Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Baby 7 monate zieht kopf weg beim stillen

Frage: Baby 7 monate zieht kopf weg beim stillen

SedaNewa

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Hallo ich bin Seda. Meine Tochter jetzt 7Monate genau überstreckt schon seit 4Monaten ihren Kopf beim Stillen. Die ersten 3Minuten verliefen immer komplikationslos danach ging das gequengle los. Sie ist sichtlich noch nicht satt, anfangs dachte ich es wären Blähungen Koliken aber nach dem 5. Monat denke ich es tut ihr was weh beim Stillen oder es kommt nicht genug. Wenn ich ihr dann Hose Strumpfhose ausziehe verschafft es mir nochmal eine Minute länger beim Stillen pro Brust. Ich möchte eigentlich nicht abstillen weil mir die Nähe so fehlt seit ich mit 5 Monaten mit Beikost angefangen habe. Ich habe sie noch nie ruhig im Arm halten können beim stillen es ist so unentspannt. Nur im Liegen wird gestillt weil sie da ihren Kopf nicht nach hinten ziehen kann aber dafür dreht sie ihn dann weg. Maximal wird 6-7minuten gestillt. Ich denke da kommt sie noch nichtmal an die fetthaltige Milch und kommt dann jede h. Ich hatte noch nie das Gefühl das meine Brüste voll wären es ist auch noch nie Milch rausgelaufen ich denke ich produziere einfach nicht genug. 1-2x am Tag spüre ich wie leicht die Milch einschießt. Auch mit 2-3 x abpumpen hat sich nicht viel verändert.Das Problem hatte ich auch während ich voll gestillt habe. Jetzt würde ich sie wenigstens Nachts wenn sie wach wird noch Stilen wollen. 3-4x. Tagsüber bekomt sie Morgens 1x pre um 8uhr. Um 12 gemüsefleischbrei und obst. Um 15h getreide obstbrei. Um 17h pre oder Brust. 19uhr gutenachtbrei grieß oder hafer. Zum Trinken nur abgekochstes warmes wasser oder fencheltee mit apfelsaft. Mit der Beikosteinführung wurde das Stillen nochmal schwieriger aber verschaffte mir tagsüber Entspannung. Ist uns noch zu helfen oder soll ich einfach abstillen. Entschuldigt bitte das unstruckturierte Beschreiben. Lg


Biggi Welter

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Liebe Sera, auf Anhieb gibt es mehrere mögliche Ursachen für das Verhalten deines Babys. Zum einen erlebt dein Kind jetzt seine Umwelt immer bewusster und muss daher die Ereignisse des Tages verarbeiten. Das bedeutet für manche der kleinen Menschlein, dass sie sehr unruhig sind, weinen und an der Brust ebenfalls unruhig sind. Hier hilft es, die Tage möglichst ruhig verlaufen zu lassen, den Abend sanft ausklingen zu lassen und dem Kind Nähe, Ruhe und Halt zu geben. Keine hektischen Versuche mit immer neuen Ideen das Kind zur Ruhe zu bringen, sondern so wenig „Action" wie möglich. Den Raum abdunkeln, beruhigend mit dem Baby sprechen oder ihm etwas leise vorsingen. Besonders unruhige Babys, die sich an der Brust steif machen und nach hinten überstrecken, können auch gebündelt werden. Beim Bündeln wird das Baby gut in eine Decke eingewickelt, so dass seine Schultern nach vorne geneigt und die Arme unterhalb der Brust gekreuzt sind. So kann es den Kopf nicht zurückwerfen. Bei manchen Babys bewährt es sich, wenn die Decke unten offen bleibt, so dass die Füße frei bleiben. Wenn ein Kind auf diese Weise eingepackt ist, sieht es wie ein „C" aus, mit dem Kinn auf der Brust und angezogenen Beinchen. Häufig reicht diese Maßnahme aus, das Baby zu beruhigen und es trinkt dann besser an der Brust. Manche Babys brauchen Halt im wahrsten Sinne des Wortes um weniger zappelig zu sein. Eine andere Ursache kann der Schnuller oder die Flasche sein. Schnuller können wie alle künstlichen Sauger zu einer Saugverwirrung führen. Ist das Kind dann auch noch erregt oder besonders müde, dann „erinnert" es sich unter Umständen nicht mehr an die korrekte Trinktechnik für die Brust. In diesem Fall hilft nur konsequentes Verzichten auf alle künstlichen Sauger. Eine Saugverwirrung entsteht, wenn ein Kind mit dem Wechsel zwischen den Trinktechniken an Brust und künstlichem Sauger (dazu gehören Flaschensauger, Schnuller und Stillhütchen) nicht zurecht kommt und dann die Brust schlussendlich sogar verweigern kann. Das ist ein ernsthaftes Stillproblem, das schon viele Sorgen und Tränen bei Müttern und Kindern verursacht hat. Doch eine Saugverwirrung kann überwunden werden. Dabei ist es die erste Maßnahme, dass sämtliche künstlichen Sauger weggelassen werden. In leichteren Fällen kann dies schon ausreichen. Am besten besprichst Du mit einer Stillberaterin in deiner Nähe, wie Du vorgehen kannst. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße Biggi


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