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Geschrieben von Kando79 am 23.06.2018, 7:33 Uhr

Mut / Selbstvertrauen beim Kind stärken

Hallo!
Es geht um meine Tochter die bald 4 Jahre alt wird. Ich versuche es mal kurz zu fassen. Sie ist im kopf total fit. Hat einen riesigen Wortschatz, rechnet schon ein bisschen, hat ein tolles Namensgedächnis, merkt sich alles sofort, sodass sie ein schon ein recht großes Wissen in vielen Bereichen hat, aber alle Dinge aus dem motorischen Bereich fallen ihr schwer. Das liegt aber nicht daran das sie es nicht könnte sondern daran das sie Angst hat.
Ich merke das daran das sie z. B. Immer von der sofalehne aufs Sofa gesprungen ist, sich aber nicht traute eine Bordsteinkante runter zu springen. Das macht sie jetzt natürlich schon, aber solche Beispiele gibt es sehr oft. Sie wollte unbedingt Fahrrad fahren lernen und es klappte nicht sofort. Sie war total enttäuscht, mittlerweile kann sie es zwar, ist aber total unsicher. Sie hat vor all diesen Dingen Angst obwohl ich mir sicher bin das sie vieles mit etwas üben schnell lernen würde, aber die Angst steht ihr im Weg, sodass sie manchmal gar nicht üben möchte. Auf der anderen Seite ist sie dann frustriert wenn andere Kinder manches schon können was sie sich nicht zutraut.
Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte nicht das sie alles besser kann, nur das sie etwas mehr Mut entwickelt und sich mehr zutraut. Sie geht schon lange zum turnen, wir sind viel draußen und auf Spielplätzen, da hat sie immer die Möglichkeit klettern usw zu üben. Das macht ihr auch Spaß wenn sie etwas dann gut kann. Habe auch schon wenn sie etwas erreicht hat gesagt: du hast so lange geübt und jetzt hat es geklappt. Damit sie merkt manchmal muss man etwas dafür tun um etwas Neues zu lernen. Habt ihr eine Idee wie ich ihr helfen kann die Angst zu überwinden und sich mehr zuzutrauen?

 
16 Antworten:

Re: Mut / Selbstvertrauen beim Kind stärken

Antwort von DK-Ursel am 23.06.2018, 10:29 Uhr

Hej !

Erinnert mich ein bißchen an meine Große. Furchtsam, aber auch eine Perfektionistin.
Und das einzige,was DU wirklich tun kannst, ist:
Bestätigen.,wenn etwas klappt, lieben, wenn etwas nicht klappt, Erwartungen runterschrauben.
Gerade die unausgesprochenen Erwartungen, die Kinder fühlen, machen Druck.

Und gaaanz viel zeigen, vormachen, mitmachen.
Hatte meine Tochter Angst, sich beim Eismann 2 Kugeln zu bestellen, bin ich mit und habe es gemacht. (Jahrelang übrigens!)
Wollte sie in der Musikschule ihren Namen beim Rundspiel nicht sagen, habe ich ihn gesagt ("Du heißt XY, nicht wahr?" (auch jahrelang )).
Hat sie die Kurve mit dem Puppenwagen nicht gekriegt und sich nicht getraut, ihn weiter zu schieben, habe ich ihn aufgestellt und ein Stückchen geschoben, bis sie wieder übernahm.
Was hindert Dich, mit ihr an der Hand die Bordsteinkante runterzuhopsen?
Warum kannst Du nicht mit ihr zusammen rutschen, ihr beim Klettern helfen?
Klar, manches können wir nicht mitmachen - aber dann macht sie es halt auch nicht.
es ist viel besser, sie auch mal warten zu lassen, bis sie ihren kleinen Mut zusammennimmt und es wagt - und sie nicht mit "das geht, wenn wir üben, das ist gar nicht schwer, das ist nicht gefährlich, das kannst du bestimmt" irgendwie doch zu bedrängen und Erwartungsdruck aufzubauen.
Dazu neigen wir Mütter in bester Absicht, aber: - es ist nicht wirklich mutmachend.

Viel mehr als nette Sprüche brauchen wir alle in ängstlichen Situationen, jemand, der dann sagt.
Komm laß, ist nicht schlimm, das kommt noch - und bis du das selber kannst, mache ich es mit dir --- oder für dich.

