Cappuccino-Queen
Hallo, mein Sohn ist jetzt knapp 9 Monate alt. Ich habe ihn ein halbes Jahr lang voll gestillt (hatte aber schon nach 3 Monaten begonnen, Malzbier zu trinken, damit die Milchmenge ausreicht). Derzeit isst er mittags und abends Brei und bekommt morgens/vormittags Flaschenmilch. Nachmittags und nachts hatte ich ihn bisher noch gestillt, aber in letzter Zeit hat die Milchmenge rapide abgenommen. Ich habe den Kleinen ja nicht mehr häufig angelegt. Müsste mein Körper sich aber nicht eigentlich darauf einstellen, dass die Milch für nachmittags und nachts noch ausreicht, wenn ich ihn zu diesen Zeiten auch anlege?? Ich trinke im Moment 2 Tassen Stilltee pro Tag und 1-2 Malzbier (jeweils 0,5 Liter), um das Ganze noch etwas zu unterstützen, aber die Milch wird immer weniger. Gestern abend und heute nacht war schon fast gar nichts mehr da. Alles fühlt sich schon irgendwie fast nach Abstillen an, aber dazu bin ich eigentlich noch gar nicht bereit. Ich würde den Kleinen so gerne noch ein bisschen weiterstillen, wenigstens nachts. Was kann ich tun? Meine Tochter habe ich 8 Monate lang voll gestillt, weil sie den Brei nicht annehmen mochte, und letztendlich habe ich sie erst nach 14 Monaten ganz abgestillt, da hatte ich dieses Problem nicht. Könnte es auch sein, dass die wenige Milch mit Stress zu tun hat? Im Moment habe ich nämlich schon einiges an der Backe und fühle mich manchmal recht matt. Vielen Dank für Ihre Antwort! Gruß, Cappuccino-Queen
Liebe Cappuccino-Queen, es gibt Frauen, die mit einmaligen Stillen innerhalb von 24 Stunden problemlos die Milchmenge weiter bilden, die sie für Ihr Kind benötigen, bei anderen Frauen reicht eine nur mehr ein oder zwei Mal tägliche Stimulation der Brust nicht mehr unbedingt aus, um die Milchproduktion weiterhin auf dem erforderlichen Niveau aufrecht zu erhalten. Wenn Du noch stillen möchtest, solltest Du wieder vermehrt anlegen oder aber abpumpen. Malzbier soll die Milchbildung fördern, wobei dem Malz tatsächlich eine milchsteigernde Rolle zukommen könnte, doch um eine echte Steigerung der Milchmenge auf diesem Wege zu erreichen, ist der Gehalt im Malzbier zu gering. Was sich allerdings positiv auswirken könnte, ist die Tatsache, dass die Mutter mit Malzbier relativ viele Kalorien zu sich nimmt und bei manchen Frauen kann dies ein Vorteil sein, bei anderen hingegen führt dies lediglich dazu, dass sie zunehmen. Eventuell trägt auch das Vitamin B der Bierhefe dazu bei, dass die Nerven der Mutter beruhigt werden und deshalb die Milch besser fließt. In so ziemlich jeder Kultur gibt es zwar irgendwelche Nahrungsmittel oder Getränke, denen milchbildungsfördernde Eigenschaften zugeschrieben werden, doch letztlich bringt nur ein Weg mehr Milch: Die Stimulation der Brust, sprich häufiges Anlegen und effektives Trinken des Kindes. Wenn die Milchmenge gesteigert werden soll, dann muss das Kind häufiger angelegt werden oder – wenn die Situation es erfordert – zusätzlich abgepumpt werden. Zaubermittel, die die Milch einfach so fließen lassen, gibt es leider nicht. LLLiebe Grüße Biggi
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