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Geschrieben von Rica1 am 31.01.2007, 18:00 Uhr

unruhige und laute Klasse

Hallo,
bei uns wird es bald einen Elternabend bezüglich der Unruhe in der Klasse (2. Klasse)geben.
Anlass war, dass sich meherer Eltern ( die der eher ruhigen Kinder, mich inklusive) beschwert hatten , weil
1. immer wieder Sportstunden ausfallen, weil sie Klasse zu unruhig und zu laut ist um zur Turnhalle zu gehen. Und dass es
2. in letzter Zeit sehr viel hausaufgaben gegeben hat weil die Lehrerin sonst nicht mit dem Stoff durchkommt, weil ja im Unterricht so viel Unruhe ist und sie nicht weiss was sie dagegen machen kann. Und
3. haben die ruhigen Kinder auch in der Hausaufgabenstunde im Tagesheim keine richtige Ruhe, weil da auch wieder Blödsinn gemacht wird.
Mich würde jetzt interessieren, was eure Lehrer/innen in so einem Fall machen. Offensichtlich gibt es sowas wie Strafarbeiten nicht mehr. Unsere Lehrerinnen hier zucken mit den Schultern und appelieren an die Vernunft und Einsicht der Kinder. Na toll.
Was kann man da noch machen?
Ich glaube die Lehrer wären auch froh für Tipps..
Finde es ja nur tragisch, dass sie nach so langem Studium da nicht selber was wissen.
Habt ihr mögliche Lösungen ?
Gruß Rica

 
12 Antworten:

Re: unruhige und laute Klasse

Antwort von diana-a am 31.01.2007, 18:42 Uhr

Hallo Rica,

in der Klasse meiner Tochter herrschen auch solche Unruhe Zustände. Ich habe mich mal 10 Min. vor Unterrichtsschluß dort hingestellt und zugehört. Auch wie dort manchmal die Kinder angebrüllt werden.
Wahrscheinlich müssen sich wirklich alle Eltern mal zusammensetzen und gemeinsam überlegen was zu tun ist. Bei uns hätte es früher sowas nicht gegeben. Wir mussten dann einfach die verquatschte Zeit nach der letzten Unterrichtsstunde nachsitzen (und das glaube ich nur 1x).
Aber wenn es schon eine 2. Klasse ist, dann gab es diese Zustände wahrscheinlich auch schon in der 1. Klasse oder ? Das kommt doch nicht plötzlich vom Himmel runter ?
Vielleicht können die Eltern mal abwechselnd und am Unterricht teilnehmen um zu schauen wie es läuft und vielleicht Protokoll schreiben und dies dann auf einen weiteren Elternabend besprechen.
Ganz schwieriges Thema.......

Hoffe es findet sich bald eine Lösung.

Diana

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Re: unruhige und laute Klasse

Antwort von Claudia36 am 31.01.2007, 19:47 Uhr

es kommt immer darauf an wie die Eltern einer Klasse drauf sind.
Da hat der Lehrer teilweise keine Rückendeckung mehr vom Elternhaus , weil die Eltern bei Strafarbeiten oder " Nachsitzen" gleich zum Schulamt rennen oder klagen!

Etwas mehr Strenge ( ich meine nicht die die es früher gab mit Schlägen etc...) würde hier sicher nicht schaden.
Leider haben viele Lehrer nicht die Kraft sich gegen die Elternfront ( es sind ja nicht alle aber doch viele..und meißt von den Kindern die die Schlimsten sind).)durchzusetzen und ihr eigenes Ding zu machen.

Bei meiner Tochter gibt z.B. der Mathelehrer Sonderaufgaben den Kindern die ständig stören.
Auch werden die Kinder die stören an die Tafel geschrieben und wenn sie da 3 mal dranstehen gibt es einen bösen Brief an die Eltern.
Die Eltern müssen sich bei euch zusammensezten und wirkungsvolle Sanktionen zusammen mit der Lehrerin überlegen!
Du wirst dabei aber sehen , das die Eltern von den lautesten Kindern damit nicht eínverstanden sein werden!

