich umgehend wieder in die Wohnung zurückziehen. Da du ja "deine Zeit" eh nicht dort wohnst, kann zumindest er den Kindern die Verlässlichkeit geben, die du offensichtlich nicht bereit bist zu geben.
Du könntest dann einfach mit deinem neuen Partner zusammenziehen und die jüngeren Kinder steigen (sofern sie wollen und der Vater einverstanden ist) auf Wechselmodell um.

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Re: die Antworten sind zum piepen...

Antwort von spiky73 am 26.03.2020, 18:13 Uhr

Unabhängig von Nestprinzip, Wohnungssuche, Ex, Next und was weiß ich - es geht hier unter anderem eben auch um einen 16jährigen.
Einen 16jährigen, der aktuell schwer verliebt und vermutlich auch schon sexuell aktiv ist - und der ganz bestimmt nicht ständig die Mama am Allerwertesten kleben haben will.

Mit 16 hatte ich auch einen festen Freund, war froh, wenn wir Zeit für uns hatten, in Ruhe aneinander herum schrauben konnten - und unsere Alten am besten nur von hinten sahen.
Auch meine Große war - bei allen Problemen, die sie hatte - ab einem bestimmten Alter froh, wenn sie an den Abenden, an denen ich arbeitete, alleine war und schalten und walten konnte, wie sie wollte. Auch wenn es hier kein Nestprinzip gab, ist sie unter der Woche an solchen Tagen spätestens mit 16 auch nicht mehr zu meinen Eltern. Sondern blieb zuhause und hat Aufgaben gemacht, ist morgens selbstständig zur Schule.

Ich finde, wir leben in Zeiten, wo die Kinder bewusst unmündig und unselbständig gehalten werden, weil sie sind ja noch so klein und brauchen die Mami, und wenn sie 30 sind, wundert man sich, dass sie immer noch im Hotel Mama wohnen und nicht mal in der Lage sind, sich selbst abzuputzen.
Stichwort: Helikoptereltern.

Es ist doch gar nicht so verkehrt, wenn Sohnemann auch mal ein bisschen Selbständigkeit üben kann, vor allem, wenn er selbst signalisiert, dass er den Abstand braucht und sich abnabeln will.
Der Mutter da vorzuwerfen, dass SIE ihn aus ihrem Leben ausschließt, weil er angeblich nicht mehr in ihr Patchworkbild passt, finde ich ganz ehrlich gesagt nicht in Ordnung.

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Naja, nicht ganz....

Antwort von Limayaya am 26.03.2020, 20:24 Uhr

...ja OK, manche Antworten lassen sich so deuten, als würde sie den 16-jährigen im Stich lassen, oder so.

Aber daraus zu schließen, sie solle den ganzen Tag um ihn herum glucken kann ich jetzt auch nicht erkennen.

Wie machen das eigentlich 16-jährige aus "intakten Familien"? Ich behaupte mal, dass die doch auch sich ihre Freiräume schaufeln, ohne dass die Eltern gleich Wochenweise auswärts schlafen müssen, oder?

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Re: Naja, nicht ganz....

Antwort von spiky73 am 26.03.2020, 21:18 Uhr

Die sind ständig auf Achse und hängen lieber mit Gleichaltrigen ab, übernachten auch mal hier, mal da.

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Re: die Antworten sind zum piepen...

Antwort von pauline-maus am 26.03.2020, 21:54 Uhr

Vollkommen richtig, Teenager brauchen auch Freiraum und auch mal Alleinsein.
Nichtsdestotrotz brauchen sie eine base und Vertrauenspersonen genau dort.
Und das ist eben nicht gegeben , da die mutter immer beim Freund schläft, in den Zeiten wo sie die kids hat.
Mal 1,2 Nächte ist das legitim aber dann sollte sie doch wieder ins "Nest " zurückkehren

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Re: die Antworten sind zum piepen...

Antwort von Strudelteigteilchen am 26.03.2020, 22:04 Uhr

Aber zum Rumstrawanzen brauchen auch Jugendliche eine Home Base. Das ist zumindest meine Erfahrung.

Ich sprach kürzlich mit KindGroß über diese Zeit - sie war wirklich viel unterwegs und hat häufig auswärts geschlafen. Aber daß es ein "Zuhause" gab, in Form eines Ortes und in Form von Menschen, zu dem sie jederzeit heimkommen konnte - das war ihr wichtig. Sagt sie rückblickend.

KindKlein ist übrigens das genaue Gegenteil, der strawanzt so gut wie gar nicht. Außer für die Pfadfinderlager schläft er immer noch sehr ungerne aushäusig. Lieber macht er sich auf den Heimweg - auch noch morgens um 5. Sowas gibt es auch. Ich schätze ihn so ein, das er sich notfalls eine Ersatzfamilie gesucht hätte, wenn seine Heimat-Home-Base ausgefallen wäre.

So einen Freund hatte meine Schwester mal. Ich glaube, der suchte in erster Linie eine Ersatzfamilie - seine Mutter war ein Totalausfall, die war die meiste Zeit in der Psychiartie. Der hätte ganz prima mit meiner Schwester die leere elterliche Wohnung nutzen können - stattdessen war er ständig bei uns.

Wie auch immer - es gibt so'ne und solche - aber einen Ankerpunkt brauchen sie alle, glaube ich.

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Ich war zwischen 16-18 viele WE allein

Antwort von emilie.d. am 27.03.2020, 5:58 Uhr

Den damaligen Freund meiner Mutter und mich verband eine ausgeprägte gegenseitige Abneigung und sie hat sich deshalb aufgeteilt. Freitag nach der Arbeit zu ihm, Montagabend nach der Arbeit zurück zu mir.

Das war nicht schön. Ich hatte auch regelmäßigen Besuch über Nacht und tags, meine Clique hat das genutzt zum Treffen, meine Geschwister waren auch mal da und ich hatte Umgang mit meinem Vater. Und meine Mutter war ja unter der Woche da für mich. Aber sie hat mir trotzdem am WE gefehlt. Und in der Pubertät ist man nicht in der Lage, seine Gefühle da richtig einzuordnen geschweige denn zu verbalisieren. 'Mama, wenn ich Montag in die Schule muss, ist es immer so still und einsam hier. Mir wäre lieber, Du wärst da.' Das kann man ja schlecht sagen, wenn man sich sonst verbeten hat, morgens angesprochen zu werden.

Insofern, wenn es einen Vater gibt, der die Leere füllen kann, fände ich das fürs Kind auch am besten. Egal, was der Teenie sagt. Grad Jugendlieben sind ja oft nicht auf Dauer. Ich hab mich mal allein im Liebeskummer im Keller komplett abgefüllt und hatte nette Freunde, die mich schlussendlich gefunden und sich nachts um mich gekümmert haben. Sowas kann auch anders ausgehen.

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Re: Ich war zwischen 16-18 viele WE allein

Antwort von Hexhex am 27.03.2020, 14:58 Uhr

Ich find‘s auch traurig, wenn ein 16jähriger eigentlich schon keine Familie und kein richtiges Zuhause mit anderen Menschen mehr hat. Das hat nichts mit Selbständigkeit zu tun.

Liebe AP: Pass auf, dass Du Deinen Großen nicht vernachlässigst, nur weil Du bei Deiner neuen Liebe sein willst. Dein Sohn ist noch nicht erwachsen und noch nicht ausgezogen. Er braucht auch noch Nestwärme.

Du zum Beispiel möchtest ja selbst offenbar auch nicht ganz allein sein. Du solltest Deine eigenen Bedürfnisse aber nicht über die Deines Kindes stellen. Finde eine Lösung.

LG

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