Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Stillen nach schlechten Start?

Frage: Stillen nach schlechten Start?

Finn2

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Hallo Frau Welter, ich bin sehr verzweifelt und hoffe hier noch Hilfe zu bekommen. Ein letzter Versuch sozusagen bevor ich mein Kind entgültig an die Flasche gewöhne :( Ich muss kurz ausholen damit meine Situation richtig eingeschätzt werden kann. Vor sieben Wochen kam mein Kind auf die Welt. Ich legte sie von Anfang an an, da sie jedoch 300 gr abgenommen hatte und nicht zunahm, musste ich zufüttern. Dies geschah mit der Flasche und leider nicht mit einem Brusternägrungsset.. Nach zwei Tagen schoss ihr Bilirubin Wert plötzlich hoch und sie musste in eine andere Station verlegt werden im der es kein Bett für mich gab (alles belegt). Man weckte mich alle drei Stunden zum stillen und zufüttern. Das passierte folgendermaßen: 15 min stillen links, 15 min rechts, dann 90 ml pre ha Milch zufüttern mit Flasche. Nach einer Woche wurden wir entlassen. Daheim folgte ich diesem Schema. Stillen an beiden Seiten dann zu füttern. Irgendwann hatte ich dann tatsächlich mehr Milch. Zwar konnte ich sie trotzdem nicht voll stillen und musste zufüttern (sie nahm nur sehr langsam zu), aber immerhin konnte ich noch stillen. In der fünften Woche bekam ich dann plötzlich nachdem der Wochrnfluss eine Woche vorbei war, meine erste Regel. Regelschmerzen, Koagel, und die üblichen Symptome waren für mich ein sicheres Zeichen dass es KEIN Wochrnfluss mehr war! Bereits drei Tagen vor Beginn dieser ersten Regel wollte mein Kind nicht mehr an sie Brust. Sie wehrte sich komplett. Schlug um sich, schrie usw. Trotz beruhigen Gong das stillen nicht mehr. Dann kam eben nach drei Tagen die Regel. Sie wehrte sich weiterhin. Eine Woche lang konnte ich nicht mehr stillen, bis die Regel vorbei war. (Ich versuchte es täglich mehrfach). Genau als sie Regel weg war, wollte sie wieder gestillt werden. Das ganze ging nur ein paar Tage gut, ich hatte zu diesem Zeitpunkt noch weniger Milch als sonst, dachte jedoch dass die Milch schon wieder mehr werden würde dir häufiges anlegen. Leider ist dem nicht so. Bis heute ist die Milch weiter zurück gegangen. Links fließt keine mich mehr (sehe ich durch abpumpen), rechts nur 10 bis 20 ml :( Das abpumpen habe ich nur kurz versucht, da ich jedoch alleinerziehend bin, hat mich das aus Zeitmangel nur weiter in Stress gesetzt und ich habe damit aufgehört. Vor ein paar Tagen bekam ich den Tipp mir ein Brusternährungsset zu kaufen. Gesagt getan. Seit gestern füttere ich damit zu. Mein Kind geht endlich wieder an die Brust, bis gestern hat sie nämlich immer um sich geschlagen, geschrien und wir waren beide frustriert. Jedenfalls trinkt sie mit diesem Set wieder. Und nun habe ich zwei Fragen dazu: Wenn such die Milch dem ende neigt, bei 50 ml will mein Kind nicht mehr. IMMER bei 50 ml fängt es an zu schreien, tu zappeln usw. Nun habe ich gesehen dass bei 50 ml die Milch komischweise nicht mehr richtig fließt. Ich drücke dann auf die Flasche, aber es scheint niht ad selbe für mein Kind zu sein denn es will dann nicht mehr. Ich dachte vielleicht hat es keinen Hunger mehr und habe die Milch probeweise ins Fläschchen umgefallen und gefüttert und da hat es weiter getrunken.. E muss also an der Flasche des Sets liegen, ich weiß aber nicht warum :( Jedenfalls beenden wir die Fütterung mit dem Sets jedesmal frustriert :( Sie weint und ich ebenfalls :( Würde das Set am liebsten aus dem Fenster werfen... Punkt, Punkt, Punkt. Nun möchte ich Sie fragen was Sie zu meiner Situation sagen. Lohnt sich denn der ganze Aufwand überhaupt, meinen Sie es besteht noch die Chance wenigstens die alt Milchmenge durch das Zufüttern mit dem Brusternährungsset wieder zu bekommen? Wenn ich wüsste da kann wieder mehr Milch produziert werden, würde ich es weiter versuchen. Wenn jedoch die Chance verpasst ist dass sich da überhaupt noch was tut, gebe ich nach endlosen Versuchen auf. Ich habe das Gefühl dass ich in der Wochenbettstation einfach falsch beraten wurde. Dann auch noch die getrennte Station und das Anlegen nur alle drei Stunden.. Ach ja und ich gebe ihr seit der dritten Woche den Schnuller.. Was meinen Sie dazu? Herzliche Grüße, Marie


