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Geschrieben von AbisZ am 23.04.2014, 23:17 Uhr

Tochter, älteste oder jüngste in ihrer Gruppe

Hallo,
Wir wohnen in Berlin. Unsere im Februar vier gewordene Tochter besucht seitdem sie ein Jahr alt ist einen Kinderladen. In diesem Sommer wird sie jedoch den Kindergarten auf Grund eines Umzuges wechseln. Der neue Kindergarten
arbeitet mit altershomogenen Gruppen nach Jahrgängen.
Da unsere Tochter im Februar 2010 geboren ist besteht nun die Überlegung, ob sie die 2010er oder 2009er Gruppe besuchen soll.

Entscheidungskriterien:
- In der 2010er Gruppe wäre sie das älteste Kind (der Großteil ist ca 6 Monate jünger), in der 2009er Gruppe das jüngste (3 Kinder sind ca 2 Monate älter als sie).
- die Erzieherin der 2010er Gruppe haben wir bereits kennengelernt. Sie ähnelt sehr ihren derzeitigen Erziehern (Jung und unkonventioneller), die sie sehr mag. Die Erzieherin der 2009er haben wir bisher nur gesehen, sie ist älter und wirkt "kindergartentantiger"
- die 2009er Gruppe wechselt im nächsten Jahr in die Schule, unsere Tochter ist zwar "kann Kind", aber ich würde sie ungern bereits mit 5 einschulen.
- unsere Tochter interessiert sich sehr für Buchstaben. Kann bereits diverse Wörter schreiben und buchstabieren.
- laut derzeitiger Kita malt sie überragend gut, hat eine außerordentliche Körperbeherrschung, eine sehr gute Ausdrucksweise mit einem sehr großen Wortschatz, hat den Hang die Erzieher nachzuahmen und andere Kinder zu "maßregeln", aber auch im Streitfall zu schlichten, was sie sehr gut kann. Sie kann sich gut behaupten.
- ihre Freunde sind alle älter (zwischen 3 Wochen und 1 1/2 Jahren)
- ältere Kinder nimmt sie als Vorbilder, jüngere ummuttert sie
- sie hat eine 2 Monate alte Schwester, die sie sehr ummuttert.
- Ich möchte sie ungern ausschließlich in der Rolle der "vernünftigen Großen" sehen, die den Kleineren hilft und als Vorbild dient.
- sie weiß sehr genau was sie will, diskutiert gerne und viel und braucht ab und an mal jemanden, mit dem sie sich reiben kann.

Uns fällt es wirklich schwer eine Entscheidung zu treffen! Was würdet ihr machen? Wie sind eure Erfahrungen?

 
6 Antworten:

Re: Tochter, älteste oder jüngste in ihrer Gruppe

Antwort von itsme am 24.04.2014, 9:08 Uhr

Hallo AbisZ,

die Schilderung Deiner Tochter erinnert mich sehr stark an mein eigenes Kind.

In unserem Kindergarten ist das Konzept altersgemischt. Inzwischen ist sie (mit 6 Jahren) Vorschulkind und ich merke deutlich, dass ihr "die Großen" fehlen. Sie spielt zwar auch gerne mit Jüngeren, die sie wie Deine oft bemuttert (und leider auch nachahmt), aber ihr fehlt einfach der Input, das "Abschauen können" von den Älteren.

Ist es denn "verpflichtend", das Kind mit der Gruppe einzuschulen oder könnte sie, falls sie doch noch nicht so weit sein sollte, notfalls in die "jüngere Gruppe" wechseln?

Bei uns war die Kann-Kind-Einschulung auch ein Thema. Wir hätten das ebenfalls ein Jahr früher entscheiden und sie zum Vorschulprogramm anmelden müssen. Wir haben uns dagegen entschieden, weil sie uns einfach nicht ausreichend "durchsetzungsstark" erschien und auch der Kindergarten total abgewiegelt hat, als wir das Thema angesprochen haben. Inzwischen frage ich mich allerdings, ob es nicht besser gewesen wäre sie einzuschulen, da sie sich "intellektuell" natürlich weiter entwickelt hat und ihr in der Hinsicht im Kindergarten passende "Partner" fehlen. In ihrem Jahrgang sind zwar auch Kinder, die schon ein bisschen schreiben und lesen können, aber sie ist halt schon der "Überflieger" und versteckt inzwischen noch mehr als vorher, was sie kann, um nicht aufzufallen.

Über die Erzieherinnen habe ich mich damals ziemlich geärgert, da sie das Kind meiner Meinung nach falsch eingeschätzt haben. Erst hieß es "dieses Kind mit 5 einschulen?! Nein! Geht gar nicht!" und wenige Monate später (das Vorschulprogramm lief natürlich schon) hören wir "ich war ja ganz erstaunt, dass X schon so gut lesen kann, besser als die meisten Vorschüler."

