Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Schreit beim Stillen

Frage: Schreit beim Stillen

Emmeryn

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Mein Kleiner (jetzt 4 1/2 Wochen alt) schreit beim Stillen die Brust an. Wir haben dieses Problem schon seit gut 3 Wochen. Meist trinkt er ein paar Minuten ganz ruhig bevor das Schreien losgeht. Oft krümmt er such dabei zusammen und manchmal kann es auch sein, dass er sich überstreckt. Auch drückt er die Brust dann oft weg. Meist schreit er dann eine Weile, trinkt wieder und schreit wieder... Meist fängt das ganze erst gegen Abend an. Es gibt aber auch manche Tage an denen er gar nicht weint und an anderen beginnt das schon in der Früh. Nur in der Nacht haben wir das Problem gar nicht. Ich weiss nicht obs relevant ist, aber mein Kleiner ist nach einer sehr schwierigen SS bei ET+8 spontan mit beinahe 4600g auf die Welt gekommen. In den ersten Tagen hatte ich leider nicht genug Milch daher wurde mit Hipp Pre HA zugefüttert. Seit gut 2 Wochen brauchen wir das Zufüttern nicht mehr. Schnuller bekommt er nur zum Autofahren, da er sich dann nicht anders beruhigen lässt. Ich war mit ihm bereits zwei Mal zur Stillberatung, aber wirklich geholfen hat es leider nicht. Eine Saugverwirrung wurde ausgeschlossen, die Stlltechnik dürfte auch ok sein, Gewichtszunahme passt (jedes Mal ca 300g pro Woche).... beide Male wurde es als Phase bezeichnet, die irgendwann von selber vorbei geht. Ich hab mittlerweile schon alles versucht (Seitenwechsel, dazwischen wickeln oder ablenken, aufstossen lassen....) aber nichts funktioniert und ich bin echt schon verzweifelt. Was kann ich sonst noch tun?


Biggi Welter

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Liebe Emmeryn, auf Anhieb gibt es mehrere mögliche Ursachen für das Verhalten deines Babys. Zum einen erlebt dein Kind jetzt seine Umwelt immer bewusster und muss daher die Ereignisse des Tages verarbeiten. Das bedeutet für manche der kleinen Menschlein, dass sie sehr unruhig sind, weinen und an der Brust ebenfalls unruhig sind. Hier hilft es, die Tage möglichst ruhig verlaufen zu lassen, den Abend sanft ausklingen zu lassen und dem Kind Nähe, Ruhe und Halt zu geben. Keine hektischen Versuche mit immer neuen Ideen das Kind zur Ruhe zu bringen, sondern so wenig „Action" wie möglich. Den Raum abdunkeln, beruhigend mit dem Baby sprechen oder ihm etwas leise vorsingen. Besonders unruhige Babys, die sich an der Brust steif machen und nach hinten überstrecken, können auch gebündelt werden. Beim Bündeln wird das Baby gut in eine Decke eingewickelt, so dass seine Schultern nach vorne geneigt und die Arme unterhalb der Brust gekreuzt sind. So kann es den Kopf nicht zurückwerfen. Bei manchen Babys bewährt es sich, wenn die Decke unten offen bleibt, so dass die Füße frei bleiben. Wenn ein Kind auf diese Weise eingepackt ist, sieht es wie ein „C" aus, mit dem Kinn auf der Brust und angezogenen Beinchen. Häufig reicht diese Maßnahme aus, das Baby zu beruhigen und es trinkt dann besser an der Brust. Manche Babys brauchen Halt im wahrsten Sinne des Wortes um weniger zappelig zu sein. Eine andere Ursache kann der Schnuller oder die Flasche sein. Schnuller können wie alle künstlichen Sauger zu einer Saugverwirrung führen. Ist das Kind dann auch noch erregt oder besonders müde, dann „erinnert" es sich unter Umständen nicht mehr an die korrekte Trinktechnik für die Brust. In diesem Fall hilft nur konsequentes Verzichten auf alle künstlichen Sauger. Eine Saugverwirrung entsteht, wenn ein Kind mit dem Wechsel zwischen den Trinktechniken an Brust und künstlichem Sauger (dazu gehören Flaschensauger, Schnuller und Stillhütchen) nicht zurecht kommt und dann die Brust schlussendlich sogar verweigern kann. Das ist ein ernsthaftes Stillproblem, das schon viele Sorgen und Tränen bei Müttern und Kindern verursacht hat. Doch eine Saugverwirrung kann überwunden werden. Dabei ist es die erste Maßnahme, dass sämtliche künstlichen Sauger weggelassen werden. In leichteren Fällen kann dies schon ausreichen. Am besten besprichst Du mit einer Stillberaterin in deiner Nähe, wie Du vorgehen kannst. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße Biggi


Emmeryn

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Vielen, vielen Dank für die Tipps! :) Das Bündeln (bzw. einfach nur meine Hand sanft auf seinen Händen und Bauch - er fuchtelt oft stark bevor er zu weinen beginnt) hat uns schon sehr geholfen. Er schreit zwar immer noch, aber mir kommt bor es wird schon besser. Kann eine Ursache des Schreiens auch Bauchweh sein? Das plagt ihn momentan sehr. Manchmal höre ich es in seinem Bauch rumoren oder er krümmt sich zusammen bevor das Weinen losgeht. Auch bringe ich ihn leider nicht immer dazu ein Bäuerchen zu machen. Er wird nicht gerne aufrecht gehalten. Meist führt das zu starkerem Weinen und oft auch heftigem Strampeln. Meine Hebamme meing, dass man aufs Aufstossen lassen auch verzichten kann. Stimmt das?


Emmeryn

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Vielen, vielen Dank für die Tipps! :) Das Bündeln (bzw. einfach nur meine Hand sanft auf seinen Händen und Bauch - er fuchtelt oft stark bevor er zu weinen beginnt) hat uns schon sehr geholfen. Er schreit zwar immer noch, aber mir kommt bor es wird schon besser. Kann eine Ursache des Schreiens auch Bauchweh sein? Das plagt ihn momentan sehr. Manchmal höre ich es in seinem Bauch rumoren oder er krümmt sich zusammen bevor das Weinen losgeht. Auch bringe ich ihn leider nicht immer dazu ein Bäuerchen zu machen. Er wird nicht gerne aufrecht gehalten. Meist führt das zu starkerem Weinen und oft auch heftigem Strampeln. Meine Hebamme meing, dass man aufs Aufstossen lassen auch verzichten kann. Stimmt das?


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