Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Spracherwerb

Antwort von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Ich denke, dass die (leichte) Retardierung der Sprache im Rahmen der übrigen Retardierung liegt und insofern nicht besorgniserregend ist. Das "Noah" und "Mama" eine deutlichere Signalwirkung haben als die Bezeichnung eines Gegenstandes, finde ich normal. Wichtig für die Sprachförderung ist das aufmerksame regelmäßige Gespräch zwischen Noah und Ihnen. Ähnliches gilt für die Entwicklung der Feinmotorik, wo gemeinsames Spiel mit unterschiedlichen Gegenständen (auch durchaus aus dem täglichen Gebrauch)förderlich ist - Gegenstände unterschiedlicher Größe, Konsistenz und Oberfläche. Die Entwicklungsstränge für Grob-, Fein- und Sprachmotorik kann man nicht trennen. Sie beeinflussen und fördern sich gegenseitig. So erleichtert z.B. das Laufen das Aufsuchen verschiedener Gegenstände, was wiederum die Erkenntnisbreite vergrößert, wodurch im folgneden die Motrivation für sprachliche Benennungen steigt. Natürlich muß man auch Lernerschöpfungen beachten. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig in kurzen Blöcken zu lernen.

von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch am 29.01.2004

 
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