Draußen spielen - Anregung für die Sinne

Kind am Schneemann

© fotolia, Jaroslaw Grudzinski

Bewegung ist wichtig für Kinder, vor allem das Herum­toben stützt die Entwicklung auf ideale Weise. 

Draußen spielen fördert die Geschick­lichkeit, regt das Gehirn an und hat so ganz nebenbei noch viele andere positive "Nebenwirkungen".

Sonne sorgt für gute Laune

Bewegung an der frischen Luft macht nicht nur das Immunsystem fit, sondern liefert auch einen ganz wichtigen Baustein für Kinderknochen - das Vitamin D. Es bindet im Körper Calcium und sorgt dafür, dass die Knochen stark und stabil werden. Produziert wird Vitamin D mit Hilfe der UV-Strahlung im Tageslicht - deshalb bekommen wir hier in Mitteleuropa während der Wintermonate eigentlich immer etwas zu wenig davon. Also nichts wie ab nach draußen! Sonne sorgt für gute Laune, hilft gegen Müdigkeit und Depressionen. Und tut sogar der Haut gut - zumindest solange man die direkte Sonneneinstrahlung in den Sommermonaten, wenn die UV-Strahlung sehr hoch ist, meidet.

Spielen und Toben macht Kinder schlau!

Ein kleiner Sauerstoffkick nach der Schule vertreibt die Müdigkeit und die Hausaufgaben laufen danach gleich viel besser. Vielleicht ist das auf dem Land etwas leichter als in den Städten. Aber auch dort gibt es viele Spielplätze, Parks oder Grünflächen. Und ein Hinterhof - vielleicht mit einer Kletterstange oder einem Baum - eignet sich durchaus auch zum Turnen, Springseilhüpfen oder Federball spielen. Inzwischen haben Wissenschaftler eindeutig belegt, was die alten Römer schon wussten: ein gesunder Geist entsteht durch körperliche Bewegung. Alles was die Koordination oder die Reaktionsschnelligkeit fördert - einen Ball fangen, auf einem Baumstamm balancieren, fangen spielen, klettern - erhöht direkt die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns bei Denkaufgaben. Und hilft damit sogar bei den Mathe-Hausaufgaben!

Draußen spielen macht kreativ

Mit ein paar Brettern ein Baumhaus bauen, einen Grashüpfer fangen und wieder freilassen, mit Steinen den Bachlauf stauen - in der Natur ist die Kreativität der Kinder gefordert, weil das Endergebnis nicht vorgegeben ist und der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind. Die schönsten Abenteuer-Spielplätze sind überall da, wo man ein kleines Fleckchen Natur findet. Das kann auch der Stadtpark sein!

Grenzen austesten

Erstaunlicher Weise sind es manchmal gerade die Eltern, die als Kind selber auf die höchsten Bäume geklettert sind, die ihre Kinder aus Angst vor Unfällen kaum noch vor die Tür lassen. Dabei gehören Schrammen und Pflaster zu einer glücklichen Kindheit genauso dazu wie Schokoladeneis! Nur wer ab und zu mal seine Grenzen austesten kann, lernt seinen Körper richtig einzuschätzen und wird stark und selbstbewusst. Dabei ist es auch wichtig, dass Kinder ab und zu mal unbeobachtet und ohne erwachsene Aufsicht ihre Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit üben dürfen.

Toben macht müde und glücklich

Haben Sie auch so einen kleinen Zappelphilipp zuhause, der in der Schule nicht stillsitzen kann? Schicken Sie ihn am Nachmittag raus an die frische Luft! Vor allem hyperaktive Kinder bewegen sich eigentlich gerne. Diesen Umstand sollte man ausnutzen. Nach einem Tag im Wald oder auf dem Bolzplatz sind sie viel ausgeglichener und fallen müde, aber glücklich ins Bett.

Gehen Sie mit gutem Beispiel voran

Planen Sie Bewegungsspiele einfach in den Alltag mit ein: gehen Sie gemeinsam zu Fuß zum Einkaufen und machen unterwegs Hüpfspiele oder balancieren auf dem Randstein. Nehmen Sie einen Ball mit nach draußen oder ein Springseil und erinnern Sie sich doch mal daran, was Sie früher mit diesen einfachen Hilfsmitteln für wunderbare Spiele gemacht haben. Oder fahren Sie am Wochenende mal ins Umland, machen Sie eine kleine Wanderung oder eine leichte Radtour. Bewegung macht nämlich am meisten Spaß, wenn die ganze Familie mitmacht!

Zuletzt überarbeitet: November 2018

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