Laß Deinem Kind Zeit.
Es gibt Draufgänger und es gibt die, die abwarten.
Beide stehen sich oft im Weg, beide verpassen und vermasseln sich Chancen, beide leben aber so, wie es in ihnen steckt -und das ist wichtig.
Denn auf ihre Art, mit ihrem Tempo, kommen beide irgendwie auch dahin, wo sie hin wollen oder müssen.

Sich angenommen fühlen, so wie sie gerade ist, nicht wie sie mal sein soll, ist das Wichtigste für Deine Tochter.
Und dann wird ihr Selbstvertrauen auch wachsen,wenn Du dem Zeit läßt.

Mene änsgtliche Große ist heute eine sehr selbstbewußte, erfolgreiche junge Frau, vor der ich manchmal staunend den Hut ziehe - sie macht Sachen, die ich mich nicht trauen würde.
Soviel nur dazu.
Sie hat es sicher n ihremTempo gelernt, verinnerlicht --- und nicht zu früh zu schnell aufgezwungen bekommen.

Alles GUte - Ursel, DK

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Lass sie in Ruhe!

Antwort von Sille74 am 23.06.2018, 10:38 Uhr

Ich kenne das von meiner Tochter. Je mehr man versucht hat, sie zu ermuntern, desto weniger hat es geklappt. Sie hat sich wohl bereits durch diese Ermunterungsversuche unter Druck gefühlt. Etwas anderes ist es, wenn sie etwas zwar schon kann, aber einfach noch üben muss und zu beqhem ist (war z.B. beim Schwimmen so). Da muss man bei ihr manchmal auch hinstehen. Das muss man unterscheiden lernen.

Ich habe ja inzwischen auch die Erfahrung gemacht, dass es manchmal besser ist, einen Wunsch, etwas zu machen oder zu lernen, erst mal noch abzuschlagen, wenn man als Eltern das Gefühl hat, das wird noch nichts.

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Wenig Vertrauen ins Kind, und viel eigene Angst...

Antwort von Jorinde17 am 23.06.2018, 10:55 Uhr

Du meinst es sicher gut mit Deiner Maus, das tun ja alle Mütter. Aber es gibt ein Sprichwort: „Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“ Und so ist es auch mit Deinem Kind. Du klingst, als seist Du (sicher unabsichtlich und eher unbewusst) sehr vom Leistungsgedanken bestimmt. Deine Tochter kann gar nicht schnell genug selbstbewusst, motorisch fit, leistungsstark, klug sein. Du hast große Eile. Du hast Angst, sie könnte nicht wehrhaft und fit genug sein für die Leistunsggesellschaft. Sie ist aber erst vier! In diesem Alter sind viele Kinder noch nicht sehr mutig und haben noch ein eher schwaches Selbstvertrauen. Das ist kein Fehler und kein Manko, sondern es ist normal. Es war bei meiner Tochter auch so. Heute ist sie ein Teen und absolut selbstbewusst.

Vielleicht musst Du lernen, Dein Kind wirklich anzusehen. Es also immer dort abzuholen, wo es gerade steht. Also nicht zu schauen: Was sollte, müsste und könnte sie schon schaffen? Sondern: Was schafft sie JETZT? Wo sind Ihre Bedürfnisse? Wo sind ihre Grenzen? Wo sehe ich vielleicht nicht mein Kind, sondern irgendein Ideal-Kind, mit dem ich es ständig vergleiche?

All so etwas, verstehst Du, was ich meine? Sieh Dein Kind also offen und wirklich an. Vergleiche es nicht mit einer Art innerer Schablone, die Du Dir gemacht hast. Vergleiche es nicht mit dem ausgedachten Idealkind in Deinem Kopf. Deine Tochter wird sonst das Gefühl haben: So wie ich bin, gefalle ich Mama nicht. Sie will, dass ich anders bin. Bloß - ich kann das nicht. Ich bin einfach so. Und nicht wie dieses andere Kind, das Mama meint.

DAS ist es, was das kindliche Selbstwertgefühl auf Dauer wirklich beschädigt: Eine Mama, der man nie genügt. Die einen ständig auffordert, doch mutiger, stärker, toller, selbstbewusster zu sein (vielleicht, weil sie es selbst nicht war oder ist...?).

