Die ersten Tage nach der Geburt

Die ersten Tage nach der Geburt

© fotolia, Alexandr Vasilyev

Die ersten Tage nach der Geburt Ihres Kindes sind etwas ganz Besonderes. Jetzt fängt ein neuer Abschnitt an: Das Leben mit diesem neuen kleinen Menschen und die einzigartige Zeit, in der Sie und Ihr Baby einander kennenlernen.

Dazu kommt, dass Ihr Körper allmählich wieder auf "nicht schwanger" umstellt. Diese Phase der hormonellen Umstellung, der Heilung und Rückbildung dauert ungefähr sechs Wochen.

Nach der Geburt wird die Plazenta ausgestoßen, damit beginnt der Wochenfluss. In den ersten Tagen ist er stärker als eine Periodenblutung; im Laufe der ersten Woche pendelt er sich dann in etwa auf die Stärke einer Monatsblutung ein. Bis zur vierten, sechsten Woche lässt der Wochenfluss immer weiter nach, zuletzt ähnelt er eher Ausfluss. Das ist zugleich ein sichtbares Zeichen der körperlichen Umstellung: Mit der Plazenta ging ein Hormon bildendes Organ verloren. Damit muss der mütterliche Körper erst einmal zurecht kommen.

Ungefähr am dritten Tag nach der Geburt Ihres Kindes fällt der Spiegel der Östrogene und Endorphine. Die Werte dieser Hormone waren in der Schwangerschaft sehr hoch, jetzt pendeln sie sich langsam auf niedrigere Werte ein. Hingegen steigt der Spiegel des Milchbildungshormons Progesteron. Es bewirkt, dass die Milchbildung beginnt. Dieser Prozess kann einhergehen mit etwas Fieber, festen, heißen Brüsten und Stimmungsschwankungen. Schwestern und Hebammen wissen das, sie werden Ihnen im Krankenhaus oder zu Hause entsprechend zur Seite stehen. Die um den dritten Tag herum häufig auftretenden Stimmungsschwankungen heißen auch "Baby Blues". Die Tränen fließen dann oft recht leicht, obwohl die Mütter meistens gar nicht wissen, warum.

Mütter, die nicht stillen möchten, bekommen nach der Geburt Tabletten, die das Progesteron blocken.

Am besten ziehen Sie sich in den ersten Tagen mit Ihrem Baby so gut wie möglich zurück. Sie haben ein gemütliches Nest und Zeit zur Erholung verdient! Ihr Körper hat über die Schwangerschaft und gleichsam bei der Geburt Leistungssport betrieben. Körperlich und seelisch brauchen junge Mütter jetzt Zeit und Ruhe, um sich auf die neue Situation einzustellen. Die Erholung - ruhig mal inklusive Mittagsschlaf - ist wichtig für Sie. Nicht zuletzt hilft sie, die Milchbildung gut in Schwung zu bringen.

Es ist daher vollkommen okay, Besucher gerade in den ersten drei bis vier Tagen (oder auch darüber hinaus) abzubremsen. Das kann ja Ihr Partner oder eine andere Ihnen nahestehende Person übernehmen. Auf jeden Fall ist es angenehmer, wenn nicht zu viele Besucher auf einmal kommen und wenn sie nur kurz vorbeischauen.

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