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Geschrieben von Edda3 am 31.01.2006, 21:53 Uhr

Widerspruch gegen Grundschulzeugnis

HAllo,

ohne hier auf die weiteren Gründe einzugehen, überlege ich Widerspruch gegen das Grundschulzeugnis einzulegen.
Nur ein bisschen zur Geschichte. Meine mittlere Tochter ist 4. Klasse GS. Sie ist sehr pfiffig(und das ist nicht meine Meinung sondern das ist erwiesen), leider kann sie das in der Schule nicht umsetzen. Dazu kommt, dass sie offensichtlich von der Lehrerin gemobbt wird. Die Vorfälle die es da gibt und gab, wurden alle samt von der Lehrerin bestätigt (unglaublich, oder?).
Nun ist das Zeugnis ein weiterer Stein in dieser Reihe. Und ich bin nicht mehr bereit das einfach hinzunehmen. Mein Kind hat inzwischen oft Bauchweh und geht auch nicht mehr wirklich gerne in die Schule. Es muss also was passieren. (werde auch noch andere Dinge unternehmen, sind schon in die Wege geleitet, aber das Zeugnis ist wirklcih eine Farce, auch aus Sicht der betreuenden Psychologin)
Hat jemand von euch schon mal Widerspruch gegen ein Zeugnis eingelegt? Wenn ja, wie habt ihr das gemacht? Und wart ihr erfolgreich?

Wäre echt toll, wenn ihr mir helfen könntet.

Viele Grüße

Edda

 
15 Antworten:

Re: Widerspruch gegen Grundschulzeugnis

Antwort von Claudia36 am 01.02.2006, 6:30 Uhr

Wir haben damit leider keine Erfahrung aber Bekannte von uns haben Wiederspruch gegen ein Grundschulzeugniss eingelegt.
Zeugnis der 1. Klasse und da stand nur negatives drin, das war unmöglich geschrieben.
Sie haben aber wohl noch keinen Bescheid und das ist nun über ein halbes Jahr her.
Die Lehrerin wollte das Zeugniss neu schreiben.Hat sie bisher noch nicht getan.
Du kannst dich damit aber an das staatliche Schulamt wenden, nur weiß ich nicht wie kompetent die Leute da sind.
Viel Glück
Liebe Grüße
Claudia

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Re: Widerspruch gegen Grundschulzeugnis

Antwort von Hexhex am 01.02.2006, 10:58 Uhr

Hallo Claudia,

jap, das städtische Schulamt ist die richtige Anlaufstelle für so etwas. Extrem kooperativ ist man dort aber wirklich nicht. Auch wir haben zwar selbst keine Erfahrung mit denen, aber eine Freundin von mir hat sich dort beschwert, weil ihre Tochter von anderen Kindern massiv gemobbt wurde (körperliche Angriffe, Kleidung entrissen und weggeworfen, Schuhe zerschnitten etc.), und der Schulrektor keine Absicht zeigte, irgendetwas dagegen zu unternehmen. Auch beim Schulamt behauptete man dann, Mobbing in der Grundschule gebe es nicht. Das Ende vom Lied: Sie hat ihre Tochter auf eine andere Schule geschickt, die schuldigen Mitschüler kamen völlig ungeschoren davon.

Meine Mutter ist Grundschullehrerin. Es ist inoffizielle Politik bei den Schulen, dass Zeugnisse so gut wie niemals revidiert oder neu geschrieben werden. Man will hier gar nicht erst das Signal setzen, dass so etwas möglich ist. Weil sonst jedes Jahr die Hälfte aller Eltern verlangen würden, dass Noten revidiert werden. Es ist daher, sehr, sehr schwer, dies zu erreichen.
Man braucht dazu meist einen Rechtsbeistand (weil sich beim Schulamt oder der Schule sonst überhaupt keiner rührt!) und einen langen Atem - und die Frage ist, ob sich das für das letzte Halbjahr Deiner Tochter auf dieser Schule wirklich noch lohnt.