Von daher: Vertraue Deiner Tochter! Sie wird sich sehr gut entwickeln. Sie ist jetzt schon weit für ihr Alter. Am allerbesten wird sie sich entwickeln, wenn sie sich von Dir gesehen und angenommen fühlt, so wie sie ist. Erkenne vielleicht auch Deine versteckten eigenen Ängste: Warum soll Deine Tochter so früh schon so mutig und stark sein? Wie steht es um Deine eigenen Lebensängste, Dein Selbstvertrauen? Denn hättest Du ein gutes Welt- und Selbstvertrauen, könntest Du Dein Kind viel gelassener und zuversichtlicher anschauen. Vielleicht gibt es da noch Entwicklungspotential auch für Dich selbst.

Liebe Grüße

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Re: Mut / Selbstvertrauen beim Kind stärken

Antwort von niccolleen am 23.06.2018, 11:10 Uhr

Die Angst ist wichtig, richtig und MUSS von dir respektiert werden!!
Es bedeutet, dass ihr noch die genaue Erfassung der Situation und der Eigenwahrnehmung in der jeweiligen Situation fehlt, und sie sich da erst hinarbeiten muss und will. Kann sein, dass du denkst, dass sie etwas eh kann, oder dass sie es auch eh kann, aber SIE muss sich dessen sicher sein, dass sie es schon probieren will und nicht von dir ueberredet werden muss.
Sie wird auch nicht mehr Selbstvertrauen gewinnen, wenn sie von dir das Gefuehl bekommt, dass sie unzureichend ist, weil sie nicht an sich glaubt. ich denke, sie hat eine sehr gute Eigenwahrnehmung und weiss, was sie sich zutrauen kann und was nicht. Und darin kannst du sie bestaerken. Es wird ja alles nicht imme rso bleiben. Vergiss die Vergleiche mit anderen Kindern.

lg
niki

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Re: Wenig Vertrauen ins Kind, und viel eigene Angst...

Antwort von DK-Ursel am 23.06.2018, 11:12 Uhr

Nochmal ich:

Neben der Möhre, die eben nicht schneller wächst, wenn man an ihr zieht --- oben auch schn erwähnt --- (und das gilt für alles, nicht nur für Mutmachaktionen!!!), der Spruch ist ja mehr für uns Eltern, haben meine Kinder u.a. () oft diesen gehört:
"Alles kommt zu dem, der warten kann."

Und manchmal sind unsere nder eben noch nicht reif für das, was (erwartet wird, was sie von sich erwarten, was wir von ihnen erwrten, was andere schn können etc.
Geduld ist ein wichtiger und guter Wegbegleiter in der Erziehung sowie der Blick dafür, daß unser Kind eben oft nicht so ist, wie wir usn das vorgesteltl haben, auch unbewußt!!! (bevor Proteste kommen), wie andere sind, wie wir sind.

NATÜRLICH gehen wir sehr viel von uns aus, viele der Postings hier zeigen das deutlich:
Wie leiden unter etwas - dann wollen wir es unserem Kind ersparen --- und es ist gar nicht sicher, daß unser Kind die Ausgangsposition ebenso leidvoll empfindet und/oder daß unsere Lösung auch die desKindes ist.
Wir mögen etwas - und gehen erstmal NATÜRLUICh davn aus, daß es anderen, vor allem unserem Kind, ähnlich geht - und das kann ganz anders sein.
Wir können etwas - und gehen NATÜRLICH davon aus, daß es anderen ähnlich leicht - oder schwer - fällt wie uns.
Aber es ist unendlich schwer, anderen ihre Zeit, ihre Gefühle, ihre Persönlichkeit GLEICHBERECHTIGT zuzugestehen, vor allem wenn es das eigene Kind ist, dem wir soviel Gutes wollen --- und das dann doch nichts mit unserer Art (zu helfen) anfangen kann.

Daher mach ihr Mut und stärke sie, indem Du sie deutlich (!!) annimmst, wie sie ist.
Und entgegen jeglicher Beteuerungen, die nach so einer meiner Antwort immer kommen:
Doch, Dein Kind merkt, daß Du (andere) Erwatrungen hast.
(Und wernn Du sie wirklich nicht hättest, könnte es sie ebenso herauslesen aus solchen Mutmachationen wie wir.)
Und auch: allein ein gutgemeintes Posting wie das AP zeigt eben,daß Du das gerade nicht tust, nicht kannst - so gut Du es auch meinst:
Es geht am Kind vorbei und kann sehr kontraproduktiv werden!

