Frage: Anhänglichkeit und Schlafen...

Hallo lieber Herr Dr. Posth, in dieser Woche möchte ich gern mal wieder auf Ihre Meinung zurückgreifen. Unser Sohn Benjamin ist jetzt 9,5 Monate alt. Nach langer anstrengender Zeit kann er jetzt endlich krabbeln und wird immer aktiver. Mir ist aufgefallen, dass er seit zwei Wochen total anhänglich ist. Er piepst regelrecht rum, wenn ich mich etwas entferne. Will immer zu Mama, selbst Papa kann ihm nichts recht machen. Seitdem er selbst krabbeln kann, ist dieses Anhängliche schlimmer geworden, sodass der Papa schon denkt, sein Sohn mag ihn nicht mehr. Ich dachte die Anhänglichkeit kommt erst später? Oder ist sie es jetzt schon? Das zweite Problem ist das Schlafen. Der Papa zog aus, sodass der Kleine mit im großen Bett schlafen kann, aber die Beziehung leidet langsam darunter. Ben will überhaupt nicht in sein Bett. Bette ich ihn nachts um, kullert er auf den Bauch, weint und schläft nur bei uns wieder ein. Hört das von allein auf oder muss ich ihn sanft umgewöhnen? LG Isa

Mitglied inaktiv - 05.02.2007, 13:57



Antwort auf: Anhänglichkeit und Schlafen...

Liebe Isa, die Anhänglichkeit beginnt dann, wenn der Säugling "auf Touren" geht. Sein Problem ist der Zwiespalt, einerseits immer die Nähe der Mutter bzw. der primären Bezugsperson zu spüren und andererseits von ihr weg zu streben, um auf Erkundung zu gehen. Dieses Problem fängt schon beim Krabbeln an. Meist ist es so, daß die Säuglinge, die viel und stark gefremdelt haben, auch besonders anhänglich sind. D.h. die ängstliche Veranlagung eines Kindes macht sich hier schon bemerkbar. In meinem Langtext, Teil 2, link oben links, bespreche ich diese Dinge. Am besten ist es immer, wenn das Bett des Kindes mit im Elternschlafzimmer steht. Es ist nicht das eigene Bett, das der Säugling fürchtet, sondern das Alleinsein in einem eigenen Zimmer. Vielleicht können Sie da also eine Regelung her beziehen. Ihr Mann sollte schon wieder bei Ihnen schlafen. Ein Kind darf nie die Partnerbeziehung der Eltern infrage stellen. Viele Grüße

von Dr. med. Rüdiger Posth am 09.02.2007



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