Claudia

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Idee:

Antwort von chrispi am 31.01.2007, 20:04 Uhr

Man bilde Tischgruppen oder lässt die eine Hälfte der Klasse gegen die andere spielen:

20 Minuten lang lässt die Lehrerin/der Lehrer während des normalen Unterrichtes diese gegeneinander spielen. Jede Störung einer Gruppe gibt ein "Foul". Die Gruppe mit den wenigsten Fouls bekommt eine Belohnung. Anfangs wird angesagt, wann während des Unterrichtes das Spiel beginnt, später reicht es, wenn angekündigt wird, dass während der Stunde "verdeckt" gespielt wird, d.h. die Lehrerin sagt nicht mehr, welche 20 Minuten gespielt werden.

Das kann man nicht jede Stunde machen, klar, aber hin und wieder und es soll tatsächlich zu Verbesserungen führen.

Es führt dazu, dass die Kinder sich untereinander disziplinieren, weil sie ja gewinnen wollen. Zudem arbeitet das Konzept mit positiver Verstärkung, besser als Strafaufgaben.

Vielleicht eine Anregung für die Lehrerin?

Lg
Chrispi

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Re: unruhige und laute Klasse

Antwort von mama-muh am 31.01.2007, 20:06 Uhr

Schließe mich den beiden an. Häufig fehlt der Rückhalt aus dem Elternhaus, besonders bei den "Störern". Bei uns gibt es für massive Störer "Auszeiten" in anderen Klassen. die müssen dann dort arbeiten (zB Rechnen). Dann gibt es gelbe (erste Ermahnung, liegt dann am Tisch) und rote Karten (da gibt es dann eine Abschreibübung zum Nachdenken und einen Reflexionsbogen für Eltern und Kinder) und je ruhiger der Lehrer wird, desto ruhiger die Kinder (funktioniert aber heute immer schlechter) auch in den unteren Klassen sind schon Kinder, deren Schulkarriere absehbar ist. Gib noch mal Bescheid wenn du den Reflexionsbogen und die anderen Texte mal möchtest, oder schau mal unter www.4teachers.de Stichwort merkhilfe, rote karte oder selbstreflexion
Wichtig in allem ist aber die Konzequenz (nicht heute so, morgen so) und der Rückhalt bei den Eltern (die haben zuhause aber meist die gleichen Probleme, geben es aber nicht offen zu.
Gruß Patricia

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Re: unruhige und laute Klasse

Antwort von Geburtstagsmama am 31.01.2007, 21:14 Uhr

Genau das gleiche Problem gibt es bei uns in der Klasse! Ursache des ganzen leigt nicht unbedingt am Elternhaus sondern eher am Verhalten der Lehrerin. Unsere Lehrerin ist eine sehr junge unerfahrene Lehrerin. Sie konnte sich in den ersten Tagen/Wochen der 1. Kl. einfach nicht den Respekt erarbeiten, den eine Leherin haben muss. In mehrern Situationen hat sich ihre Autorität vollkommen untergraben.

Die Unterstützung von den Eltern hätte sie - bei Elternabenden wurden mehrere Tips gegeben, leider kam nie eine Rückmeldung ob es auf diese oder jene Weise klappt. Wir Eltern versuchen "Klassentreffen" zu organisieren, d. h. geben den Kindern die Möglichkeit sich am Wochenende zu treffen und miteinander zu spielen. So soll den Zusammenhalt der Klasse auch hergestellt werden.

Diese Unruhe war für einige Wochen verschwunden, denn diese Lehrerin war krank und mit der Vertretung hat es wunderbar funktioniert. Die Hausaufgaben waren auch angemessen und dauerten nicht sehr lange und auch die Kinder fanden die andere gut. Leider war es nur vorübergehend.