Der Satz: "Mein Kind soll nur glücklich werden." ist enier deram schwersten umsetzbaren --- und fängt nicht erst hier bei Deinem Problem an. Aber hier gilt er auch!

Alles Gute nochmal - Ursle, DK

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Re: Mut / Selbstvertrauen beim Kind stärken

Antwort von mama-nika am 23.06.2018, 11:31 Uhr

Hallo

Meist sind es ja solche Sätze wie "pass auf, dass du dir nicht wehtust/komm da runter, das ist zu gefährlich/nicht hochklettern, sonst fällst du" die mal gesagt wurden und das Kind vorsuchtiger werden lassen

Bei vielen Dingen gucken Kinder erstmal eine Weile zu, um sich abzuschauen, wie es andere machen oder sie möchten es g3meinsam mit Mama machen und trauen sich dann auch alleine, wenn man sie ermutigt und verspricht sie aufzufangen, falls sie fallen.

Ermutige sie, sei ihre Stütze und biete Hilfe an, dann klappt das irgendwann immer besser, dass sie auch von allein etwas versuchen möchte. Bei Rückschlägen immer wieder versichern, dass es bei niemandem gleich auf Anhieb klappt.
Wie Ursel schon schrieb, sind es oft ganz llitzekleine Dinge, die beim Kind eine Erwartungshaltung von uns suggerieren.

Ermutige sie auch bei anderen Dingen. Lass sie mit einem Messer Gemüse schneiden z.B., lob sie wie toll sie etwas macht, auch wenn es nicht gleich klappt, zeig ihr wieviel Spaß es macht, wenn sie rutscht und es dann im Bauch kribbelt, heb auch bei anderen Dingen den Spaß hervor, nicht die Gefahr...

Natürlich gibt es eben auch ängstliche Kinder, die eher vorsuchtig an etwas herangehen. Das ist auch ok so. Man kann eben nur versuchen es nicht noch zu unterstreichen.

LG

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Fokusier lieber auf das, was sie kann!

Antwort von DK-Ursel am 23.06.2018, 11:37 Uhr

Hej nochmal ich

Jetzt weiß ich, was ich noch schreiben wollte, danke, Mama-Nike:
Man rauscht sehr schnell in die Negativecke -und vergißt dabei sehr leicht, daß unsere Kinder auch viel können,was andere (noch) nicht können.
Laß Vergleiche und Nicht-Können weg, setz den Schwerpunkt - gerade auch bei DIR - auf das, was sie kan --- und was sie noch nicht kann ,ist eben Zukunft und jetzt überhaupt nicht relevant.

Die einen müssen das eine lernen, die anderen das andere - irgendwie kommen sie schon an. Irgendwann, wenn wir ihnen ihre Zeit geben.

Gruß Ursel, DK

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Re: Mut / Selbstvertrauen beim Kind stärken

Antwort von dhana am 23.06.2018, 21:15 Uhr

Hallo,

kann es sein, das ihr vorallem das übt, das sie nicht so gut kann - das ihr Angst macht?
Genau das ist kontrapoduktiv, wenn es um das Selbstvertrauen geht... man ist nur in dem gut, das man mag - und dann kann man es auch.

Sprich geh weg von dem üben - geh weg von dem, das sie mehr Mut braucht.. sondern konzentrier dich mal auf ihre Stärken - was kann sie gut, wo kannst DU anerkennen das sie toll ist... sobald sie dort deine Wertschätzung bekommt, wird das Selbstbewustein steigen.
Solange du findest, das sie Dinge nicht kann, von denen Du meinst sie müsste es eigentlich können.. wird das sicher nicht besser.

Gruß Dhana

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Re: Mut / Selbstvertrauen beim Kind stärken