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Marie, lass dich erst einmal umarmen, ich kann gut verstehen, dass Du am Ende bist. JA, DU hast eine Chance, wieder zu stillen, aber es wird viel Arbeit und Geduld brauchen - das muss dir bewusst sein. Wenn dein Kind lernen soll, effektiv und korrekt an der Brust zu trinken, dann musst Du auf alle künstlichen Sauger verzichten. Zufüttern kann man auch mit einem Becher. Es ist normal, dass ein Baby an der Brust kürzer, aber dafür öfters trinkt und es kann sein, dass deine Kleine einfach eine Pause braucht. Bitte wende dich unbedingt an eine Kollegin vor Ort, die Euch SEHEN kann und so sehr viel gezielter helfen kann. Eine Stillberaterin in deiner Nähe findest Du im Internet unter http://wwwlalecheliga.de (La Leche Liga), http://www.afs stillen.de (Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl stillen.de (Still und Laktationsberaterinnen IBCLC). Gerne können wir beide auch einmal miteinander tzelefonieren, wenn Du magst. Ganz llliebe Grüße Biggi


Finn2

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Liebe Frau Welter, herzlichen Dank für Ihre aufbauenden Worte. Ich bin froh dass Sie mein Kauderwelsch verstehen konnten. Ich habe mich bereits an La Leche Liga gewendet. Die Beraterin hatte mir zu dem Brusternährungsset geraten. Zudem habe ich dort auf die Suchseite nach einer Beraterin vor Ort gesucht. Es gibt nur eine, die nicht an das Telefon geht und kein AB hat. Dann gibt es noch eine Hegamme die wohl auch Brusternährungssets verleiht. Sie müsste sich mit dem Thema also gut auskennen. Auch sie geht nicht ans Telefon und hat kein AB. Die Stillberaterin bei meinem Kinderarzt (kennen ich noch nicht), ist erstmal krank auf unbestimmte Zeit. Und zuletzt habe ich mit unserer ehemaligen Hebamme gesprochen, die das Thema bei mir längst abgeschrieben hatte und zu meiner Frage zu dem Set erstmal mit den Worten: "Was du versuchst es immernoch?" lachen musste :( ..ich habe noch nicht aufgegeben, weil das Stillen nach dem schwierigen Start uns viel gegeben hat. Noch immer habe ich ein Trauma sitzen weil sie verlegt wurde. Ich trage sie sehr viel und lasse sie auf meiner Brust schlafen. Das hilft. Doch das Stillen war einfach schön. Sie ist jedesmal lächelnd eingeschlafen und war so zufrieden, auch wenn sie danach nochmal geweckt werden musste. Der Schnuller war für mich eine Notlösung weil mein HB nach der Entlassung auf 7 war und es mir sehr schlecht ging, bzw. ich auch keine Hilfe daheim hatte. Er hat mir sehr geholfen z.b. Beim Wickeln wenn sie viel schrie und ich körperlich einfach keine Reserven hatte um das auszuhalten. Heute geht es mir gut und ich könnte darauf verzichten. Gerne würde ich ihr den Schnuller daher langsam abgewöhnen oder nur für "Notfälle" anbieten. Ich brauche jedenfalls sehr viele Tipps um auf den richtigen Weg zu kommen. Wenn das für Sie in Ordnung ginge, würde ich das Angebot annehmen und gerne mit Ihnen telefonieren. Herzlichen Dank dafür. Marie


Finn2

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[PS: Auf den anderen Seiten die Sie angegeben haben, ist leider keine Beraterin in meiner Stadt (oder in der Nähe) zu finden.]


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Marie, schicke mir deine Nummer bitte an biggi@die-welters.de, dann melde ich mich :-). Biggi


Finn3

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Liebe Frau Welter, ich kann mich unter meinem Namen Finn2 einfach nicht mehr anmelden :/ Daher dieser neue Account. Hoffe mir wird nicht der Kopf abgerissen. Mittlerweile klappt es mit dem BES sehr gut! Ich habe jedoch noch eine Frage. Mein Kind trinkt leider aus dem BES nur mit den dicksten Schläuchen und nur wenn diese beiden offen sind (dann fließt die Milch schneller). Immerhin trinkt es jetzt aus dem BES und darüber bin ich soo glücklich! Nur sollte eigentlich das Ziel sein die Milchproduktion mit dem BES nach und nach zu fördern. Da die Flasche mit 150 ml Pre Milch sehr zügig ausgetrunken wird (5-7 Minuten), wird die Milchproduktion wohl kaum angeregt werden können. Mittlerweile Mus ich sogar zuvor noch 30 ml mit dem Fläschchen geben und dann mit dem BES stillen, da nicht mehr in dem BES hinein passt. Mit den mittleren Schläuchen brauche ich es nicht nocheinmal zu versuchen da mein Kind direkt ungeduldig wird, ganz ähnlich wie an der Brust ohne BES. Am Ende sind wir beide gestresst, daher will ich nur noch mit den dicksten Schläuchen "stillen". Nun wurde mir geraten eben "einfach" abzupumpen. Tja, nur kommt da leider kein einziger Tropfen Milch raus. Das habe ich mit mehreren Pumpen versucht, auch mit sehr guten aus dem KH, aber es bringt nichts. Ich habe auch verschiedene Techniken angewendet um den Milchspendereflex anzuregen. Alles erfolglos. Nun die Frage, warum kam am Anfang nach der Entbindung immerhin 30-40 ml durchs abpumpen und nun garnichts mehr? Irgendwie ist das sehr komisch. !! Und was kann ich tun um die Milchproduktion anzuregen, wenn mein Kind so kurz an der Brust trinkt und das abpumpen nicht geht? Seit zwei Wochen trinke ich einen Gerstentrunk und die Brüste fühlen sich tatsächlich voller an (zuvor waren sie nur noch schlabberig). Nur, sollte das dann auch irgendwie ausgetrunken werden was mehr produziert wird. Ich hoffe ich kann mich den ein oder anderen Tipp bekommen. LG Marie


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