Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Milch schießt nur so heraus

Frage: Milch schießt nur so heraus

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Hallo, ich habe offenbar viel zu viel Milch - beim Stillen kommen richtige Strahle raus, die meinem Baby regelrecht in den Mund schießen (es verschluckt sich und lässt oft wieder los). Auch die andere Brust läuft währenddessen aus, teilweise schießt auch da die Milch in einem richtigen Bogen. Sogar zwischen dem Stillen passiert das manchmal, dass ich ein Ziehen spüre und kurz darauf ist alles nass. Mein Baby entwickelt sich zwar super, aber es leidet auch sehr unter Blähungen (drückt und schreit und nichts kommt). Seit ich nur noch "bergauf" stille, ist es zumindest mit dem Spucken besser geworden (beim Bäuerchen kam sonst immer ein ganzer Schwall). Aber ich habe immer noch diesen starken Druck (fast wie beim Milcheinschuss), und das Gefühl, dass meine Milchproduktion eher noch steigt als sinkt. Und durch das viele Luft schlucken, leidet mein Baby ganz schrecklich unter Blähungen (wacht immer davon auf) - Fliegergriff, Zäpfchen, Massagen etc helfen nur kurzfristig. Was kann ich noch tun? Ich hatte überlegt, Kümmeltee zu trinken, aber die Wirkstoffe sind ja dieselben wie im Stilltee, damit kurble ich die Milchproduktion womöglich noch weiter an?


Biggi Welter

Biggi Welter

Beitrag melden

Liebe Starlet84, haben Babys Spuckprobleme, wird empfohlen, sie während und nach den Mahlzeiten aufrecht zu halten, sie häufig aufstoßen zu lassen und sie häufig, aber für kürzere Zeit anzulegen. Manchmal liegt das Spucken wirklich daran, dass die Babys zu hastig trinken. Es gibt aber auch Babys, bei denen sich das Spucken durch nichts beeinflussen lässt und man einfach abwarten muss, bis sie aus dem Spuckalter herausgewachsen sind. Manchmal ist es auch hilfreich, das Baby mit erhöhtem Oberkörper zu lagern. Beobachte die Stillmahlzeit einmal ganz genau. Hat dein Baby nach dem Einsetzen des Milchspendereflexes Probleme mit dem Schlucken nachzukommen bzw. verschluckt es sich sehr leicht? Schießt die Milch regelrecht aus deiner Brust heraus? Fließt Milch aus dem Mundwinkel deines Babys? All dies sind Anzeichen für einen sehr starken Milchspendereflex. Es kommt vor, dass der Milchspendereflex so stark ist, dass das Kind nicht damit zurecht kommt. Bei einem sehr starken Milchspendereflex hat es sich bewährt, das Baby von der Brust zu nehmen sobald die Milch zu fließen beginnt (lege dir eine Windel zum Auffangen der Milch hin) und erst nach ein bis zwei Minuten weiter zu stillen, wenn der Milchfluss etwas nachlässt. Eine weitere Möglichkeit ist das „Berg auf Stillen“. Dazu wird das Baby so gehalten, dass sein Kopf, Nacken und Hals höher liegen als die Brustwarze. Beim Stillen mit dem Rückengriff lehnt die Mutter sich dabei nach hinten, beim Wiegengriff wird das Baby von unten mit zwei Kissen im Schoß der Mutter abgestützt und die Mutter lehnt sich, möglichst in einem bequemen Sessel sitzend, zurück. Weitere Möglichkeiten einem starken Milchspendereflex zu begegnen sind: die Häufigkeit der Stillmahlzeiten erhöhen. Dadurch verringert sich die Menge der gestauten Milch Wenn Du die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten vergrößerst verschlimmert sich das Problem noch weiter. nur eine Brust pro Mahlzeit anbieten. Dieser Vorschlag passt nicht zu dem, was üblicherweise gesagt wird. Aber das Ziel ist es die Brust weniger zu stimulieren. Wenn dein Baby quengelt und oft trinken möchte, kann es nötig sein, dass Du ihm mehrere Male dieselbe Brust über einen Zeitraum von zwei bis drei Stunden anbietest, bevor Du die Seite wechselst. Wenn sich die zweite Brust zwischendrin zu voll anfühlt oder spannt, solltest Du gerade so viel Milch ausstreichen, dass Du dich wohl fühlst, um die Milchproduktion nicht zu sehr anzuregen. das Baby stillen, wenn es gerade wach geworden ist. Es wird dann eventuell nicht so stark saugen, wie wenn es richtig wach und hungrig ist. Wenn das Baby weniger intensiv saugt, ist häufig auch der Milchspendereflex weniger stark. verschiedene Stillpositionen ausprobieren (auch das oben beschriebene Berg auf Stillen) das Baby oft aufstoßen lassen. den Gebrauch von künstlichen Saugern und Schnuller vermeiden. Mit dem Schnuller lässt sich ein Baby vielleicht hinhalten, aber es bleibt hungrig. Die Milch wird dann um so mehr mit Macht herausschießen, vor allem je mehr das ausgehungerte Baby kräftig saugen wird. Ich hoffe, meine Tipps helfen dir weiter. LLLiebe Grüße Biggi