Antwort von Kando79 am 23.06.2018, 21:44 Uhr

Ich glaube ihr habt das etwas falsch verstanden. Ich möchte ja nicht das sie total mutig wird. Sie ist so wie sie ist toll. Für mich ist es absolut ok wenn sie noch nicht sicher Fahrrad fährt und sich nicht traut an manchen Spielgeräten hoch zu klettern. Wenn sie über einen Baumstamm balancieren möchte und sich nicht alleine traut, gebe ich ihr gerne meine Hand und helfe ihr. Ich würde nie verlangen das sie es alleine macht. Aber sie ist frustriert wenn ihr Dinge nicht alleine gelingen. Sie ist traurig weil ihre Freundinnen Fahrrad fahren und sie nicht mit kann. Ich habe ihr gesagt das es nicht schlimm ist und sie doch mit dem Laufrad oder Roller mit kann. Sie kann ja auch Fahrrad fahren nur eben nicht so sicher. Sie ist wütend und enttäuscht wenn alle Kinder auf dem Spielplatz den Kletterturm rauf klettern und sie sich selbst im Weg steht. Sie kann das und hat es schon mal gemacht, dann geht es aber einfach aus Angst nicht. Ich habe aber nie gesagt pass auf das du nicht runter fällst. Ich hab sie immer machen lassen und mich für den Fall eines Sturzes dahinter gestellt. Sie hatte noch nie einen größeren Sturz.
Natürlich werden ihre Stärken beachtet. Sie kann ganz viele tolle Sachen. Wie gesagt im Kopf ist sie total Fit. sie Fragt und hinterfragt sehr viel und auf alles gehe ich ein. Helfe ihr bei Themen die sie interessant findet mehr darüber zu erfahren. Lobe sie für Dinge die sie toll macht, egal in welchem Bereich.
Meine Frage war also so gemeint das ich ihr helfen möchte und nicht so das mein Kind alle Schwächen ausgleicht. Würde es sie nicht so frustrieren hätte ich diese Frage nicht gestellt. Ich sehe sie so wie sie ist und so liebe ich sie! Und genau deswegen tut es mir so weh wenn ihr etwas nicht gelingt was sie aber gerne können bzw. sich trauen möchte.

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Re: Mut / Selbstvertrauen beim Kind stärken

Antwort von DK-Ursel am 23.06.2018, 22:03 Uhr

Hej nochmal!
Naja, ich sag ja, mich eirnnert viel vor allem an meine erste Tochter.
Erstgeborene sind oft nachdenklicher, vorsichtiger, denken eher nach und überlegen - verantwortungsbewußt und lassen sich mehr Zeit - die Nachgeborenen suchen sich andere NIschen und wirken daher mutiger, draufgängerischer.
Ich verstehe Dich gut, es ist, wie ich schrieb, sicher auch eine Art Perfektionismus, die sie hindert, es einfach zu probieren:
Sie will es eben gut machen.
Aber - und da habe ich schon viele nachdenken sehen, die danach doch eingestanden:
Naja, irgendwie könnte sie schon merken, spüren oder eben mißverstehen, daß ich sie anders haben möchte, daß ich mehr erwarte, daß sie so nicht richtig ist.

Natürlich lieben wir unsere Kinder, aber wollenwir anderes für sie als ihnen gerade guttut.
Und manchmal haben wir gute Absichten und arbeiten denen eigentlich genau mit unseren Hilfen entgegen.
Laß sie doch einfach auch mal unglücklich sein!
Du kannst ihr eh nicht alle Enttäuschungen aus dem Weg räumen.
Und je mehr es sie wurmt, daß andere etwas schaffen, was sie nicht kann, umso mehr motiviert sie das ja auch - ohne Erwartungsdruck,den sie bei Dir zumindest spüren könnte.
Laß sie, bestärke sie in ihren Stärken, mach das mit ihr zusammen,was sie nicht laleine machen will oder kann - dann kommt das schon!

Genauso wichtig wie Mutzu finden, Ängste zu überwinden ist es auch zu lernen, Niederlagen einzustecken, zu überwinden und darauf mehr zu machen.

Als mene Kleine sich imKIGA von starker sominanter Freundin emnazipietre, öffnete mir ein Satz der Pädagogin die Augen:
es uist für beide gut.
Dine Tochter lernt sich freizuschwimmen, sich duczusetzen.
Und die Freundin lernt, daß andere auch mal NEIN sagen, daß sie Niederlagen hinnehmen und bearbeiten muß.
Spätestens seit da weiß ich, wie wichtig auch die Dinge sind,die unseren Kindern (oder eben anderen ) quiergehen!

Gib deinem Kind auch diese Chance - anders als bei der Emanzipaitionsgeschichte.
Aber lass sie ihren Weg gehen, das ist nicht immer Deiner, aber er tut ihr gut.

Und Selbstbewu´tsein stärken - dazu haben wir Dir allen guten Tips gegeben - damit kann nichit viel schiefgehen!
Wie gesagt, meine Große war ähnlich - und heuite nimmt ihr keiner die Butter vom Brot, die geht ihren Weg! Aberdenhat sie sich gefunden - mit Rückendeckung, nicht mit Ziehen.