Ich möchte trotzdem noch gern loswerden, dass jedes Ding ja zwei Seiten hat: Du bekommst in erster Linie immer die Version Deiner Tochter erzählt. Es ist natürlich, dass man als Mutter immer zum Kind hält. Oft ist aber die kindliche Darstellungweise stark subjektiv geprägt und entspricht nicht immer der tatsächlichen Situation. Hört man die Gegenseite, stellen sich die Dinge oft ganz anders dar. Ich bin sicher, dass Du tendenziell Recht hast mit Deinem Eindruck vom Zeugnis. Dass ein Kind "pfiffig" ist, genügt aber nicht. Auch sehr intelligente Kinder können miserable Schüler sein, wenn sie sich im Unterricht nicht kooperativ verhalten, nicht ausreichend beteiligen oder keine guten Noten schreiben. Intelligenz ist für schulische Leistung weitgehend uninteressant - sondern hier macht der Fleiß und der persönliche Einsatz des Kindes das Rennen.

Es ist schwer, sich bei der Schule oder der Lehrerin durchzusetzen, wenn man dort starr und uneinsichtig rüberkommt, obwohl sicher auch auf der Seite des Kindes Probleme vorliegen, wenn die Situation so verkorkst ist. Wenn man hier abblockt und die alleinige Schuld bei der Lehrerin sucht, blockt die Gegenseite eben auch leicht ab. Vielleicht wäre ein weiteres Gespräch mit der Lehrerin und in Begleitung der Psychologin (als vermittelnde Dritte) sinnvoll, in dem beide (!) Seiten nochmal aufeinander zugehen können...? Das wäre sicher auch für Deine Tochter am besten, die ja noch ein halbes Jahr lang jeden Tag dorthin gehen muss.

Grüßle und viel Glück,

Hexe

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Re: Widerspruch gegen Grundschulzeugnis

Antwort von like am 01.02.2006, 11:38 Uhr

Hallo Hexe,

was bist du denn von Beruf bzw. wo hast du deine Kenntnisse und Einstellungen her? Die klingen alle so einleuchtend und professionell, dass mich interessieren würde, welche Ausbildung dahintersteckt.

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Re: Widerspruch gegen Grundschulzeugnis

Antwort von Edda3 am 01.02.2006, 15:41 Uhr

Hallo Hexhex,

weißt Du, ich bin da ganz deiner Meinung. Kinder haben eine subjektive Meinung und meistens gibt es zwei Seiten der Medaille und wenn man die andere Seite gehört hat sieht die Welt schon wieder anders aus. Gebe ich dir vollkommen recht.
Ich bin immer nach dieser Methode verfahren, mein Kind hat eine Schauergeschichte erzählt, ich vermutet, dass das vielleicht nur die halbe Wahrheit ist, die Lehrerin gefragt, mir deren Version angehört und ein Bild gemacht. Die ersten drei Jahre war es so, dass man schon gesehen hat, dass meine Tochter gerne mal was weg gelassen hat oder mal was dazu gedichtet hat. Keine Frage. Wobei es in den ersten zwei Jahren so war, dass es nie wirklich einen Grund gab zur Schule zu rennen (ich steh da eigentlich nicht so drauf) und so wurden diese Dinge meist am Elternsprechtag geklärt oder am Elternabend.
Seit dem dritten Schuljahr wurde es mehr und es kam immer mal wieder vor, dass ich doch bei der Schule vorsprechen musste und nachfragen musste, was denn wirklich gewesen wäre? Hier stellte sich dann heraus, dass bei meienr Tochter nur noch wenige Dinge nicht mehr stimmten, die sie erzählte.
Seit diesem Schuljahr ist es so, dass ich etwa alle 14 Tage dort aufschlage, weil etwas gewesen ist, was ich genauer wissen möchte.
Und seit diesem Schuljahr ist es so, dass die Vorfälle von der Lehrerin 1:1 bestätigt werden. Sie erzählt genau die gleiche Version wie meine Tochter. Sie darauf aufmerksam gemacht, dass es nicht sinnvoll ist, ein Kind, mit dem man eh nicht so gut auskommt, auch noch offensichtlich ungerecht zu behandlen werden die Schultern gezuckt.
Mir wurde vom Rektor mehrfach bestätigt, dass ich mich trotz der wirklich unschönen Lage in der ich mich befinde, immer sehr sachlich bin und bleibe.
Möchtest du ein Beispiel hören, was die Lehrerin sich so geleistet hat?
Meine Tochter isst in der Pause immer ein Nutellabrot(ist nicht toll, ich weiß, aber ein anderes würde sie wegschmeißen, haben wir schon mehrfach versucht.) seit 3 1/2 Jahren isst sie also diese Brot. Nun, in diesm Halbjahr wird ihr gesagt sie darf es nicht mehr essen. Ihr wird verboten das Brot zu essen. Ich hätte ja nichts gesagt, wenn alle ihr Brot nicht hätten essen dürfen, die Nutella drauf hatten. Aber nein, es war nur meine Tocher. Die anderen beiden Kinder durften es essen.
Als ich interveniert habe, wurde gesagt, nun es sind ja deine Zähne, aber du isst auf dem Flur. Wieder nur meine Tochter. Die anderen beiden Kinder die wieder Nutella drauf hatten durften in der Klasse essen.
Die Lehrerin hat nur mit den Schultern gezuckt, aber bestätigt, dass die anderen beiden Kinder ihr Brot essen durften. Ihre Aussage war nur Nutella ist ungesund und sollte es gar nicht geben.

