Dr. med. Wolfgang Paulus

Leinsamen und Blausäure

Antwort von Dr. med. Wolfgang Paulus

Cyanogene Glycoside in Leinsamen können Blausäure freisetzen (ca. 50 mg Blausäure auf 100 g Leinsamen). Der geringe Wassergehalt der Samen, der saure pH-Wert im Magen und der Abbau durch Rhodanasen verhindert jedoch Vergiftungen bei Aufnahme normaler Mengen. Jede vorherige Erhitzung durch Backen, Kochen oder Braten zerstört die Glykoside darüber hinaus.

Die primäre Giftwirkung von Blausäure besteht in der Blockade der Sauerstoff-Bindungsstelle in der Atmungskette der Körperzellen. Bei dem von Ihnen beschriebenen Konsum von Leinsamen sind sicherlich keine Dosen von Blausäure freigesetzt worden, die zu einem Sauerstoffmangel im mütterlichen bzw. kindlichen Organismus führen.

von Dr. med. Wolfgang Paulus am 16.12.2014

 
Unten die bisherigen Antworten. Sie befinden sich in dem Beitrag mit dem grünen Pfeil.
Stift selbst eine Frage stellen
geöffnet:   Freitag
Mobile Ansicht

Impressum Team Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2021 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.