Gruß Ursel, DK

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Das ändert eigentlich nichts an meiner Einschätzung: lass sie einfach!

Antwort von Sille74 am 23.06.2018, 22:24 Uhr

Wie gesagt, ich kenne das von meiner Tochter. Wenn Deine Tochter wirklich den Ehrgeiz hat, mit den anderen gleichzuziehen, wird sie irgendwann anfangen, die Dinge zu probieren und zu üben, die sie nicht so gut kann oder aber sie lernt, es zu verarbeiten, dass sie eben manches (noch) nicht kann, was andere können. Meine Tochter ist inzwischen in einem Alter, wo ich ihr sagen kann: "entweder Du fasst Dir ein Herz und probierst und übst oder Du kannst es eben nicht, was auch nicht tragisch ist." Deine Tochter ist m.E. für eine solche Ansage noch zu jung mit ihren noch nicht einmal 4 Jahren. Bei ihr muss diese Erkenntnis noch intuitiv reifen (so drücke ich das mal aus). Und da unterstützt Du sie meiner Meinung nach am besten, indem Du gar nicht viel machst.

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Weniger helikoptern

Antwort von und am 24.06.2018, 10:55 Uhr

"Aber sie ist frustriert wenn ihr Dinge nicht alleine gelingen. Sie ist traurig weil ihre Freundinnen Fahrrad fahren und sie nicht mit kann"

Dann muss sie halt ihre Frustration auch mal aushalten lernen. So lange, bis sie die Dinge ebensogut kann wie die anderen Kinder. Bis dahin schadet es nicht, auch mal zu erleben, dass andere etwas besser können.


"Sie ist wütend und enttäuscht wenn alle Kinder auf dem Spielplatz den Kletterturm rauf klettern und sie sich selbst im Weg steht. Sie kann das und hat es schon mal gemacht, dann geht es aber einfach aus Angst nicht."

Da wird sie drüber wegkommen. Oder ihr "Leidensdruck" wird so groß, dass sie sich überwindet. Von selber. Ohne dass du ihr ständig deine Ermutigungen einquasselst.


" Meine Frage war also so gemeint das ich ihr helfen möchte"

Passt schon. Du musst da nicht viel machen, außer dich auch mal raushalten. Siehe Überschrift.


"Und genau deswegen tut es mir so weh wenn ihr etwas nicht gelingt"

Wenn dir was wehtut, ist das aber dein Problem und nicht ihres.
Meine Erfahrung ist (aus meiner eigenen Kindheit sowie als Mutter), dass grade im motorischen Bereich erstaunlicherweise immer diejenigen Kinder weit weit voraus sind, die nicht ständig überbehütet werden, sondern die allein ihre Erfahrungen machen dürfen. Ja, grade die, die sogar schon richtig vernachlässigt werden, sind die motorisch fittesten. So meine Beobachtung. Ich hab als Studentin, als ich noch nicht viel Geld hatte, mal in einer ziemlichen Assi-Gegend gewohnt und die Kinder dort waren ab Kleinkindalter motorisch sowas von fit wie kleine Äffchen, obwohl oder grade WEIL sie den ganzen Tag alleine rumrannten und sich keiner um sie kümmerte außer ältere Geschwister und Freunde. Das mag daran liegen, dass hart auf die Schnauze zu fallen ein wesentlich effektiverer Lehrmeister ist als das Duziduzi-komm-ich-trag-dich-auf-Händen-Helikoptereltenverhalten. Was ich für mich und meine Kinder daraus gezogen habe, ist, nicht gleich beim kleinsten Stolperer sofort hinzurennen, nicht immer bei 50cm Kletterhöhe die auffangende Hand drunterzuhalten, nicht ständig anleitend reinzuquasseln, sondern einfach mal machen zu lassen und auch mal nur aus der Entfernung zuzuschauen und erst einzugreifen, wenn Lebensgefahr oder Schwerverletzung droht.

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Das unterschreibe ich

Antwort von DK-Ursel am 24.06.2018, 12:10 Uhr

Aber es geht ja eh in die Richtung, di wir alle quasi "vorgeben".
(Sollte Dir trotz Deiner Entgegnung und Eigeneinschätzung vielleicht doch mal zu denken geben - man ist da als Mutter eben befangen.)