Kannst mir glauben, ich habe schon viele Gespräche geführt, mit der KL mit dem Rektor, ich werde auch im letzten Halbjahr noch viele Gespräche führen, befürchte ich. Das Gespräch mit der PSychologin ist auch angedacht, gibt aber noch keinen Termin. Die Psychologin sieht allerdings wenig Aussicht auf Erfolg, dass die LEhrerin sich noch ändert.
Ich finde einfach, es geht nicht an und dagegen muss man sich einfach wehren. Ob der Widerspruch Erfolg hat, ist mir nicht ganz so wichtig. Es geht mir schon auch darum, einfach nur zu zeigen, dass ich es mir so einfach nicht gefallen lasse.

Sag mal, weißt du, wenn ich den Einspruch ohne Anwalt mache, und er wird abgelehnt, kann ich dagegen mich dann auch noch wehren z.B. mit Anwalt.
Schon mal danke für deine Antwort.

Viele Grüße

Edda

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Re: Widerspruch gegen Grundschulzeugnis

Antwort von MAriakat am 01.02.2006, 19:28 Uhr

Also, ehrlich gesagt, hoert sich deine Lage ziemlich kompliziert und verzwickt an. Koenntet ihr denn die Klasse wechseln? Oder sie auf eine andere nahe gelegenen Schule schicken? Normalerweise schlage ich das nie vor, aber hier scheint es wohl der letzte Ausweg zu sein. Ein Zeugnis aendern lassen wird nicht gehen. Ein Zeugnis ist im wahrsten Sinne der Wortes ein "Zeugnis" der Lehrerin.Wer soll das schon aendern koennen, wenn er nicht in der Klasse war... und Zeugnis geben kann?! Aber, sag mal, wie war das eigentlich bei deiner Tochter... kam sie mit der Lehrerin der 1. und 2. Klasse gut aus? Normalerweise wechselt doch die Lehrerin nach der 2. Klasse. Wie war das Verhaeltnis zu der alten Leherin? Und wie meinst du das, dass deine Tochter schon mal gern was weggelassen hat oder was dazugedichtet hat?
Ich wuensche euch alles GUte,
MAriakat

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Re: Widerspruch gegen Grundschulzeugnis

Antwort von Edda3 am 01.02.2006, 22:23 Uhr

Hi Mariakat,

also unsere Schule ist einzügig. Ein Wechsel in eine andere Parallelklasse ist nicht möglich.
ein Wechsel in eine andere Schule ist auch eher schwierig, weil meine Tochter eher schüchtern ist und es ein wirklich harter Weg wäre, nun die Schule zu wechseln und in einem halben Jahr noch mal. Da bin ich mir nicht sicher welches das kleinere Übel ist.
Leider war es an unserer Schule so, dss die Klassenlehrerin die ganzen 4 Jahre die gleiche war. so hat sich das ganze vermutlich mit der Zeit hochgeschaukelt. Ich denke, das nicht mögen beruht schon auf Gegenseitigkeit. Aber so lange meine Tochter gefordert war (1. und 2. Schuljahr) war das alles noch okay.

