Bis März 2024: weniger Mehrwertsteuer
auf Gas und Fernwärme

Münzstapel auf Geldscheinen

© Adobe Stock, grafikplusfoto

Für Gas und Fernwärme wird seit diesem Monat bis März 2024 ein reduzierter Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent statt 19 Prozent berechnet. Dadurch sollen Verbraucher in der Energiekrise entlastet werden, so die Bundesregierung.

Sorgen wegen hoher Energiekosten: Verbraucherzentralen helfen mit Beratung

Denn zunehmend mehr Bürger kommen durch die steigenden Energiekosten in eine Notlage. Verunsichert und mit Sorgen wenden sich viele an die Verbraucherschützer, um sich beraten zu lassen. „Bei uns ist der Teufel los - und zwar auf allen Ebenen“, sagt der Energie- und Bauexperte Hans Weinreuter von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Die Zahl der Verzweifelten habe in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen.

Die Experten kümmern sich um jeden Hilfesuchenden. „Wir prüfen, ob die Menschen in dem für sie günstigsten Vertrag sind und ob die Rechnung in Ordnung ist“, erklärt Weinreuter. Anschließend müssen die Verbraucher falls notwendig selbst das Gespräch mit ihrem Energieversorger suchen und eventuell Zahlungsmodalitäten für einen Ratenplan besprechen, falls sich aus der Jahresabrechnung eine Nachforderung ergibt, die sie nicht direkt erfüllen können. Eine andere Option für Verbraucher, die einmalig in einer Notlage sind und eine Nachzahlung für die Heizkosten nicht begleichen können, ist, staatliche Hilfe zu beantragen. Wer bisher keinen Anspruch auf Sozialleistungen hatte, kann für seine Heizkostenabrechnung Unterstützung beantragen, weist die Energieschuldenberatung bei der Verbraucherzentrale Berlin hin.

Hohe Nachforderung: Antrag auf Unterstützung stellen

Verbraucher, die ihre Kosten normalerweise mit ihrem Einkommen decken können, aber mit einer hohen Nachzahlung überfordert sind, haben einen sogenannten „einmaligen Bedarf“ und die Kosten können voll oder teilweise erstattet werden. „Wer viel nachzahlen muss und die Rechnung gar nicht oder nicht vollständig begleichen kann, sollte auf jeden Fall die Hilfe beantragen“, empfiehlt Elisabeth Grauel von der Energieschuldenberatung. Der richtige Ansprechpartner dafür ist der zuständige Sozialleistungsträger, also etwa das Jobcenter oder das Bezirksamt. Aber der formlose Antrag muss zwingend in dem Monat gestellt werden, in dem die Zahlung fällig ist. Deswegen sollten Betroffene schnell und rechtzeitig handeln. Die Hilfebedürftigkeit wird anschließend individuell geprüft, danach bemisst sich die Höhe der Unterstützung.

Zuletzt überarbeitet: Oktober 2022

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