Vegetalina1
Sehr geehrtes Team, Meine Tochter ist knapp 5 Monate alt. Ich habe vor 3 Wochen mit Beikost angefangen, klappt gut. Sie isst nun mittags und nachmittags etwas brei (gemüse und obstbrei) und ansonsten wird sie gestillt. Da ich seit kurzem einmal pro woche wek muss, habe ich Milch abgepumpt und mein Mann hat sie versucht mit dem Flâschchen zu fürttern. Keine Chance. Sie will absolut nicht aus der Flasche trinken und schreit mittlerweile, wenn sie diese sieht. Kann mein Mann ihr in diesem alter eventuell einen Brei zum Abendessen, evenutell auch mit Muttermilch gemacht, mit dem Löffel anbieten? Noch dazu habe ich das gefühlt, dass, seit die kleine Beikost bekommt, mein Milchvorrat sehr nachgelassen hat. Geht das so schnell? Vielen dank, Elisa
Liebe Elisa, im ersten Lebensjahr IST Milch die Hauptnahrungsquelle und viele Babys essen noch nicht viel feste Kost. In diesem Alter würde ich noch keine ganze Mahlzeit ersetzen mit Brei, denn schon der Begriff BEI Kost drückt doch aus, dass es sich bei dieser Nahrung um eine ergänzende Nahrung und nicht um einen Ersatz für die Muttermilch handelt. Wäre es ein Ersatz, dass würde es ANSTATT Kost heißen. Ihr Kind kann mit einer alternativen Fütterungsmethode gefüttert werden, z. B. einem Becher. Ihr Baby wird ein paar Anläufe brauchen (und ihr auch) bis es den Dreh raus hat, wie es die Milch aus dem Becherchen bekommt. Vielleicht hilft dieses Video: http://www.youtube.com/watch?v=OAQcvHkFbdc Bei der Becherfütterung wird der Becher dem möglichst aufrecht im Schoß der Mutter/des Vater sitzenden Kind an die Unterlippe angelegt. Man kippt den Becher dann langsam und vorsichtig, so dass die Milch in den Mund des Babys läuft. Achten Sie darauf, dass immer nur so viel Milch fließt, wie das Baby problemlos schlucken kann und setzen Sie immer wieder ab. Wird die Becherfütterung richtig durchgeführt verschlucken sich die Babys nicht. Bereits frühgeborene Babys können mit dem Becher gefüttert werden. Spezielle Babyfütterbecher gibt es von den Firmen Ameda und Medela und können in der Apotheke bestellt werden. Man kann aber natürlich auch einfach einen kleinen Becher in der Größe eines Schnapsglases (oder den Verschlussbecher von Babyflaschen) verwenden! Wenn Sie das nicht möchten, gibt es folgende Tipps: lassen Sie IMMER JEMANDEN ANDERS die Flasche anbieten, nie Sie selbst. Es gibt einige Tricks, die Sie probieren können: - versuchen Sie, die Flasche anzubieten, wenn Ihr Baby nicht allzu hungrig (zur regulären Stillzeit wird er keine Experimente mitmachen wollen) ist; - lassen Sie die fütternde Person das Baby ganz liebevoll halten, während die Flasche angeboten wird; - anstelle den Sauger in den Mund zu schieben, lassen Sie die Betreuung die Unterlippe damit kitzeln, damit sie selbst ihn nimmt; - Ihr Baby könnte in ein Kleidungsstück eingewickelt werden, welches nach Ihnen riecht; - der Sauger der Flasche könnte mit warmen Wasser auf etwa Körpertemperatur gebracht werden; - versuchen Sie verschiedene Sauger - Silikon + Kautschuk, verschieden Formen, größere oder kleinere Sauger; - versuchen Sie, verschiedene Positionen ausprobieren zu lassen; - vielleicht geht es mit rhythmischen Schaukeln besser, auch Gehen kann Erfolg bringen. Einige Babys nahmen die Flasche, wenn sie im Autositz saßen, besser; - probieren Sie, die Flasche zu geben, wenn Ihr Baby schläft; Wichtig ist, dass Sie wirklich geduldig bleiben. LLLiebe Grüße Biggi
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