Sicher ist es schwer ein Zeugnis ändern zu lassen, aber ich kann das einfach nicht so hinnehmen.
Selbst der Rektor weiß von den Vorfällen und ist im Grunde meiner Meinung, aber nicht bereit sich für uns einzusetzen (ich darf mcih aber für ihn einsetzen und mich gerne beim Schulamt beschweren).

Ich weiß, es gibt genug andere Dinge, um die ich mich kümmenr kann (was ich auch tue), aber manchmal braucht es auch ein Ventil...

Liebe Grüße

Edda

PS.: Du hattest gefragt was ich mit dem weglassen und dazu dichten meine:
Also z.B. hat sie erzählt sie wäre geärgert worden und habe das der Pausenaufsicht gesagt, die hätte nicht geholfen und dann habe sie sich gewehrt.
Der Vorfall hatte sich so abgespielt nur das mit der Pausenaufsicht stimmte leider nicht.
Oder sie hat mal erzählt, dass ihr jemand weh getan hat, hat aber vergessen, dass sie auch geärgert hatte.
So ist das bei Kindern. Wie Hexhex schon sagt, man muss sich beide Seiten anhören. Aber seit dem 4. Schuljahr erzählt sie die Dinge so wie sie passieren. Und das macht mich auf die Schule ziemlich wütend.

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Re: Widerspruch gegen Grundschulzeugnis

Antwort von Claudia36 am 01.02.2006, 22:41 Uhr

D´Was du schreibst, das ist ja bald schon als Mobbing in der Grundschiúle zu bezeichen.
Hast du die Leherin mal gefragt warum sie deine Tochter nicht leiden kann?
ich würde noch einmal ein klärendes Gespräch zusammen mit Lehrerin, Direktor, deinem Mann, deiner Tochter und dir suchen und die Karten auf den Tisch legen.
Wenn das nicht hilft, dann gehe zum staatlichen Schulamt , erkläre dort den Sachverhalt und beschwere dich.
Wünsche dir viel Glück.
( man hat ja nix anderes zu tun als sich um die sch.Schule zu kümmern, ist manchmal wie verhext)
Liebe Grüße
Claudia

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Re: Widerspruch gegen Grundschulzeugnis

Antwort von Edda3 am 01.02.2006, 22:46 Uhr

Hallo Claudia,

genau, mobbing ist das neudeutsche Wort dafür.
Die Gespärche haben schon stattgefunden. Das Schulamt besuche ich am Montag. Ich hoffe das bringt was.
Aber auch ich könnte mir etwas Schöneres vorstellen...
Danke fürs Glück wünschen, das kann ich gut gebrauchen.

Liebe Grüße

Edda

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Was stört Dich denn am Zeugnis???

Antwort von Trini am 02.02.2006, 8:05 Uhr

Wird durch schlechtere Noten der Übertritt zur weiterführenden Schule erschwert/unmöglich gemacht?

Oder gefällt Dir "nur" die Beurteilung nicht?

Ich frage, weil im Grunde genommen doch später niemand nach dem Zegnis der 4. Klasse fragt. Es ist nur für die Wahl der weiterführenden Schule wichtig.

Hier in S.-H. können Eltern nach Beratungsgespräch in der empfohlenen Schule immer noch eine andere Schule wählen.

Trini

PS: Ich finde es im übrigen eine Frechheit, wenn sich Lehrer in die Wahl des Essens einmischen.

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Re: Nochmal @ Edda3 (Achtung, lang)

Antwort von Hexhex am 02.02.2006, 10:47 Uhr

Hallo Edda,

das klingt alles wirklich nicht gut. Die Lehrerin scheint eine massive Antipathie gegen Deine Tochter zu haben. Eine gute Lehrerin schafft es, sich trotzdem freundlich gegenüber einem Kind zu verhalten. Eure offenbar nicht.

