Schwanger mit Katze? Was man beachten sollte

Schwanger mit Katze? Was man beachten sollte

© fotolia, Mara Zemgaliete

Baby und Katze - verträgt sich das? Diese Frage stellen sich viele Katzenbesitzerinnen, wenn sie schwanger sind. Unter anderem, weil Katzen den Erreger der Toxoplasmose übertragen können. Das ist für gesunde Menschen normalerweise kein Problem. Infiziert sich allerdings eine werdende Mutter erstmals mit Toxoplasmose, kann das die kindliche Entwicklung stark stören.

Wenn Sie jedoch schon länger eine Katze besitzen, haben sie möglicherweise unbemerkt schon eine Toxoplasmose-Infektion gehabt. Bei reinen Hauskatzen ist das Risiko auch geringer als bei Katzen, die viel im Freien herumlaufen. Grundsätzlich ist eine Schwangerschaft daher kein Grund, sich von der Katze zu trennen. Sprechen Sie aber sicherheitshalber mit Ihrem Frauenarzt beziehungsweise Ihrer Frauenärztin und machen Sie den Toxoplasmose-Test. Dieser Bluttest klärt, ob Sie Antikörper gegen den Erreger haben: Das bedeutet, Sie haben die Infektion bereits überstanden und werden sich kaum noch einmal anstecken.

Ansonsten gilt, dass eine Katze wie auch ein Hund in einem Haushalt mit einem Baby an sich kein Problem ist. Ihr Tier darf bei der Umstellung aber durchaus etwas Hilfe von Ihnen erwarten. Haustiere, gerade auch Katzen, merken schnell, wenn sich bei "ihren" Menschen etwas verändert. Es kann also durchaus sein, dass Ihre Katze ihr Verhalten bereits während Ihrer Schwangerschaft ein wenig verändert. Wie bei einem Hund ist es wichtig, das Tier mit einzubeziehen, also zum Beispiel einem erhöhten Kuschelbedürfnis entgegenzukommen.

Babysachen sind für die Katze tabu

Alles, was fürs Baby gedacht ist, sollte für die Katze jedoch tabu sein: Katzen verlieren viele Haare, die das Kind einatmen könnte. Das reizt die kindlichen Atemwege. Im Kinderzimmer, aber zum Beispiel auch in der Wiege, im Kinderwagen oder auf der Babydecke hat die Katze daher nichts zu suchen.

Ist das Baby auf der Welt, hilft es, das Tier schrittweise an den neuen kleinen Mitbewohner zu gewöhnen. Katzen und Hunde werden stark durch ihre Sinne gesteuert. Mit dem Geruch des Babys können Sie die Katze zum Beispiel früh vertraut machen: Vielleicht kann Ihr Partner ja vor Ihrer Heimkehr mal eine gebrauchte Windel mitnehmen, an der sie schnuppern kann.

Begrüßung zwischen Katze und Kind auf Augenhöhe

Kommt das Baby dann nach Hause, hilft ein kleines Begrüßungsritual. Wichtig ist, dass Kind und Katze bei ihrer ersten Begegnung auf einer Höhe sind. Also das Baby auf keinen Fall als erstes hochstellen, etwa im Kinder-Autositz aufs Sofa. Stattdessen einfach mit dem Baby auf den Boden setzen und die Katze soweit herankommen lassen, wie sie möchte. Sie darf das Kind beschnuppern, aber nicht ablecken. Vielen Katzen reicht diese erste Begegnung mit dem Neuzugang.

Manche Katzen flüchten eher, wenn das Baby schreit. Andere sind wachsam und machen Herrchen oder Frauchen sogar auf das weinende Kind aufmerksam. Das ist einfach Typsache. Viele der vorwiegend draußen lebenden Katzen schauen zwischendurch mal vorbei und sind dann wieder weg. Es kommt auch vor, dass Katzen als Geschenk eine tote Maus mitbringen. Das gilt es zwar gebührend zu würdigen; ins Kinderzimmer sollten dann aber weder die Katze, noch ihre Gabe.

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