LG Violetta

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Re: Idee:

Antwort von MamaMalZwei am 31.01.2007, 21:55 Uhr

Hallo crispi, die Idee hatte unser Lehrer auch und weißt Du was? Es funktioniert nicht. Ich kann Dir auch sagen, warum: Zuerst reißt man sich zusammen und versucht, möglichst wenig "Fouls" zu bekommen, die tischweise ausgesprochen werden. Aber dann sitzt man dummerweise am Tisch mit drei Unruheherden, denen man unter dem Tisch gar nicht so oft auf die Füße treten kann, wie sie laut werden. Wenn man dann zum dritten Mal in der Woche ermahnt wird, weil der Tisch laut war, man selbst aber nicht, dann reicht es einem. Mein Sohn ist wahrlich kein Unschuldslamm, aber er hat die Nase gestrichen voll von diesem "Spiel".
Warum ist es nicht möglich, nach Klasse 1 oder 2 zu sehen, welche Kinder lautstärkemäßig zusammenpassen und welche nicht, um danach noch einmal zu "mixen"? Das wäre eine Möglichkeit, die hierzulande gar nicht ausgeschöpft wird. In anderen Ländern wechselt die Klassenzusammengehörigkeit sehr viel öfter. Mir wäre es ehrlich gesagt auch lieber, es würden die Kinder direkt angesprochen, die laut sind, als dass alle büßen müssen und sei es nur dadurch, dass es heuer keine Gummibären gibt.
Und, ehrlich: Lehrer müssten mehr Mut haben, direkt einzugreifen und Strafarbeiten zu verteilen oder ähnliches. Meine Tochter hat am Gym einige Lehrer die anfangs hart durchgegriffen haben. Das sind die, bei denen die Klasse heute lammfromm ist. LG

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Re: Reflexionsbogen

Antwort von Rica1 am 01.02.2007, 8:55 Uhr

Hallo, und danke für den Tip.
Ich bin ja am Lösungen sammeln und werde mal unter www.4teachers.de nachsehen.
Geuß Rica

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Re: unruhige und laute Klasse

Antwort von Rica1 am 01.02.2007, 9:03 Uhr

Hallo,
es ist ja nicht so, dass die Lehrerin nichts macht. Es gibt "Smilies" für gutes Betragen, viel Melden, schnell anziehen etc und bei 10 Smilies was kleines Süßes. Und es giebt "Heulis" für laut sein etc. bei 10 Heulis gibt es eine Strafarbeit (eine Seite abschreiben) bei nicht Erledigen dieser Strafarbeit müssen die Kinder nachsitzen.
Mir kommt das alles aber so naja vorsichtig und zahm vor.
ich finde es müßten viel früher die Eltern informiert werden. Klar, die protestieren dann meistens und sehen das Problöem nicht.
Aber vielleicht hilft ja wirklich ein Elternabend zu dem Thema so dass die Eltern auch den Druck durch die anderen Eltern haben. Und die Lehererin auch den Rückhalt spürt.
Gruß Rica

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Re: unruhige und laute Klasse

Antwort von Eileen am 01.02.2007, 9:27 Uhr

Ich möchte einen anderen Aspekt in die Diskussion geben. Mein Kind hat niemals Probleme gemacht im Kiga. Nun plötzlich hat er innerhalb von 10 Tagen 2 Mitteilungen, daß er laut ist und "wild" jedoch ohne böse Hintergedanken ist. Ich stehe hinter der Lehrerin, habe demnächst mit ihr ein Gespräch und habe auch sehr ernst mit unserem Sohn gesprochen und bestraft usw.... daheim ist es ein absulut liebes Kind und ich habe noch nie irgendwelche Probleme gehabt. In der Schule aber benehmen sich die Kinder anders als daheim (sieht man auch schon auf dem Schulweg !). Sie schaukeln sich gegenseitig immer höher und provozieren auch geschickt was natürlich entsprechende Reaktionen der Kinder auslöst - man will ja "cool" sein. Ich kann da wenig machen, ausser meinem Kind deutlich zu zeigen, daß ich auf der Seite der Lehrerin stehe und von ihm ein besseres Benehmen in der Schule verlange. Im Endeffekt ist es jedoch Aufgabe der Schule dieses "Problem" geregelt zu bekommen. Von der Idee, daß die "bösen" Eltern nun Druck von den "braven" Eltern bekommen sollen halte ich überhaupt nichts und empfinde dies wie ein "an den Pranger stellen". Wie bitte sollten die "bösen" Eltern auf diesen Druck reagieren ?????? Sie werden sich nur noch mehr hinter ihren Kindern stellen und dann endgültig zuklappen - würde ich zum Beispiel tun. Meiner Meinung nach sollte die Lehrerin (nur sie) die "Störenfriede" für sich identifizieren, diese gezielt in die Klasse "verteilen" und extra kontrollieren und "in Schach halten". Es sollte ein Thema sein zwischen Lehrerin und ALLE Schüler. Dies erfordert jedoch von der Lehrerin erheblichen Mehraufwand und Konsequenz. Natürlich sollte sie dabei von den Eltern unterstützt werden, aber im Endeffekt muss sie mit der Klasse klarkommen.
Gruß - Eileen