Trotzdem könntest Du Deiner Tochter vielleicht sagen, dass auch SIE zum Gelingen des letzten Halbjahres beitragen muss. Ich kenne übrigens auch so einen Fall: Ich gebe seit zwei Jahren einem Nachbarmädchen Nachhilfe, das in einer ähnlichen Situation ist wie Deine Tochter: Die ältliche, etwas starre Lehrerin kommt mit ihr überhaupt nicht zurecht und ist oft auch verbal ungerecht zu ihr. Das Mädchen ist, wenn ich ehrlich bin, stinkfaul. Sie ist aber nett, selbstbewusst und manchmal auch ziemlich frech.

Ich habe mal die Lehrerin angerufen unter dem Vorwand, mich über den Leistungsstand meines Nachhilfemädchens informieren zu wollen. Dabei habe ich gleichzeitig der Lehrerin mal beiläufig auf den Zahn gefühlt, woran es denn in der persönlichen Beziehung zu dem Mädchen so hakt. Naja, ich muss sagen, danach konnte ich die Lehrerin etwas (!)besser verstehen: Das Mädchen hat seit dem ersten Schuljahr nicht mal eine einzige Woche am Stück zuverlässig seine Aufgaben gehabt. Sie vergisst ständig ihre Hefte zu Hause und kommt mit fast nix in der Schule an. Sie übt nie freiwillig zu Hause, sondern allenfalls unter sanftem Zwang bei mir während der Nachhilfestunden. Sie macht also keinen Deut extra, obwohl sie es notenmäßig nötig hätte. Ihre Noten sind allenfalls so lá lá, z.T. auch sehr schlecht. Sie fehlt oft, geht also auch bei einem Schnupfen nicht zur Schule. Wenn ein Kind dann zusätzlich noch frech ist, kommt das bei der eh schon geplagten Lehrerin natürlich besonders schlecht an.

Die Lehrerin sagte mir in einer Anwandlung von Offenheit, sie sei nach den fast vier Jahren so zermürbt, ihre Geduld mit dem Mädchen sei wirklich am Ende. Daher sei es ihr wirklich schon passiert, dass sie es verbal ungerecht angegriffen habe. Es sei auch für eine Lehrerin nicht leicht, über Jahre hinweg und jeden Tag den Gott werden lässt, stundenlang ein Kind da sitzen zu haben, das fast null Einsatz zeige.
Ich habe das Nachbarmädchen darauf angesprochen, und tatsächlich stimmte alles, was die Lehrerin mir gesagt hatte.

Ich sage jetzt nicht, dass das bei Deiner Tochter auch so zutrifft, ich kenne sie ja gar nicht. Möchte bloß andeuten, dass meist zwei dazu gehören, wenn die Biochemie zwischen zwei Menschen überhaupt nicht funktioniert. Achte darauf, gegenüber Deiner Tochter nicht die Lehrerin als alleinigen Sündenbock darzustellen, denn dann klinkt Deine Tochter sich komplett aus der Verantwortung aus. Sondern sage ihr, dass es auch an ihr liegt, wie die Lehrerin auf sie reagiert. Und dass es wichtig ist (auch für die Empfehlung zur weiterführenden Schule), dass sie sich jetzt nochmal ein halbes Jahr richtig Mühe gibt. Ich würde den Machtkampf nicht eskalieren lassen, denn das schadet Deiner Tochter.

Ein wenig Einsatz auch von Seiten Deiner Tochter ist auf jeden Fall nötig, egal wo nun mehr Schuld zu suchen ist, huh? Sie wird ja auch im zukünftigen Leben oft damit konfrontiert werden (z.B. in der Ausbildung), dass ein Chef einfach mehr zu sagen hat als sie, und dass man sich auch manchmal etwas anpassen muss, obwohl es einem gegen den Strich geht.