In der Gruppe meiner Tochter war durch Elternzeit und Krankheitsausfall ein reger Erzieherinnen-Wechsel und meine Tochter kam (was mich erstaunt hat) mit allen Erzieherinnen klar, auch wenn sie vom Typ her doch sehr verschieden waren. Wir hatten teilweise 4 sehr unterschiedliche Erzieherinnen im Teilzeitmodell in der Gruppe. Chaos pur für manche Kinder, unsere kam klar..

An Deiner Stelle würde ich mal genau auf die "emotionalen Kompetenzen" des Kindes schauen. Ist sie eher "verspielt" und kindlich (auch wenn sie "schlau" und geschickt ist) oder traust Du ihr zu, mit den 2009er Kindern mitzuhalten?

Lass sie mal die "tantige Erzieherin" anschauen. Wenn nicht eine spontane Abneigung da ist, denke ich, sie wird mit dem "Typwechsel" bestimmt zurecht kommen. Es ist auch nicht das Schlechteste, wenn sie im Kindergarten lernt, dass es unterschiedliche Typen gibt, bevor sie womöglich von "junger, unkonventioneller Erzieherin" auf "tantige Lehrerin" wechseln muss.

Frag auch gezielt nach, wie denn die 2009er Gruppe zusammengesetzt ist. Sind da eher "geistige Überflieger" oder stark extrovertierte Kinder, die Dein Kind "abhängen" könnten oder ist es ein eher durchschnittlicher Jahrgang bei dem Dein Kind gut mithalten kann?

Ich würde nach den Erfahrungen des letzten Jahres zu den "Großen" tendieren, da ich 6 Monate Altersunterschied nach unten extrem finde. Zwei Monate nach oben geht für mich noch als "gleichaltrig" durch. Ich habe bei meinem Kind (obwohl ja noch Gleichaltrige im KiGa sind) das Gefühl, seit der letzte Jahrgang eingeschult wurde, (man verzeihe mir den Ausdruck) "verdummt" mein Kind etwas durch die Anpassung an die Jüngeren. Und sie wirkt auch launisch und unzufrieden, da ihr irgendetwas fehlt, das sie nicht benennen kann.

Ich wünsche Euch ein glückliches Händchen bei der Entscheidung.

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Das Kind selber entscheiden lassen...

Antwort von Flitzepiepe2010 am 24.04.2014, 10:34 Uhr

...und mir einen eventuellen Wechsel in die andere Gruppe für später offen halten.

Im Februar 2010 geboren, würde sie 2016 in NRW in die Schule gehen und kein KANN-Kind sein. Einschulungsstichtag ist der 30.09. eines Jahres.

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Re: Das Kind selber entscheiden lassen...

Antwort von AbisZ am 24.04.2014, 16:42 Uhr

Vielen Dank für eure Antworten.
In Berlin ist der Stichtag leider der 31.12., kann Kinder sind alle, die bis zum 31.3. sechs Jahre alt werden. Somit werden hier echt viele Kinder mit 5 Jahren eingeschult (was ich selber nicht unbedingt gutheiße).

Die Kleene ist vom Charakter her ziemlich schlagfertig, weiß sich zu wehren, auch gegen ältere. Mag aber manchmal eben auch kuscheln und wieder Mamas Kleine sein.

Wahrscheinlich werden wir mal nach je einem Probetag in jeder Gruppe fragen und dann gemeinsam entscheiden.

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Re: Tochter, älteste oder jüngste in ihrer Gruppe

Antwort von Christina mit Flo am 24.04.2014, 20:56 Uhr

Ich würde sie in de 2010er Gruppe gehen lassen. MIt diesen Kindern wird sie ja dann eingeschult werden.
Wie sie sich den teilweise jüngeren Kindern gegenüber verhält hängt ja auch von diesen Kindern ab, du kennst sie ja nicht. So kann man auch unter vermeintlich ältern Kindern der vernünftigste sein oder unter jüngeren die Kleine.
Außerdem verhalten sich Kinder in Gruppen ohne die Eltern häufiger anders als im häuslichen Umfeld. In der Schule ist sie ja dann wieder eine der ältesten wenn sie normal eingeschult wird, damit wird sie sich also anfinden müssen.
Mein Junior war der Älteste in seiner Kindergartengruppe und war lange der Älteste in seiner Klasse (bis ein Mädchen aus der zweiten Klasse zurückgestellt wurde). Wenn man den Kindern ihr Alter nicht ständig unter die Nase reibt stören sie sich nicht ein paar Wochen, ausrechnen können sie das eh noch nicht. So wird es beim Spielen keinen UNterschied machen zwischen "Ich bin vier (seit einer Woche) " UNd ich bin vier (seit 9 Monaten)

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Es gibt haufenweise Unterschiede zwischen 4-Jährigen...

Antwort von Flitzepiepe2010 am 25.04.2014, 21:23 Uhr

...und der Unterschied zwischen denen, die sich für Buchstaben und Zahlen interessieren und denen, die zufrieden im Sandkasten spielen, ist riesig!!!

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Re: Das Kind selber entscheiden lassen...

Antwort von Geisterfinger am 30.04.2014, 13:49 Uhr

Ich würde das kind in die Gruppe einschulen, in der auch Kinder sind, mit denen es zusammen eingeschult wird.

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