Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Schlaf...

Frage: Schlaf...

lena567

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Hallo, ich habe ein nächtliches Problem mit meinem Sohn. Ich kenne Ihren Standardtext bei nicht-alleine-schlafen-wollenden-Kindern, aber der hilft mir leider nicht. Mein Sohn, 9 Monate, schläft schon seit ca. 6 Monaten nur noch mit Stillen wieder ein. Das Problem liegt darin, dass er in dem meisten Nächten allerdings nicht mal 2 Stunden am Stück schläft. Meist wird er schon nach 1 1/2 Stunden wach. Erst schlief er in seinem Beistellbettchen, inzwischen schlafen wir zusammen auf einer Matratze auf dem Boden- geändert hat sich allerdings nichts. Er hatte bis vor einer Woche für zwei Wochen eine Phase, in der er tatsächlich nur 2x die Nacht wach geworden ist- ich hab mich gefühlt wie ein neuer Mensch. Ich dachte, jetzt wird es endlich besser. Auch jetzt hält er schon seit über 3 Stunden sein Vormittagsschläfchen, tagsüber ist das gar kein Problem, er kann es also. Warum nur nachts nicht? Ich kuschel mit ihm, wenn er wach wird streichel ich ihn und singe- er schreit so lange, bis er gestillt wird, bzw. manchmal schläft er auch wieder ein- für 5 Minuten und es geht wieder von vorne los... An den Zeiten/Längen der Tagschläfchen, sowie die Zubettgehzeit haben wir schon herumexperimentiert- ändert nichts. Tagsüber kann ich mich auch nicht mit hinlegen, er hat noch eine Zwillingsschwester, welche max. 1x/Nacht wach wird und tagsüber demnach einen anderen Schlafbedarf hat und ich muss noch Milch abpumpen, was auch zeitintensiv ist. Abnehmen kann mir die Kinder keiner. Ich bin auch tagsüber nicht allzu müde, ich will aber einfach mal wieder nachts besser schlafen dürfen. Durch das ständige geweckt werden, habe ich oft nachts Kopfschmerzen und bin richtig genervt von dem kleinen Mann. Was kann ich bloß tun? Viele Grüße Lena


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LIebe Lena, ich bin jetzt selbst ein bisschen ratlos, was ich dir empfehlen kann. Denn ich kann ja nichts ändern an der Situation, die so aussieht, dass deine Tochter problemlos mit 1 x Stillen pro Nacht klarkommt, der Zwillingsbruder hingegegen starke Bedürfnisse nach Nähe und Stillen hat. Die lassen sich nicht ausschalten - ich weiß, dass du das weißt. Die Frage ist also vor allem, wie seine Bedürfnisse befriedigt werden können ohne dass du dabei verloren gehst. Warum er diese Bedürfnisse hat kann ich nicht sagen, kann wohl niemand, aber Fakt ist: Sie sind da, es ist nicht so, dass du mit ihm etwas "falsch" gemacht hättest, oder dass sonst etwas falsch gelaufen wäre... Es ist einfach so. Haushaltshilfe tagsüber; AuPair/beste Freundin, die nachts mit anpacken könnte, oder der Papa... ?? Ich denke, du brauchst eine kreative Lösung, und die kannst du besser als sonstjemand finden. Ich könnte mir vorstellen, dass dir der Austausch mit Müttern, die verstehen, wie es dir geht, helfen könnte. Einfach, weil es so gut tut, mal verstanden zu werden!! Vielleicht hast du auch mal Lust, zu einem Stillgruppentreffen zu gehen? Dort findest du Ermutigung und wertvolle Tipps von einer kompetenten Stillberaterin und von Müttern, die ganz ähnliche Fragen und Sorgen kennen wie du. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Lieben Gruß, Kristina


lena567

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Der Papa kümmert sich nachts schon um's Töchterchen, sie bekommt abgepumpte Milch. Es würde ja auch nix nutzen, da er sich ja wirklich nur durch's stillen beruhigen lässt...ebenso wenig würde eine Haushaltshilfe nutzen, tagsüber klappt ja alles, die beiden sind lieb und spielen und ich kann den Haushalt machen, oder abends, wenn der Papa da ist. Es geht einfach um die zermürbenden Nächte...wieso schafft er es tagsüber 3 Stunden am Stück zu schlafen, nachts aber nicht...wie kann ich ihm klar machen, dass er auch ohne Brust, nur mit kuscheln wieder einschlafen kann...von einer Phase kann man ha auch nicht sprechen, es ist ja schon seit einem halben Jahr so...


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Liebe lena567, wie gesagt: Auch ich weiß nicht, warum er nachts nicht schläft wie tagsüber. Ich weiß nur: Es ist "normal", denn sehr viele Babys verhalten sich so und in Fachkreisen geht man davon aus, dass es mit der neurologischen Reife eines Menschenkindes zusammen hängt, wie es schläft. Ein junger Mensch braucht die körperliche Nähe zu einem älteren Menschen zwingend, weil sie ihm dabei hilft, seine eigenen Körperfunktionen zu regulieren. Atemfrequenz, Körpertemperatur... ...dieser Artikel enthält viele interessante Informationen dazu: https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=10&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwi6tdOhoYTaAhUpsaQKHSHoA_oQFgh6MAk&url=http%3A%2F%2Fwww.koelner-hebamme.de%2Fueber-das-tragen.html%3Ffile%3Dfiles%2Fmedia%2Fdocuments%2FCo-Sleeping-oder_Wo_schlaeft_das_Kind.pdf&usg=AOvVaw1HRJoMLdXLlRiVlDqWvufH Und jedes Baby ist eben anders, und jedes braucht, was ES braucht. Das nächtliche Stillen hat eine andere Funktion und Wirkung als das Stillen tagsüber, darum macht es einen großen Unterschied, ob das Baby nachts stillen darf oder anders beruhigt wird. Eine andere Überlegung ist, ob dein Sohn bei dir im Bett schläft. Falls nein, wäre es vielleicht einen Versuch wert, ihn zu dir zu nehmen. Vor allem die Studien von Dr. McKenna haben erwiesen (s. Artikel): "Schläft das Kind im Bett der Mutter hingegen, so wird ihr Schlaf weit weniger gestört. Schon die ersten motorischen Anzeichen des Kindes, das sich aus seiner Tiefschlafphase herausbewegt, werden im Unterbewusstsein registriert und führen die Mutter in eine flachere Schlafphase. Wenn das Kind dann erwacht und Schnalz- und Schmatzgeräusche von sich gibt, ist die Mutter gerade wach genug, es an die Brust zu nehmen. Ist es einmal gut angelegt und trinkt gleichmäßig, gleitet die kaum aus dem Halbschlaf erwachte Mutter schon wieder in eine tiefere Schlafphase. Die gesamte Dauer der Schlafunterbrechung war nur wenige Minuten, vielleicht sogar nur wenige Sekunden." Vielleicht mgst du auch mal nebenan Dr. med. Ludger Nohr um seine Meinung bitten? Lieben Gruß, Kristina


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