Ich bin übrigens weiterhin der Meinung, dass es null hilfreich ist, das Zeugnis anzufechten. Denn der Ausgang ist so oder so schlecht: Wenn DU gewinnst, wird die Lehrerin erst recht erbittert sein und es Deiner Tochter nicht gerade leicht machen. Und wenn SIE gewinnt, wird Deine Tochter noch frustrierter sein und erst Recht nicht mehr kooperieren.

Ich würde mir lieber gemeinsam mit Deiner Tochter eine Strategie für das letzte Halbjahr überlegen, damit sie UND die Lehrerin es noch einigermaßen menschlich über die Bühne kriegen. Auch wenn es schwer fällt: Ich persönlich würde nochmal ein Gespräch mit Tochter, Rektor und Lehrerin verabreden. Und dort sagen, dass Du das Zeugnis eigentlich anfechten möchtest. Dass es aber vielleicht hilfreicher wäre, es so im Raum stehen zu lassen und gemeinsam zu überlegen, wie das restliche Halbjahr aussehen soll. Man kann dann die Lehrerin fragen, was Deine Tochter in ihren Augen JETZT und GANZ KONKRET dazu beitragen kann, dass die Restzeit erfolgreich ist. Dann spielst Du der Lehrerin den Ball zu. Sie soll ihre Vorschläge äußern, statt zu meckern - und Deine Tochter sollte auch versuchen, sie umzusetzen. Du kannst dann regelmäßig nachfragen bei der Lehrerin, ob das klappt.

Alles Liebe,

Hexe

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Re: Nochmal @ Edda3 (Achtung, lang)

Antwort von Edda3 am 02.02.2006, 19:20 Uhr

Hallo Hexe,

also ich glaube auch, dass die Antipathie auf Gegenseitigkeit beruht. Und meine Tochter hat sicher auch lange nicht dazu beigetragen, dass die Lehrerin sie mag. Sie ist nun mal kein angepasstes braves Mädel, was in seinem weißen Röckchen brav am Tisch sitzt.
Sie spielt lieber mit den Jungs Fußball und verhält sich allgemein mehr wie ein Junge. Ich denke du weißt was ich meine.
Sie hat aber in den ersten 2 Jahren ihre HA immer zuverlässig und ordentlich gemacht. Hätte nie damit gerechnet, dass sie so sein würde in der Schule. Sie ist gern gegangen und alles war top.
Aber schon da, musste ich mir immer anhören, dass meine Tochter wie die Tochter der Lehrerin sei (das nennt man in der Psychologie Übertragung und sollte einer Pädagogin eigentlich nicht passieren...) Dass es mit der Tochter nicht so toll steht hab ich leider erst vor ein paar Wochen erfahren. Was Genaues weiß ich aber auch nicht. Interessiert mich auch nicht.

