Nächtliches Erwachen

Dr. med. Daniela Dotzauer Frage an Dr. med. Daniela Dotzauer Ärztin, Integrative Eltern-Säuglings-/Kleinkind­beraterin

Sehr geehrte Experten, mein Sohn 13 Monate alt schläft schon immer schlecht (häufiges nächtliches Erwachen). Wir haben feste Rituale und Schlafenszeiten. Abends stille ich ihn, wir kuscheln im Bett bis er einschläft. Nach 45 Minuten ist er das erste mal wach. Der Schnuller wird oft abgelehnt, also wieder stillen. So geht das dann ca. 10-15 mal nachts. Um 5 Uhr ist dann meistens die Nacht auch vorbei. Um 7 Uhr muss er dann schon wieder ins Bett. Meine Tochter war ähnlich mit dem Schlaf, aber in Summe hat sie doch etwas besser geschlafen. Da ich halbtags arbeite, eine 3 jährige Tochter habe und nun dauermüde bin, muss sich etwas ändern. Haben Sie mir Tipps was ich tun kann, um nicht alle 30 Minuten aus dem Schlaf gerissen zu werden ? Ich habe noch eine Frage zu meiner Tochter (3 Jahre alt): Papa bringt sie immer ins Bett. Aktuell schreit sie immer nach mir. Was soll ich tun ? Ist es in Ordnung, dass Papa bei ihr ist oder soll ich sie zu Bett bringen ? Vielen lieben Dank. 

von Michelle3005 am 03.08.2022, 15:14



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Nächtliches Erwachen

Liebe Michelle, Das sind komplexe Zusammenhänge! @ 13 Monate: Ihr Sohn braucht einen anderen Plan vom Beruhigen und Einschlafen außer Saugen und Schlucken! D.h. Das Einschlafen sollte vom Trinken getrennt werden also vorher stillen (nicht im Dunklen nicht im Liegen) und das Ruhigwerden kann auch mit Schnuller, Kuschel, Bilderbuch anschauen, singen kuscheln gelingen. Das gemeinsame Einschlafen kann ja noch etwas fortgeführt werden. Allerdings auf Dauer wäre es sinnvoll sich etwas wegzudrehen, damit ihr Kind eigene Szategien entwickeln kann.  Wenn er mitbekommt dass er selbstständig im Bett einschlàft, wird er auch nicht mehr so schell wach. Dennoch gelingt das Schlafphasen verbinden nur schrittweise. Am besten versuchen Sie am Schnuller und an dem Kuscheltier zu arbeiten und an der Tatsache, dass ja Weiterschlafen notwendig ist und nicht stündliches Essen. Also es muss eine Weiterschlafsprache her. Das Kind umdrehen, beruhigen, Schnuller Kuschl anbieten und sich um den Kummer der nichterfüllten Erwartung kümmern. Etwas ablenken und etwas aushalten. In diesem Alter hat er halt schon ganz feste Erwartungen und einen eigenen Kopf. Ist alles mühsam aber notwendig! @ 3 Jahre: Natürlich ist es in Ordnung dass der Papa seine Tochter ins Bett bringt. Ich empfehle mit Herzenszeit und Geduld und die Tochter sollte es bei Papa genauso lieben, wie bei Mama. Das wäre ein Gewinn für alle. Dazu braucht es Ihre Klarheit und Papas liebevollen Ideen... Herzliche Grüße Daniela Dotzauer   

von Dr. Dotzauer am 03.08.2022