Meine Erfahrung war bemi Patensohn, als wir selbst noch kenie Kinder hatten:
Kletterte mit ca. 3 J. bei uns im Zoo die tollsten Gerüste rauf und runter, mir wurde beim Zusehen schwindelig, Eltern standen ruhig daneben --- und was passiert?
Alser runterkommt, rutscht er auf der UNTERSTEN Stufe (max 20cm Bodennähe) aus und schlägt sich das Kinn blutig.
Shit happens.

Motorisch gute Kinder snid auch intelligenzmäßig gut dran - das geht nämlich Hand in Hand. (So en Vortrag in unserem KIGA vor vielen Jahren; der Redner äußerte sich mehr als lobend über das große, vielfätig gestaltete und zu viel Bewegung einladende Außenareal -- wichtiger oft als drinnen basteln, singen, Englisch lernen!!)
Also:
Zusammengefaßt der Rat aller Mütter, die dir geantwortet haben:
Laß sie - sie lernt das zu ihrer Zeit, und zwar genau das ,was sie braucht.
Sie lernt zudem, mit Frust umzugehen, mit bnesseren Leisutngen anderer (die immer mal da sein werden), sie lernt ihre Grenzen eisnchätzen und sie lernt, was wichtig für sie ist und daß sie vieles eben doch SELBER kann.
Was willst Du mehr?
Wie willst Du ihr DAS beibringen?


Gruß Ursel, DK

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Re: Mut / Selbstvertrauen beim Kind stärken

Antwort von FinjasMum2013 am 24.06.2018, 17:24 Uhr

Da ist sie in Sachen Fahrradfahren schon wesentlich weiter als meine Tochter die bereits 4 3/4 ist. Sie traut sich nämlich noch gar nicht ans Fahrradfahren ran.
Auf hohe Klettergerüste bzw. Kletterturm traut sie sich auch noch nicht und zum balancieren braucht sie auch noch meine Hand.
Ich sag mir nur was solls, das kommt schon noch irgendwann.
Vor nem Jahr hat sie sich z.b. nicht mal auf niedrige Klettergerüste getraut was sie jetzt ohne weiteres macht.
Besonders viel gebracht hat ihr da das Kinderturnen, vorher hatte sie zwar auch Krankengymnastik aber das hatte andere Gründe.

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Re: Mut / Selbstvertrauen beim Kind stärken

Antwort von niccolleen am 25.06.2018, 9:06 Uhr

Naja, aber da muss sie dann halt durch. Jedes Kind kann etwas nicht, was alle anderen koennen. Wieso ist sie so leistungsorientiert? Ich finde noch immer, dass die Angst gut und richtig ist und ihren Sinn hat. Sie sollte weiterhin auf ihr Gefuehl hoeren, und eher sozial lernen, damit umzugehen, dass sie nicht immer alles genau so machen kann wie die anderen, und ebenfalls respektieren muss, wenn andere Kinder mal wo nicht mitkommen oder irgendwas nicht schaffen.
Auch Frustverarbeitung will gelernt sein.

lg
niki

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Bist du sicher, dass...

Antwort von chrpan am 26.06.2018, 23:09 Uhr

, dass sie Angst hat? Oder will sie dieses oder jenes vielleicht einfach nicht?
Ich finde es wichtig, ganz besonders bei sehr jungen Kindern, nicht zu viel in ihr Verhalten hinein zu interpretieren. Ich habe da ganz viel von einer Freundin gelernt, die schlicht meinte „XY möchte nicht“, wenn ihre Tochter sich in irgendeiner Weise zurückgehalten hat. Das fand ich richtig klasse und es legt dem Kind die Schiene, so richtig loszulegen, wenn es dann auch soweit ist.
So Sprüche wie „Trau‘ dich ruhig“ oder noch schlimmer „Du brauchst keine Angst zuhaben“ sollten um jeden Preis vermieden werden. Die erzeugen nämlich echt Angst, auch wenn vorher gar keine da war.
Man muss auch zwischen echter Motivation (zB Fahrradfahren) und Konkurrenz unterscheiden. Oft machen andere Kinder etwas vor und lassen es sehr raushängen, wie toll sie das schon können usw, was bei anderen Kindern Frust auslösen kann (obwohl sie zB am Fahrradfahren an und für sich noch gar kein echtes Interesse hätten).

Von daher: liebe, was ist und was du siehst. Deine Tochter macht es in ihrem Tempo, auf ihre Weise, in ihrer Reihenfolge.

Liebe Grüße

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