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Re: gab es bei uns in der 1. Klasse

Antwort von mini99 am 01.02.2007, 9:49 Uhr

Hallo!
Bei uns gab es Unruhe in der Klasse in der 1. Die Lehrerin hat die "Rabauken" aber mittlerweile beruhigt.
Bei uns gibt es für Störefriede Sonderaufgaben für zu Hause, oder es wird ihnen die Gartenpause gestrichen. Das Problem bei den Strafen ist halt, dass die Eltern der Kinder damit meistens auch nicht zufrieden sind und sich beschweren, man kann es halt nicht jeden recht machen.
Die Turnstunden wurde bei uns auch schon ausgelassen, aber das finde ich Blödsinn, weil was können bitte die anderen Mitschüler dafür wenn sie 1 oder 2 Kinder daneben benehmen, also finde ich die Einzelaufgaben besser.
Liebe Grüße
Traude

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Re: gab es bei uns in der 1. Klasse

Antwort von Trini am 01.02.2007, 10:16 Uhr

Turnstunde streichen ist der größte Quatsch.
Die Kinder brauchen doch die Bewegung, sonst drehen sie noch mahr auf.

Bei uns in der Schule gibt es einen wohltuenden Mix aus REIZARMEM Frontalunterricht und (MAL zielorientierter)Gruppenarbeit. Beim Kleinen auch mal ein Sitzkreis am Boden.

Ein großes Problem sehe ich bei ständiger Tisch-Sitzordnung, da gerade Kinder mit Wahrnehmungsproblemen die vielen Reize oft nicht filtern können. Sie können nicht gleichzeitig einem Kameraden ins Gesicht sehen, vielleicht noch dessen Füße unter dem Tisch spüren UND dem Unterricht folgen.

Strafarbeit zu Hause finde ich total unpassend. Die Eltern können ja auch nicht mehr als ihre Kinder ermahnen.

Trini

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Re: Elternabend für Störer

Antwort von MamaMalZwei am 01.02.2007, 18:18 Uhr

Hallo, also ein Elternabend zum Thema ist schon nichz schlecht. Aber ich würde auch nicht wollen, dass man mich oder meinen Sohn dort an den Pranger stellt.
Meist ist "Stören" ja eine Interaktion zwischen verschiedenen Kindern. A ist es zu langweilig, er piesakt B, damit mal wieder was los ist. B kann nämlich granatenmäßig explodieren, das ist immer eine Freude, das zu sehen (denkt A). Dass er damit den Frieden in der Klasse nachhaltig stört, ist ihm nicht bewußt oder er nimmt es in Kauf. Entweder, weil er so ein guter Schüler ist oder auch, weil er selber arge Probleme mit dem Stoff hat.
Eigentlich müßte die Lehrerin (wenn sie denn noch Zeit dazu hat) Beziehungen unter Kindern registrieren und sich ein Beziehungsgeflecht aufschreiben. B unterstützt C, wenn er angegriffen wird, D tut das mit E und X steht ganz alleine da, ist also ein leichtes Opfer. Wenn sie diese Beziehungen verstanden hat, kann sie auch effektiver eingreifen. LG

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