Moflo
Hallo, mein Sohn ist jetzt 11 Monate alt und ich stille ihn noch im Bett, 2-3x. Schnuller nimmt er nicht. Nuckelt gern an meiner Brust. Da löse ich mit dem Finger seinen Mund von meiner Brust. Wenn ich nicht schnell genug war, beißt er meine Brust. Das passiert schon 2-3x in der Woche. Jetzt bin ich wund und es tut echt weh, wenn ich meinen Sohn stille. Habe jetzt Multiman Kompressen genommen. Aber es tut immer noch weh. Was kann ich jetzt bzgl. der wunden Brust machen? Und wie kann ich das verhindern, dass mein Sohn mich beißt? Es ist schon schade, denn ich kann nicht mehr dösen, wenn ich meinen Sohn stille, sondern bin in einer Achtstellung. Auf Tipps freue ich mich! Viele sonnige Grüße Moflo
Kristina Wrede
Liebe Moflo, du hast ja schon ein bisschen was gehört über unsere Empfehlungen. Um deine verletzten Brustwarzen schneller heilen zu lassen, haben sich die folgenden Tipps bewährt: • vor dem Stillen etwas Milch ausstreichen, um den Milchspendereflex auszulösen, bevor das Baby an die Brust anlegt wird. • an der weniger wunden Seite (so es eine gibt) zuerst anlegen • nach dem Stillen etwas Muttermilch ausstreichen und auf den Brustwarzen trocknen lassen (dies wird nicht empfohlen, wenn das Wundsein durch eine Soorinfektion verursacht wird, da Soor auf Milch gute Wachstumsbedingungen findet). • ausreichend hochgereinigtes Lanolin (unter den Handelsnamen Lansinoh, Purelan oder Lanosin erhältlich) auf die Brustwarze auftragen, um sie zwischen den Stillmahlzeiten feucht zu halten (aber nicht zu viel Lanolin verwenden, sonst wird die Brustwarze glitschig und das Baby kann beim Stillen abrutschen). Es hat sich herausgestellt, dass dadurch der Heilungsprozess bei wunden, offenen und blutenden Brustwarzen beschleunigt wird, wenn diese durch schlechte Stillhaltung, falsche Anlegetechnik oder Saugprobleme entstanden sind. zwischen den Stillmahlzeiten Brustwarzenschoner mit großen Öffnungen und Löchern zur Luftzirkulation im Büstenhalter tragen, um die Brustwarzen zu schützen. Es können auch mehrere Einmalstilleinlagen aufeinandergeschichtet und in der Mitte ein Loch, das als Aussparung für die Brustwarze dient, hineingeschnitten werden. Wenn dein Kleiner dich beim Stillen beißt, kannst Du ihm durchaus vermitteln, dass dir das weh tut. Ein Baby verbindet das Gefühl der Beruhigung und der Sicherheit ebenso wie das Stillen des Hungers mit seiner Mutter. Es versteht nicht, dass es der Mutter Schmerzen verursacht, wenn es seine Zähne auf ihre Brustwarze drückt. Babys beißen nicht aus Boshaftigkeit. Oft lernt es durch Ausprobieren und dem, was darauf folgt. Sobald dein Baby zubeißt, reiß es bitte nicht von der Brust weg, sondern ziehe es nahe an dich heran. Wenn Du es nahe an dich heranziehst, muss es los lassen, weil es sonst nicht mehr atmen kann. Es ist besser für deine Brust, wenn das Baby loslässt, als wenn Du es von der Brust wegreißt. Kleine Babys verstehen schon mehr als allgemein angenommen. Es gibt einige Tipps, wie man einem „bissigen" Baby das Beißen an der Brust abgewöhnen kann: - das Baby ohne großes Aufheben von der Brust nehmen, damit es nicht versucht ist zu probieren, ob es die Mutter nochmals zusammenzucken lassen kann. - etwas Angemessenes zum Beißen anbieten. Sobald es zu einem Biss oder einem Beinahe Biss kommt, bietest Du dem