Ich habe auch immer wieder versucht meiner Tochter klar zu machen, dass sie auch helfen kann ihren Schulalltag einfacher zu gestalten. Leider war sie nicht sehr einsichtig. Sie hat immer gedacht, wenn sie die HA nicht macht, ärgert sie die Lehrerin. Sie hat nicht verstanden, dass es die Lehrerin viel mehr ärgert, wenn sie nicht mehr über meine Tochter schimpfen kann.
Nun habe ich ihr es aber noch mal erklärt, eben mit der Begründung, dass man die Lehrerin nur mit guten Noten und der immer vorhandenen HA ärgern kann. Das hat jetzt gewirkt. Seit November etwa macht sie die HA fast immer (ruft sogar wieder bei Freunden an, wenn sie vergessen hat was aufzuschreiben).
Außerdem macht sie beim Englischlehrer nun auch wieder mit, weil ich ihr noch mal erklärt habe, dass er ja nicht die KL ist und sie tatsächlich mag. Und da er tatsächlcih ein ganz lieber ist, was den Unterricht angeht, hat er sie direkt in der nächsten Stunde gelobt und sie war super glücklich. Seit dem, hat der Lehrer auch bestätigt, ist sie viel ruhiger, arbeitet sehr gewissenhaft mit und beteiligt sich auch wieder gut am Unterricht.
Du siehst, wir arbeiten dran. Was wir hier zu Hause machen können, tun wir auch. Meine Tochter weiß nicht mal, dass ich überlege, gegen das Zeugnis Widerspruch einzulegen.
Und dass mir manchmal auch schon mal ein oh Gott nicht schon weider bei den Dingen die die KL sich leistet herausrutscht, kann ich leider nicht verhindern. Aber ich habe mich mit meiner Tochter darauf geeinigt und das besprechen wir auch immer wieder, dass wir die Lehrerin nicht ändern können und dieses halbe Jahr noch schaffen müssen und zwar gut. Und dass meine Tochter, wenn die KL wieder mit ihr schimpft oder sie ärgert oder ungerecht behandelt oder die Klasse zusammenschreit, sie daran denken soll, dass die KL ihr leid tun kann, dass sie so unglücklich ist und immer so rumschreien muss.
Ich weiß, ist nicht so richtig toll, aber drüber lachen, ist schlecht, dann fängt meine Tochter nachher laut an zu lachen, was nicht gut käme und so kann sie ihre negativen Gefühle wenigstens in andere Bahnen lenken. Damit fahren wir nun relativ gut.
Über deinen Vorchlag, ein Gespräch zu dritt und dann zu sagen, dass ich das Zeugnis anfechten wollte, werde ich nachdenken. Vielleicht auch keine schlechte Idee. Mal sehen.

Danke für deine Mühe

Viele Grüße

Edda

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Ernährung in der Grundschule

Antwort von KH am 04.02.2006, 12:47 Uhr

Ernährungslehre ist mit Bestandteil des Lehrplans, von daher wüssen wir Lehrer auf bestimmte Dinge hinweisen. (Der Kindergarten tut es doch auch). Ich könnte mir noch einen Grund vorstellen, warum EIN Kind das Nutellabrot draußen essen muss, während zwei andere das im Klassenzimmer dürfen: Wenn das eine Kind mit seinem Bort nämlich rumschmiert. Nutella ist nun mal so. Und bevor ein Kind mit Nutellafingern alles verschmutzt würde ich es auch rausschicken - aber dies dem Kind und seinen Eltern auch sagen. Im übringen muss ich sagen: je öfter Eltern bei mir auftauchen (und sich beschweren oder nachfragen - ist glücklicherweise bis jetzt nur einmal der Fall gewesen), desto intensiver habe ich das Kind im Blick. Und dann entgeht mir kein Fehlverhalten des Kindes mehr, notfalls schreibe ich mir alles auf, und schon kann ich alles belegen. Versteht ihr was ich meine? Wenn du das Zeugnis jetzt anfichst (oder heißt es anfechtest) umso besser wird sich die Lehrerin absichern. Aber ihr Verhalten wird sie wohl kaum ändern. Meine Erfahrung ist als Lehrerin: Es gibt umso weniger probleme, je mehr Eltern und ich am gleichen Strang ziehen. Wenn das aus irgendeinem Grund nicht klappt, dann werden die probleme immens. Also kann ich dir nur raten zu versuchen mit der Lehrerin an einem Strang zu ziehen.. Der Vorschlag von Hexhex ist da gut. Ihr braucht ein gemeinsames Ziel. (Und wir Lehrer haben oft andere Ziele als die Eltern.)
Viel Geduld im letzten halben Jahr.
PS: Was ist denn genau dein Ziel?

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Re: Ernährung in der Grundschule

Antwort von Edda3 am 04.02.2006, 16:33 Uhr

Hallo KH,

find ich klasse, dass du als Lehrerin dich dazu äußerst.
Habe der Lehrerin übrigens diesen Vorschlag gemacht, sie möge sich das dann doch notieren (allerdings vielleicht dann doch auch die guten Dinge, die meine Tochter tut, das wäre dann vielleicht für sie auch eine Kontrolle, dass es an meinem Kind vielleicht doch was zu loben gäbe.)
Meine Tochter hat nicht mit dem Brot geschmiert, daran lag es nicht. Das hätten sowohl ich als auch meine Tochter verstehen können. Wir(also meine Tochter und ich) sind nicht uneinsichtig. Deswegen frage ich ja auch immer nach, weil ich weiß, dass es immer zwei Seiten gibt.

