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Gibt es Nebenwirkungen?

Impfen schützt!

Immer dann, wenn das Immunsystem des Körpers sich mit einem Erreger oder einem Fremdstoff beschäftigen und ihn bekämpfen muss, können bestimmte Reaktionen auftreten. Das ist bei einer Infektion nicht anders als bei einer Impfung.

Im Gegensatz zu den möglichen Krankheitserscheinungen bei einer Infektion, die gerade bei den Krankheiten, gegen die geimpft werden soll, sehr schwerwiegend sein können, sind die Nebenwirkungen der heute verfügbaren Impfungen eher harmlos.

Typisch sind Schwellungen und Rötungen an der Einstichstelle, die durch Zusatz- und Konservierungsstoffe verursacht werden können, Fieberreaktionen, Unruhe oder Unleidlichkeit. Lebendimpfstoffe können eine leichte "Impfkrankheit" auslösen, die z.B. bei der Masernimpfung in einer kurzzeitigen Fieberreaktion und einem flüchtigen Ausschlag besteht. Eine Ansteckungsgefahr besteht deshalb aber nicht. All diese Nebenwirkungen sind harmlos und vergehen ohne Behandlung.

Natürlich wird man aber kein Kind unnötig leiden lassen und deshalb wird ihnen ihr Kinderarzt eventuell die Gabe eines Fieberzäpfchens oder kühle Umschläge für die Impfstelle empfehlen. Mit schweren Nebenwirkungen oder gar bleibenden Impfschäden ist bei den heute verfügbaren Impfstoffen nicht zu rechnen. Das statistische Risiko liegt weit unter 1:1 Million und ist weit geringer als das Risiko der Krankheit selber, gegen die geimpft wird. Immer wieder werden Eltern durch Meldungen von angeblichen "Impfschäden" verunsichert.

Dazu muss man wissen, dass es solche schwerwiegenden Impfschäden in der Vergangenheit, nämlich bei der Pockenimpfung nicht ganz selten gab. Aus dieser Zeit besteht immer noch ein Gesetz, dass der Staat bereits bei dem Verdacht auf eine durch eine empfohlene Impfung verursachte Krankheit haftet und dem Impfling z.B. eine lebenslange Rente gewährt. Der Schrecken der Pockenerkrankung ist Gott sei Dank Vergangenheit, denn die Krankheit wurde durch konsequentes Impfen ausgerottet.

Sehr selten kommt es aber auch bei den heutigen Impfungen dazu, dass eine bereits im Impfling schlummernde Krankheit durch eine an sich harmlose Fieberreaktion aktiviert wird. Dies wäre beim nächsten der im Kindesalter ja nicht seltenen fieberhaften Infekte auch passiert. Im Zusammenhang mit einer Impfung wurden solche Krankheitsausbrüche vor allem in der Vergangenheit oft als "Impfschäden" anerkannt. Mit den heute verfügbaren modernen Untersuchungsmethoden lässt sich aber nachweisen, dass gar kein ursächlicher Zusammenhang mit der Impfung besteht.

Die Großzügigkeit des Gesetzes, das im Zweifelsfall zu Gunsten des kranken Kindes, von der Möglichkeit eines Impfschadens ausgeht, hat also dazu geführt, dass es diese sog. "Impfschadensfälle" in der Statistik gibt. Und dies obwohl sich heutzutage praktisch immer wissenschaftlich eindeutig belegen lässt, dass eine vorbestehende Erkrankung und nicht die Impfung für einen solchen tragischen Fall verantwortlich ist. Die Angst vor diesen scheinbaren "Impfschäden" ist also wirklich unbegründet und sollte Sie keinesfalls davon abhalten, ihrem Kind den wichtigen Impfschutz geben zu lassen.

von Dr. Andreas Busse

Zuletzt überarbeitet: Juli 2015

   

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