Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Schreiattacken am Abend

Antwort von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Frage:

Hallo Herr Jorch,
vielleicht erinnern Sie sich noch an mich? Ich bin Biologin und habe vor einigen Jahren nach der Vermittlung durch Dr. Brune bei Ihnen in Münster (bzw. im Stoffwechsellabor bei Prof. Deufel) meine Dissertation begonnen (mein Mädchenname: Manuela Wegener). Jetzt bin ich im Mutterschutz, da ich am 8.1. 02 in der 34. SS einen Sohn bekommen habe. Der Kleine gedeiht prächtig und hat glücklicherweise seit ein paar Tagen seine 3-Monats-Koliken überwunden. Tagsüber ist er sehr lebhaft und überwiegend gut gelaunt, aber am frühen Abend beginnt er heftig zu schreien und ist für 2-3 Stunden untröstlich. Das Geschrei hält meist bis zum nächsten Stillen an, danach beruhigt er sich in seiner Wiege schlagartig und schläft 6-8 Stunden. Auch das nächtliche Stillen/Einschlafen verläuft völlig problemlos. Können die Schreiattacken auf eine Überreizung zurückzuführen sein? Insgesamt reagiert er nämlich sehr sensibel (z.B. schreit er oft heftig, wenn ich ihn zum Einkaufen mit in den Supermarkt nehme und beruhigt sich, sobald ich ihn auf dem Arm trage). Manchmal habe ich Sorge, er könnte sich zu einem hyperaktiven Kind entwickeln. Haben Sie vielleicht einen Rat?
Danke und liebe Grüße
Manuela v. Pflug

von Elaund Jonas am 22.04.2002, 14:06 Uhr

 

Antwort auf:

Schreiattacken am Abend

Schön, auf diese Weise wieder von Ihnen zu hören. Ich hoffe, Ihre Promotionsarbeit macht Fortschritte.

Das Verhalten Ihres Sohnes erscheint mir nicht besonders außergewöhnlich. Es gibt sicher Kinder, die ruhiger sind, aber auch solche, die noch mehr schreien. Das abendliche Schreien hat bei manchen Kindern damit zu tun, daß sie wohl unbewußt merken, daß sie nun schlafen sollen. Ein regelmäßiges konsequentes Einschlafritual, welches mindestens 1 Stunde vor dem erwünschten Einschlafzeitpunkt beginnt, hilft manchmal. Über Hyperaktivität würde ich nicht nachdenken, schon garnicht bei Frühgeburt 34 SSW. Also: gelassen bleiben!

von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch am 22.04.2002

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