Dr. med. Ludger Nohr

Ängste beseitigen

Antwort von Dr. med. Ludger Nohr

   

 

Ängste beseitigen

Hallo Herr Nohr. Wir haben eine 2 1/2 jährige Tochter. Sie und ihre kleine Schwester schlaufen noch bei uns im Schlafzimmer. Sie hatte nie Probleme beim Zubettgehen. Seit 5 Tagen fängt die an zu weinen sobald sie im Bett angekommen ist und möchte wieder mit runter. Erst dachte ich, sie testet uns, aber sie hat Angst. Sie sagt auch selber, dass sie Angst vor Eulen hat, obwohl sie eigentlich kein Bezug zu Eulen hatte. Wir haben anfangs, als wir dachten, dass sie test, sie auch 2x weinen lassen. In der Hoffnung, dass die sich allein beruhigt, aber sie fängt nach, wie vor hysterisch an zu wrinen. Sie stegiert sich richtig rein und wird lauter. So habe ich sie noch nicht erlebt. Anfangs haben wir sie dann wieder mit runter genommen. In den letzten 2 Tagen hat sich mein Mann, zum Einschlafen, daneben ins Bett gelegt, bis sie eingeschlafen ist. Allerdings wollen wir nicht, dass die sich daran gewöhnt. Sie ist immer so schön ale in eingeschlafen. Wir haben auch oft mit ihr darüber geredet und versucht ihre Ängste zu nehmen, aber leider erfolglos. Haben Sie ein Tipp für uns was wir noch machen können, damit sie ihre Angst verliert und wieder normal Zubett geht?
Vielen Dank im voraus.
Liebe Grüße

von YvonneSt. am 07.05.2020, 22:32 Uhr

 

Antwort:

Ängste beseitigen

Hallo,
zur Basisinformation möchte ich auf meinen Text zum Schlaf auf dieser Seite hinweisen.
Kleinkinder die Angst haben, brauchen Sicherheit durch eine vertraute Person. Viele Eltern meinen, die Kinder würden sie testen, vielleicht sogar manipulieren und sich was Falsches angewöhnen. Das sehe ich gar nicht so. Und dass sich das Schlafverhalten geändert hat weist ja darauf hin, dass sich auch bei Ihrem Kind was geändert hat. Die kindliche Entwicklung ist nicht linear und alles wird immer besser, sondern sie verläuft in vielen Kurven.
Was Sie tun können und sollten ist, dass Sie Ihr Kind bis zum Einschlafen betreuen, bis sie wieder genügend Sicherheit und Vertrauen hat, dass sie es sich selbst zutraut. Angst kann man nicht wegdiskutieren, sie ist keinem Argument zugänglich. Ein Kind in diesem Alter ist so vielen neuen Eindrücken und Situationen ausgesetzt, dass die Integrationsmöglichkeiten immer wieder überfordert sind. Das zeigt sich oft zuerst im Schlafverhalten.
Geben Sie Ihrer Tochter den Halt und die Sicherheit die sie braucht, bis sie sich es wieder selbst zutraut.
Dr.Ludger Nohr

von Dr. med. Ludger Nohr am 08.05.2020

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