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Liebe Biggi,  Mein Sohn ist nun fast 8 Wochen alt und wird voll gestillt. Da bei ihm bald die Zungenband-OP ansteht, möchte ich muttermilch einfrieren, die er dann im Nachgang lutschen kann, um die Wunde zu Kühlen. Außerdem möchte ich mir einen kleinen Vorrat an Muttermilch für Notfälle anlegen.  Wie gehe ich dabei nun am besten beim abpumpen vor ...

Hallo, wir kämpfen seit vier Wochen mit dem Gewicht. Um die Milchproduktion zu steigern, versuche ich regelmäßig "Power Pumpen". Mir ist aufgefallen, dass die Rahmschicht der abgepumpten Milch super dünn ist. Ist es möglich, dass meine Milch zu wenig Fett hat und der Kleine deswegen zu schlecht zunimmt?  Oft und richtig anlegen, Wechselstillen, vie ...

Hallo Frau Welter,  meine Tochter ist 15 Wochen alt und macht wohl gerade wieder einen Schub durch. Seit einer Woche steht unsere Welt Kopf. Nachts wacht sie ca. alle 1,5h auf und wird von mir gestillt. Ab 5Uhr ist die Nacht dann ganz vorbei. Ich selbst habe in den letzten Tagen kaum geschlafen und bin wahnsinnig erschöpft. Da die Kleine tagsüber, ...

Liebe Biggi,. ich habe meine Tochter (ungeplant) 3 Jahre lang gestillt. Das letzte Jahr überwiegend zum einschlafen und in der Nacht. Jegliche Versuche, es vorher zu beenden, waren alle gescheitert. Ich war einfach zu erschöpft, um sie "schreien" zu lassen. Ich konnte das einfach nicht. Jedenfalls bin ich so unendlich dankbar, dass sie mit Eintritt ...

Liebe Biggi,  viekeb lieben Dank, dass Sie sich hier den Fragen der stillenden Mütter annehmen.  Unsere Tochter wurde 5 Wochen zu früh geboren, ich habe zu Beginn abgepumpt und gestillt. Sie ist jetzt 12 Wochen alt, lag zwei Wochen auf der kinderintensiv bis sie nach Hause konnte.   Seit ca. 4 Wochen Pumpe ich nicht mehr ab, wir haben all die ang ...

Hallo, Ich mache mich gerade etwas verrückt.  Ich habe gerade mit Balea Milch-Honig oooooordentlich geduscht..    So ohne Gedanken. Danach hat es dann klick gemacht und ich habe mich nochmal mit Babyduschgeld überall abgewaschen...  Jetzt habe ich Angst, dass etwas vom Honig noch an meiner Brust ist.  Muss ich für die nächste Zeit auf Ersatzmilch z ...

Liebe Biggi, ich war mit meinem vollgestillten Baby zur U4 (zu dem Zeitpunkt genau 5 Monate alt). Der Kinderarzt ist mit der motorischen Entwicklung sehr zufrieden, die Gewichtszunahme wurde jedoch als ungenügend bewertet. Daher wurden wir zur kurzfristigen Kontrolle in 4 Wochen einbestellt. Alle Fragen ob ich das Gefühl habe, sie würde an der Brus ...

Liebe Biggi, ich war mit meinem vollgestillten Baby zur U4 (zu dem Zeitpunkt genau 5 Monate alt). Der Kinderarzt ist mit der motorischen Entwicklung sehr zufrieden, die Gewichtszunahme wurde jedoch als ungenügend bewertet. Daher wurden wir zur kurzfristigen Kontrolle in 4 Wochen einbestellt. Alle Fragen ob ich das Gefühl habe, sie würde an der Brus ...

Hallo Biggi,  vor 8 Tagen habe ich entbunden (Kaiserschnitt, 2. Kind). Ich habe ab dem ersten Tag den Kleinen regelmäßig angelegt, abwechselnd auf beiden Seiten. Als der Milcheinschuss kam, waren meine Brüste tagelang sehr prall und haben gespannt. Da es durch Stillen und Ausstreichen nicht besser wurde, hat mir eine Hebamme empfohlen, einmal be ...

Hallo,  ich bin leider etwas verzweifelt.  Meine Tochter ist im April diesen Jahres geboren worden und wird seitdem voll gestillt. Das Stillen hat von Anfang an sehr gut geklappt und ich genieße es sehr. Es war schon vor der Geburt geplant, dass ich nach 5 Monaten Teilzeit (15h/ Woche an 2 Tagen) in meinen Job als Lehrerin gehe. Ich habe mich desh ...