Mitglied inaktiv
Liebe Frau Welter, mein Kleiner ist jetzt 8 Wochen alt und wird voll gestillt (im Moment im Schnitt alle 2h). Da ich in drei Wochen wieder vollzeit arbeiten gehe, hatte ich vor tagsueber auf der Arbeit abzupumpen und Morgens/Abends/Nachts normal zu stillen. Um schon mal zu ueben und auch einen Vorrat anzulegen habe ich seit letzter Woche angefangen einmal am Tag abzupumpen, mit einer Avent Handpumpe. Leider bekomme ich in 30 Minuten nicht mehr als 30 ml aus beiden Bruesten, und die Milch troepfelt eher zoegerlich. Das ist leider auch so wenn ich ein Photo von ihm, oder sogar den kleinen Kerl in Natura vor mir liegen habe. Wenn ich den kleinen Kerl an der einen Brust angelegt habe und an der anderen pumpe, dann spritzt die Milch nur so, und ich bekomme die gleiche Menge in der Haelfte der Zeit. Ich nehme also an, dass ich ohne meinen kleinen Sauger den Milchspendereflex nicht richtig ausgeloest bekomme. Hier meine Fragen: Kann ich irgendetwas machen, um das zu verbessern? Woran erkenne ich, ob nichts mehr kommt, weil die Brust leer ist, oder ob nichts mehr kommt, weil der Reflex nicht ausgeloest wird. Kann ich irgendetwas gegen die wunden Brustwarzen machen, die ich zwangslaeufig bekomme wenn ich zusaetzlich zum Stillen alle 2h nochmal 30 minuten pumpe? Vielen Dank im Voraus! Beste Gruesse von Krista =:)
? Liebe Krista, wenn Sie „zwangsläufig" wunde Brustwarzen bekommen beim Pumpen, dann stimmt etwas nicht. Entweder die Pumpe taugt nichts oder sie wird nicht richtig verwendet. Ich kann es wirklich nicht oft genug predigen: Ehe eine Frau eine Pumpe in die Hand nimmt, MUSS sie eine ausführliche und persönliche Pumpberatung bekommen. Pumpen bedeutet nicht „Pumpe dran und los" und es ist sogar möglich mit einer ungeeigneten Pumpe (und die gibt es leider) oder durch falsche Anwendung das Brustgewebe zu schädigen oder eben wunde Brustwarzen zu verursachen. Deshalb kann ich Ihnen nur dringen raten, sich an eine Stillberaterin in Ihrer Nähe zu wenden, die mit Ihnen ausführlich bespricht, welche Pumpe für Ihre Situation geeignet ist und wie Sie damit umgehen. Wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben, suche ich Ihnen gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. Die neuesten Forschungen von Prof. Peter Hartmann in Australien haben nicht nur bestätigt, dass die meiste Milch während des Stillens gebildet wird, sie haben auch die Vorstellung eine „Reservoirs" in der Brust widerlegt. Zwischen den Stillzeiten wird nur eine sehr geringe Menge Milch gebildet und wichtig für die Milchbildung ist und bleibt die Stimulation der Brust durch Entleerung. Dabei ist es nicht möglich, die Brust restlos zu entleeren, wie sich das manche Menschen vorstellen. Wenn Sie zusätzlich zum Stillen abpumpen, wird dadurch die Milchmenge insgesamt erhöht, weil Sie der Brust durch das zusätzliche Pumpen einen erhöhten Bedarf vorgaukeln. Ein junger Säugling braucht etwa ein Sechstel bis ein Fünftel seines Körpergewichtes an Milch innerhalb von 24 Stunden. Doch dies ist nur eine grobe Faustregel, die allenfalls einen Anhaltspunkt bieten kann. Keinesfalls kann jetzt daraus jedoch eine Formel „Gewicht des Kindes geteilt durch 5 oder 6 und dies wiederum geteilt durch die Anzahl der Mahlzeiten" abgeleitet werden, denn ein Baby trinkt nicht gleichmäßige Mengen, sondern ganz unterschiedliche Mengen und der eine Säugling braucht zum guten Gedeihen etwas mehr, der andere etwas weniger. Erhält ein Kind regelmäßig abgepumpte Milch, bekommt man nach einiger Zeit einen Erfahrungswert, wieviel das Kind trinken mag. Bis dahin ist es sinnvoll, dem Kind keine zu großen Mengen auf einmal anzubieten, da Reste nicht aufgehoben werden dürfen. Muttermilchreste dürfen nicht nochmals erwärmt werden, sondern sie müssen weggeworfen werden. Kleine Mengen können schnell aufgetaut und erwärmt werden und es ist besser nochmals einen Nachschlag aufzuwärmen als kostbare Muttermilch wegzuwerfen. Die Ausgabe 2/2000 (März) des „buLLLetin - die andere Elternzeitschrift für den Still- und Erziehungsalltag" (die deutschsprachige Zeitschrift der La Leche Liga) beschäftigt sich unter dem Titel „Beruf und Berufung" mit dem Thema Stillen und Berufstätigkeit. Neben praktischen Tipps (Abpumpen, Aufbewahren von Muttermilch usw.) finden Sie in diesem Heft auch Erfahrungsberichte. Vielleicht ist der Inhalt dieses Heftes auch interessant für Sie. Das buLLLetin kann sowohl im Abonnement (unter der Adresse Fotorotar, Administration buLLLetin, Gewerbestraße 18, CH8132 Egg (ZH)) als auch als Einzelheft (buLLLetin Versand, Simone Kamer, Neumattstraße 20, CH3053 Münchenbuchsee oder auch beim Stillshop auf dieser Seite) bezogen werden. LLLiebe Grüße Biggi Welter
Mitglied inaktiv
Hallo Frau Welter, Riesendank, werde wohl mit dem Weiterpumpen besser warten, bis mir eine Stillberaterin gezeigt hat, wie ich richtig&korrekt pumpe. Meine Postleitzahl ist 52062 (Aachen), im Voraus Dank fuers Vermitteln. Gehe ich dann recht in der Annahme, dass mein Problem den Milchspendereflex auszuloesen am ehesten an schlechter Pumptechnik liegt? Oder ist das ein rein psychisches Problem, bei dem mir niemand wirklich helfen kann? Nochmals besten Dank und Gruesse von Krista =:)
? Liebe Krista, es hängt mit Sicherheit auch davon ab, wie die Pumpe eingesetzt wird, wie gut oder schlecht der Milchspendereflex ausgelöst wird, doch andererseits ist es auch so, dass frau lernen muss, auf die Pumpe - die nun mal kein kuscheliges Baby ist - zu reagieren und das braucht manchmal ein wenig Zeit. Bitte fragen Sie bei Frau Sabine Makrutzki Tel.: 02235-691400 nach, wer die nächstgelegene LLL-Stillberaterin für Sie ist. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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