Baby einen Beißring oder ein Spielzeug an, damit es weiß, wo es seine Zähne (oder vorher eben den Gaumen) einsetzen darf. - das Baby schnell auf den Boden legen. Einige Mütter wollen auf das Beißen strenger reagieren. Nach ein paar Schrecksekunden für das Baby, die dem Ablegen folgen, sollte es beruhigt werden und die Rückmeldung bekommen, dass Beißen unangenehme Folgen hat. - einen Finger in die Nähe des Mundes des Babys legen, um den Saugschluss schnell zu unterbrechen, wenn es seinen Kopf dreht. Manche Babys lieben es, die Brustwarze nicht loszulassen, wenn sie abgelenkt werden und ihren Kopf drehen. Dies kann verhindert werden, wenn die Mutter einen Finger bereithält, um den Saugschluss zu unterbrechen. Es wird nicht lange dauern, bis das Baby gelernt hat, dass sich wegdrehen bedeutet, die Brustwarze zu verlieren. - mit dem Baby reden und ihm erklären, dass Du das Beißen nicht lustig findest (klingt vielleicht noch verfrüht bei einem Baby, aber es funktioniert vielfach tatsächlich). Lieben Gruß, Kristina
Murmel880
Das kenne ich noch zu gut. :-) Mein kleiner Piranha ist jetzt 16 Monate alt und macht das auch hin und wieder. Ich habe auf Rat von Biggi den Kurzen am Ende des Stillens immer ganz nah zu mir herangezogen und dann hat er losgelassen, weil er Luft holdn musste. Im allergrößten Notfall habe ich ihm auch schon mal die Nase zugehalten. Netterweise fehlen bei meinem Stinker noch did unteren seitlichen Schneidezähne, so dass ich da die Brustwarze rausziehen kann, aber dafür muss er schon schlafen. Gegen das Wundsein hat bei mir Bepanthen gut geholfen und ausgestrichene Muttermilch.
Moflo
Bepanthen? Auch wenn ich noch stille? Geht das nicht in die Milch über? Der Tipp klingt gut. Muss ich ausprobieren. Danke!
Moflo
Liebe Kristina, vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich stille meinen Sohn nur noch, wenn er nachts aufwacht. D.h. er schläft normalerweise danach weiter. Dann ist es schwer, ihm begreiflich zu machen, dass das Beißen mir wehtut. (Als ich tagsüber noch gestillt habe, hab ich ihm auch mit meinem "Au" gezeigt und zusammenzucken, dass es mir wehtut.) Das mache ich Abends nicht. Denn er schläft sehr schlecht ein und wenn er nicht gleich eingeschlafen ist, ist er öfters nachts 2 Stunden wach. Da kann ich dann auch nicht schlafen. Daher versuche ich immer ihn so zu stillen, dass er danach weiterschlafen kann. Mein Sohn beißt nur, wenn ich ihn von meiner Brust löse. Ihm gefällt es nicht, wenn er nicht mehr nuckeln kann und will die Brust durch das Beißen noch "festhalten". Dann erwischt er mich da, wenn ich nicht schnell genug war. Was kann ich dann da tun? Die Tipps, die aufgelistet sind, sind da leider keine große Hilfe, außer, ich wage es, meinen Sohn dabei aufzuwecken und nachts länger wach zu sein. (Ich bin sehr froh, dass er zur Zeit gut einschläft, denn 7 Monate nachts stets über 2 Stunden wach zu sein und nicht tagsüber den Schlaf zurückholen zu können, weil ich noch eine 2 1/2 Jahre alte Tochter habe, die haben mich schon sehr geschlaucht - möchte das nicht mehr erleben.) Ich hoffe, ihr habt noch einen Tipp für mich, neben meinen Sohn an mich zu drücken, damit er meine Brust loslässt. Wie ist es mit Bepanthen? Lanolin muss ich wohl neu besorgen. Danke! Viele Grüße Moflo P.S. Auch vielen Dank an Murmel880!
