Dr. med. Ludger Nohr

Mein Kind 2,5 Jahre möchte nicht mehr raus.

Antwort von Dr. med. Ludger Nohr

   

 

Mein Kind 2,5 Jahre möchte nicht mehr raus.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Seit einen Monat möchte meine Tochter nicht mehr raus. Hab es schon mit mehreren Sachen versucht z.B mit Belohnungen, komm wir gehen in den Zoo, Spielplatz, Schwimmbad usw. Dann habe ich es damit versucht, dass ich mit der Kleineren vor die Tür gegangen bin so als währen wir gegangen, hat sie nicht wirklich interessiert. Dann das sie ihre Sendung nicht mehr anschauen darf ( interessiert sie auch nicht). Das wir zum Müller gehen, sie sich dann was aussuchen darf oder wie zum Lebensmittel laden gehen und sie sich Süßigkeiten mitnehmen kann ( interessierte sie auch nicht) u.v.m.
Wir haben es versucht sie ohne ihren Willen anzusehen, dann haben wir ein Geschreie und gezicke, dass man denk da stimmt was nicht.
Wir haben es mit der Oma probiert, da hatte es eigentlich immer Funktioniert wenn sie mal nicht wollte, aber das funktioniert auch nicht mehr. Sie wollte früher soooo gerne raus. Wir waren mindest 2-3 mal am Tag draußen und seit mehr als wie einen Monat nicht mehr.
Sie liebte es Auto zu fahren und jetzt nicht mehr. Ich bin ratlos und weiß nicht mehr was ich noch machen soll.
Mein Mann sagt immer das ist ne Phase die geht wieder vorbei. Ich glaube nicht das die Phase so lange geht. Meine Kinderärztin sagt, ach das ist die Trotzphase.

Meine Tochter geht nicht in eine Kindergrippe.

Vllt können Sie mir irgendwie helfen.

Vielen Dank im Voraus

Lg Bianca Wolf

von Bibi2307 am 09.11.2020, 16:24 Uhr

 

Antwort:

Mein Kind 2,5 Jahre möchte nicht mehr raus.

Liebe Bianca Wolf,
diese generelle Ablehnung raus zu gehen hört sich tatsächlich nach einer Nein-Phase an. Sie scheint deutlich machen zu wollen, dass sie auf jeden Fall nicht möchte, was Sie wollen.
Andererseits wird es ja sicher noch Dinge geben, die sie mag und mit denen sie sich beschäftigt. Dann kann man das Rausgehen mit ihr im Moment auf die notwendigen Besorgungen beschränken, muß das nicht erzwingen. Oft ist es so, dass je stärker Ihr Interesse ist, desto stärker der Widerstand.
Ich würde deutlich machen, was Sie am Tage für richtig und sinnvoll erachten (z.B. wir müssen heute einkaufen oder einmal am Tag gehen wir an die frische Luft o.ä.) und das auch ohne Be- oder Entwertung tun. Belohnungen für Alltägliches würde ich (wie beim Essen) nicht in Aussicht stellen, weil das ein falsches Signal ist. Ich würde keinen Machtkampf daraus machen aber deutlich zeigen, dass es bei den Notwendigkeiten für Sie auch keine Diskussion gibt. Sie muß es dann nicht "wollen". Das kann man nicht erzwingen, es ergibt sich aber in der Regel nach einer Zeit von selbst. Je unaufgeregter Sie klar handeln, desto weniger "Sinn" macht der Widerstand.
S.a. den Text zum Trotz auf dieser Seite. Da wird nochmal deutlich, wie wichtig diese Phase für die Kinder auch ist.
Dr.Ludger Nohr

von Dr. Ludger Nohr am 10.11.2020

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