Hautausschlag in der Schwangerschaft

Hautausschlag in der Schwangerschaft

Werdende Mütter entwickeln manchmal Hautausschlag an unterschiedlichen Körperstellen.

Woran liegt es, dass die Haut in der Schwangerschaft mit einem Mal so ungehalten reagiert, etwa auf Waschmittel? Und das zum Teil auch bei Frauen, deren Haut sonst eher unempfindlich ist?

In der Schwangerschaft reagiert Ihr Körper wesentlich sensibler. Der Stoffwechsel verändert sich und das kann Entgiftungsvorgänge beinflussen. Für diese sind die Galle und die lymphatischen Organe zuständig. Kommen zum Ausschlag noch Wassereinlagerungen hinzu, staut sich möglicherweise die Lymphe (das Gewebswasser). Dann weicht der Körper auf die Haut aus, um bestimmte Stoffe auszuscheiden.

Stress oder eine familiäre Veranlagung zu Neurodermitis können ebenfalls Hautausschläge begünstigen. Ist unklar, was genau bei Ihnen der Auslöser ist, können Sie sich auch mal an einen Heilpraktiker wenden. Diese Heilkundler legen meistens große Wert darauf, den Ursachen auf die Spur zu kommen, damit nicht nur die Symptome bekämpft werden.

Typische Ausschläge in der Schwangerschaft

  • Juckender Ausschlag im Genitalbereich weist meistens auf eine Pilzinfektionen hin. Ihr Arzt kann Ihnen ein Mittel dagegen verschreiben.
  • Hautausschlag am Bauch kommt überwiegend von trockener Haut und der zunehmenden Dehnung. Hier hilft gute Pflege (siehe unten).
    Falls aber bläschenartige Pickel und Quaddeln hinzukommen, könnte es sich um eine blasenbildende Autoimmunerkrankung handeln. Diese hieß früher wegen der Bläschen "Herpes gestationis". Heute sprechen Mediziner von "Pemphigoid gestationis", da Herpes-Viren keine Rolle spielen. Meistens tritt diese juckende Hauterkrankung erst in der späten Schwangerschaft auf. Sie erfordert eine genaue ärztliche Diagnose, um die individuell hilfreichste Therapie abzusprechen. Dazu zählen unter anderem medizinische Cremes oder Lotionen, die den Juckreiz lindern.
  • Hautausschlag, der vor allem in den Hautfalten auftritt, kann auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hinweisen.
  • In der Spätschwangerschaft, manchmal auch schon etwas früher, kann die Hauterkrankung PUPP auftreten. Diese verursacht meistens sehr starkem Juckreiz. Immer häufiger sind Erstgebärenden oder Zwillings-Schwangere davon betroffen. Der Ausschlag beginnt üblicherweise am Bauch: mit Pusteln, Papeln und plattenartigen Veränderungen der Haut (Plaques). Der Bereich um den Nabel bleibt dabei frei. Innerhalb einiger Tage kann der Ausschlag auf Arme, Beine und Oberschenkel übergehen. Auch hier ist es wichtig, die Behandlung mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt zu besprechen.

Gute Hautpflege hilft vorzubeugen

Sie unterstützt den Stoffwechsel und kann so Irritationen der Haut vorbeugen. Besonders eignen sich basische Pflegeprodukte. Denn in der Schwangerschaft ist die Haut oft sehr trocken und braucht viel Feuchtigkeit. Basische Pflege - auch ein basischer Badezusatz - fördert die Selbstregulation der Haut. Basische Bäder oder PH-neutrale und basische Hautcremes gibt es in der Apotheke.

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