Silberchen
Hallo, meine Tochter ist heute 10 Monate alt. Sie wird voll gestillt, aber auch Beikost isst sie, aber nur in Maßen und wenn sie Lust hat. Von Anfang an musste ich ihr pro Mahlzeit nur eine Brust geben, da ich scheinbar viel Milch produziere. Auch bis heute ist das so. Auf beiden Seiten ist immer der Milcheinschuss heftig. Seit letzer Nacht ist es so, dass die rechte Brust ziemlich fest ist. Deshalb habe ich sie 2x hintereinander an die rechte Brust gelegt. Doof nur, dass eben immer der Einschuss kommt. Sonst halte ich immer meinen Finger auf die Brust, an der sie gerade nicht trinkt, wenn der Einschuss ist. Eben konnte ich aber den Finger nicht drauf lassen, weil es wie aus der Pistole geschossen kam und mein Finger nicht viel bewirken konnte, also ließ ich es schießen. Ich habe noch nie ein Problem beim oder mit dem Stillen gehabt. Nun mache ich mir aber Sorgen, dass etwas mit der rechten Brust nicht in Ordnung ist. Weiß jemand, was es sein könnte? Liebe Grüße
Liebe Silberchen, Du hast anscheinend einen recht starken MIlchspendereflex, der beidseitig einsetzt. Du kannst nun immer dann, wenn deine Brust prall und voll wird und deine kleine Tochter nicht mehr trinken mag, vorsichtig gerade so viel Milch ausstreichen oder abpumpen, dass das unangenehme Spannungsgefühl nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Bitte keinesfalls mehr Milch als unbedingt notwendig aus der Brust entleeren, da sonst die Milchbildung weiter angeregt wird. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinke entsprechend deinem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Dem starken Milchspendereflex und dem schnellen Milchfluss kannst Du entgegenwirken, indem Du dein Kind beim Anlegen höher positionierst als die Brust. Das wird Berg auf Stillen genannt und geht recht gut in der so genannten Australia Haltung. Bei dieser Stillposition befindest Du dich mit leicht erhöhtem Kopf in Rückenlage. Das Kind liegt mit dem Gesicht nach unten auf dir parallel zu deinem Körper. Bei einem jungen Säugling muss der Kopf des Kindes von der Mutter an der Stirn abgestützt werden Durch die Schwerkraft wird dein Brustgewebe in der Rückenlage zurückgezogen, so dass das Ansaugen für das Kind schwieriger werden kann. Daher ist es günstig, wenn Du die Brust weit genug hinter dem Brustwarzenhof hältst und eventuell das Brustgewebe leicht zusammen drückst. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Weitere Tipps sind, dass Du dein Kind unmittelbar nach dem Ansaugen und Einsetzen des Milchspendereflexes kurz von der Brust abnimmst (bitte brustschonend den Saugschluss lösen, sonst leiden die Brustwarzen), die Milch erst einmal fließen lässt (dabei sind Mullwindeln oder kleine Handtücher günstig, um die Milch aufzufangen) und dein Kind erst dann wieder anlegst, wenn der starke Milchfluss nachlässt. Um die Milchmenge zu reduzieren haben vielen Frauen gute Erfahrungen damit gemacht, das Kind nur jeweils an einer Seite pro Stillzeit anzulegen und an der anderen Seite streichst Du bei Bedarf (also wenn es zu spannen beginnt) gerade so viel Milch aus oder pumpst vorsichtig ab, dass das unangenehme Spannungsgefühl nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Anschließend ist es ratsam, die Brust zu kühlen. Unterstützend kannst Du etwas Salbeitee oder Pfefferminztee trinken. Gute Stilleinlagen aus Mikrofaser und gemusterte Kleidung statt einfarbiger, helfen über Peinlichkeiten wegen eventueller Milchflecken etwas hinweg. In der Regel wird es mit zunehmendem Alter des Kindes dann deutlich besser. LLLiebe Grüße, Biggi
Silberchen
Vielen herzlichen Dank, liebe Biggi. Das werde ich ausprobieren. Liebe Grüße
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