Dohach
Hallo liebe Stillberaterinnen, mein Kind ist 13 Monate alt und hat die letzten Wochen, bestimmt 10Wochen lang, nachts stündlich die Brust gefordert. Sie war lange erkältet und für mich war es zu Beginn auch okay. Aber mit der Zeit war ich echt fertig, weil ich selbst nicht mehr zum Schlafen gekommen bin. Bis mein Kind getrunken hatte, ich sie wieder neben mir im Familienbett ablegen konnte und mich gerade zum Schlafen umgedreht hatte, ist sie schon wieder wach geworden. Ich war zuletzt ein wandelnder Zombie. Es war klar, dass wir an dieser Situation etwas ändern mussten. Gesucht habe ich nach einer liebevollen Möglichkeit, um mein Kind nachts wieder von der Brust zu entfernen. Wir haben dann die Methode nach Gordon angewendet und es hat mit dem Schlafen auch ziemlich schnell wunderbar geklappt. Was das Stillen angeht, ist das Ganze aber nach hinten los gegangen. Seit 2 Tagen kommt kaum noch Milch. Wenn ich 1 Stunde abpumpe, habe ich gerade mal 30 ml. Meine Tochter weint nun schon an der Brust, verweigert sie tagsüber komplett und abends zum einschlafen weint sie bitterlich. Mir bricht es echt das Herz, denn ich wollte definitiv noch nicht Abstillen. Nur mal wieder schlafen. Aber hätte ich gewusst, dass mit dem Schlafprogramm das Stillen nicht mehr klappt, hätte ich es nicht gemacht. Ich bin echt am verzweifeln. Ich weiß, ich muss ruhig bleiben und darf mich nicht unter Druck setzen, aber das ist leichter gesagt als getan... Ich muss echt mitweinen, wenn mein Kind an der Brust weint, draufschlägt und dich dann und Bett setzt und weint. Momentan trinke ich Malzbier, Stilltee..., nehme Bockshornklee Kapseln und Agnus Castus Globuli. Ich pumpe 2x täglich 1 Stunde Clusterpumpen ab. Was kann ich noch tun? Mir ist es ganz arg wichtig, dass mein Milchfluss wieder in Gang kommt. Auch wenn viele sagen, in diesem Alter stillt man nicht mehr, ist es mir (Und gefühlt meinem Baby auch) sehr wichtig. Ich möchte noch nicht Abstillen. Können Sie mir weiter helfen? Vielen lieben Dank im voraus. LG Dohach
Liebe Dohach, keine Pumpe der Welt saugt so gut wie ein Baby und ich kenne vollstillende Zwillingsmamis, die nicht einen Tropfen Muttermilch abpumpen können ;-). Wichtig ist jetzt, dass Dein Baby die Brust wieder akzeptiert, denn die Milchbildung wird durch viel Saugen angeregt. Du kannst versuchen dein Baby anzulegen, wenn es schon sehr schläfrig oder fast eingeschlafen ist. Viele Babys, die sich weigern, an der Brust zu trinken, wenn sie hellwach sind, tun es im Halbschlaf dann doch. Du kannst ihm die Brust auch immer wieder anbieten, wenn es wach ist, dränge aber nicht. Manche Babys sind eher bereit zu trinken, wenn ihre Mutter umhergeht statt stillzusitzen. Weitere Maßnahmen, die sich bei einem Stillstreik bewährt haben, sind: im Umhergehen stillen, in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, im Halbdunkeln stillen, im Halbschlaf stillen, das Baby mit der Brust spielen lassen, unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, alle künstlichen Sauger vermeiden, das Baby massieren, viel Körperkontakt (Haut auf Haut), und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. LLLiebe Grüße Biggi
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