Finde es interessant, dass du sagst, du würdest umso genauer aufpassen. Das hatte ich irgendwie gehofft, aber so ist es bei uns wohl nicht.

Im Moment hab ich das Gefühl, die Lehrerin will meine Tochter fertig machen. Das ist sicher nicht ganz so, aber da kann ich natürlich kaum an einem Strang mit ihr ziehen.(also um meine Tochter fertig zu machen)
Und um meiner Tochter in der Schule zu helfen habe ich nun wirklich alles ausgeschöpft:
1. Elternschule
2. Erziehungsberatungsstelle
3. Theatergruppe
4. Mannschaftssportart
5. Trennungs- und Scheidungskindergruppe (Scheidung liegt aber schon noch lange vor der Schulzeit zurück)
6. Gespräche mit der Lehrerin
7.Gespräche mit meiner Tochter wie sie ihr Verhalten in der Klasse ändern kann (was inzwischen auch fruchtet)
8. Gespräche mit dem Rektor
Wie soll ich, deiner Meinung nach, noch mehr mit der Schule an einem Strang ziehen???
Wobei ich dazu sagen muss, das hört sich jetzt so an als wäre mein Kind scher erziehbar doer so. Das ist sie aber nicht. Ich kam und komme soweit gut mit ihr zurecht und wir haben das alles durchgezogen in der Hoffnung, dass die Lehrerin sieht, dass wir dran arbeiten und es uns nicht egal ist, dass sie Probs mit meiner Tochter hat.
Eigentlcih müssten ganz andere Letue aus der Klasse diese Dinge mit ihren Kindern machen... ABer wir haben es getan, es hat uns nicht geschadet, es hat ja auch durchaus seine positiven Seiten, nämlcih dass in all den Gruppen festgestellt wrodne ist, dass meine Tochter sicher meher wie ein Junge ist, aber dass sei sich vollkommen normal verhält und (O-Ton einer Psychologin aus der TS-Gruppe) erfrischend kindlich ist.

Mein Ziel ist es, dass sie die Lehrerin meine Tochter in Ruhe lässt und außerdem merkt, dass sie damit nicht SO EINFACH durchkommt. Ich denke, ich werde nicht viel Erfolg mit dem Widerspruch haben, aber sie soll es sich beim nächsten Kind wenigstens 2 mal überlegen, ob sie so was noch mal macht.
Verstehst du was ich meine?

Viele Grüße

Edda

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Vielleicht kann und will ich einfach nicht glauben,

Antwort von KH am 05.02.2006, 19:37 Uhr

dass es tatsächlich solche Lehrer gibt. Dann hilft wohl echt bloß Augen zu und durch oder sich mit Fakten auf der Hand (die musst dann wohl du aufschreiben) bei höherer Stelle beschweren. Als Mutter verstehe ich dich ganz gut. Bloß - wenn die Lehrerin so uneinsichtig ist, änderst du auch auf dem Klageweg nichts an ihrer Einstellung. Und sie wird es sich auch bei einem anderen Kind nicht zweimal überlegen. (Normalerweise überlege ich mir eh bei jedem Kind die Zeugnisformulierungen genau - vor allem die schlechten).
Viel Geduld
Karin

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Re: Vielleicht kann und will ich einfach nicht glauben,

Antwort von Edda3 am 06.02.2006, 10:31 Uhr

Hallo Karin,

vielleicht haben wir einfach Pech gehabt. Ich glaube es gibt gute Lehrer, ich glaube es gibt mittelmäßige Lehrer und ich glaube es gibt schlechte Lehrer.
Diese hier gehört auf keinen Fall zu den guten Lehrern.
Ich hoffe, dass sie zum Ende des Schuljahres in Rente oder Tielzeit geht. Dann wird sie nämlich unsere Schule verlassen.

Danke dir, auch wenn ich vermutlich nichts ändern werde...

Viele Grüße

Edda

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