Kristina Wrede
Liebe Moflo, wenn du Bepanthen nimmst, musst du es erst abwaschen, bevor du ihn anlegst. Und ich verstehe, dass unsere Tipps nachts weniger hilfreich sind. Da ist das an dich ranziehen tatsächlich am leichtesten - er wird zum Luftholen den Saugschluss lösen. Auch der kleine Finger, mit dem du das Vakuum lösen und ggf auch seinen Kiefer etwas öffnen kannst ist hilfreich, aber das geht nicht im Halbschlaf. DU wirst wach sein müssen. Auf jeden Fall aber hilft reden, so abwegig es klingen mag. Und zur Not auch 1 bis 2 sehr unruhige Nächte, wo du ihn weckst um ihn abzudocken und ihm klar (aber liebevoll) zeigst, dass zum Schlafen die Brust aus dem Mund raus bleiben muss, weil er dir sonst weh tut. Nach 1 - 2 Wutanfällen sollte es schnell besser sein, vor allem wenn du wirklich geduldig und "cool" dabei bleiben kannst. Hoffe, das hilft jetzt doch... Lieben Gruß, Kristina
Moflo
Guten Morgen! Nochmals vielen Dank für die Antwort. Diesen Tipp werde ich mir dann vornehmen. Leider habe ich sehr große Schmerzen, wenn ich ihn stille. Ich war schon öfters wund, aber so - das habe ich noch nicht erlebt. Bei meiner Tochter bekam ich Stillhütchen, weil meine Brustwarze blutig war. Die Frage ist nun, was ich machen soll. Das Stillen schmerzt höllisch. Was hilft da? Ist es sinnvoll, ein Stillhütchen zu holen? Oder kann ich meine wunde Brust schonen, indem ich sie nicht anbiete und nur meine heile Brust gebe. Ich möchte eigentlich bald abstillen, auch wenn es heißt, dass es für die Kinder gut ist, sie zwei Jahre lang zu stillen. Es war mein Wunsch, dass mein Sohn von sich aus selbst abstillt, wie meine Tochter von sich aus schon mit 11 Monate abgestillt hat. Jetzt frage ich mich, ob ich ihn jetzt so langsam abstille. Es ist schon interessant, dass mein Sohn immer nur die linke, angeschlagene Brust beißt. Vielen Dank! Moflo
Kristina Wrede
Liebe Moflo, tut es denn auf beiden Seiten gleich weh? Tut die Wunde weh, oder das Stillen an sich? Es wäre wohl ziemlich praktisch, wenn das mal jemand ansehen könnte, und vielleicht auch eure Anlegetechnik nochmal überprüft (da schleichen sich mit der Zeit gern mal "Schludrigkeiten" ein...). Habt ihr eine Stillberaterin irgendwo erreichbar, auch wenn es vielleicht mal eine Stunde Fahrt wäre?? Eine Stillberaterin in deiner Nähe findest Du im Internet unter http://wwwlalecheliga.de (La Leche Liga), http://www.afs stillen.de (Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl stillen.de (Still und Laktationsberaterinnen IBCLC). Lieben Gruß, Kristina
Moflo
Liebe Kristina, ich habe grad meinen Sohn gestillt. Mit Stillhütchen wollte er nicht. Da hat es auch wehgetan. Wenn meine Brustwarze an den Seiten zusammen gedrückt wird, dann tut es verdammt weh. Eben habe ich ihn nur rechts gestillt. Links konnte ich nicht. Es hat so weh getan, dass ich das nicht ertragen konnte. Ich kann quasi nur rechts stillen. Geht das überhaupt, dass ich meine linke Brust nicht mehr anbiete. Aber dann würde ich da keine Milch mehr produzieren? Wie geht das? Ich bin schon langsam verzweifelt. Verstehe nicht, dass meine Brust sich nicht mehr erholen kann, auch wenn ich nur noch nachts stille. Tagsüber hat doch die Brust Zeit, zu verheilen. Was ich nicht verstehe, warum sollte die Anlagetechnik nicht stimmen. Ich liege im Bett und mein Sohn wird neben mir hingelegt und trinkt da aus der Brust. Er hat mich schon paarmal gebissen, aber in letzter Zeit zu oft und wahrscheinlich auch beim Rausziehen festgehalten mit seinen Zähnen und daher habe ich so starke Schmerzen. Ich will nur, dass meine Brust sich verheilt und ich ihn weiter stillen kann, so dass er sich selbst abstillen kann. Kann ich dann nur rechts stillen und hoffen, dass die Brust sich schnell erholen kann und dann die linke Brust wieder anbieten? Hoffentlich kommt dann da wieder Milch raus. Beim Stillen tut es höllisch weh, wie ich schon geschrieben habe. Nicht auszuhalten. Ich war ja schon mal wund und habe oft die Zähne zusammen gebissen. Das ging. Aber jetzt geht es überhaupt nicht. Tagsüber geht es, manchmal tut es weh, wenn ich meine Kinder trage und sie meine Brust berühren. Liebe Grüße Monika
Moflo
Jetzt habe ich da Milchstau. Ich weiß wirklich nicht weiter. Eigentlich müsste ich jetzt Mika diese Brust geben, aber da ich gestern es nicht ausgehalten habe, als Mika die Brust in den Mund genommen hat, weiß ich nicht, wie ich den Milchstau aus der Brust bekomme. Was soll ich jetzt machen? Der Stillberaterin habe ich schon angeschrieben. Viele Grüße Monika
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