Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Angst um die Milch

Frage: Angst um die Milch

BrombeerBaby

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Hallo liebes Team, Ich mache mir etwas Sorgen um meine Milchproduktion. Mein Sohn hat aktuell einen festen Nachtrhythmus. Er schläft um 21Uhr ein, vorher bekommt er beide Brüste. Gegen 2.30Uhr wacht er dann auf. Er trinkt dann 10Min an einer Brust und ist dann im absoluten Milchkoma. Auch nach 5Min die Seite zu wechseln funktioniert nicht, dazu ist er zu müde. Dann schläft er wieder 3-4 Stunden und bekommt dann die andere Seite. Das heisst: eine Brust wird ab 21Uhr bis ca. 6Uhr gar nicht genutzt. Das sind ja 9 Stunden. Ich versuche das jeden Abend zu wechseln, so das mal die linke und die rechte Brust die 9 Stunden Pause hat. Ist es möglich, dass ich bald ein Milchproblem bekomme? Oder kommt die Milchproduktion mit dieser langen Pause zurecht? Tagsüber trinkt er ca. alle 4 Stunden, dann auch beide Seiten. Aber insgesamt nur 15Min. Früher trank er deutlich länger. Lg BrombeerBaby


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe BrombeerBaby, es kann gut sein, dass Ihr Baby nun einfach gelernt hat, schneller und effektiver zu trinken. So lange das Baby ausreichend zunimmt, besteht absolut kein Grund zur Sorge, denn wenn Ihr Kind dann wieder mehr Milch braucht, wird es durch vermehrtes Stillen die Milchproduktion wieder steigern. Ob Ihr Kind gedeiht können Sie bei einem vollgestillten Baby an den folgenden Anzeichen erkennen: • mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass „nass" ist, können Sie sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.). • in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal) • eine Gewichtszunahme entsprechende den Angaben der WHO Child Growth Standards WHO Multicentre Growth Referencs Study Group, 2006, d.h. im Durchschnitt: • 1. bis 3. Monat: 200 400 g/Woche, mind. 150 g/Woche • 4. Monat: 110 160 g/Woche • 5. Monat. 400 500 g/Monat • 6. Monat: 350 500 g/Monat • eine gute Hautfarbe und eine feste Haut, • Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs • ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen. Solange diese Kriterien erfüllt sind, dürfte alles in Ordnung sein. Beobachten Sie die Gewichtszunahme einfach einmal ein paar Tage, sollte das Kind tatsächlich nicht ausreichend zunehmen, besteht Handlungsbedarf. Falls Sie noch keinen Kontakt zu einer Stillberaterin haben, sollten Sie sich dann an eine Stillberaterin vor Ort wenden, die Sie beim Stillen sehen kann und so feststellen kann, ob Ihr Baby korrekt an der Brust saugt oder vielleicht ein Saugproblem vorliegt, das behandelt werden müsste. Auch wenn Sie weiter fahren müssten, lohnt sich ein Termin bestimmt! Adressen von Stillberaterinnen finden Sie im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiee Grüße Biggi


BrombeerBaby

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Nein nein, zunehmen tut er gut. Meist 200 bis 250g pro Woche. Windeln sind immer nass. Jeden Morgen macht er Stuhlgang. Er ist rosig und sehr fit. Meine Sorge war nur, dass die Milch sich zurückbildet, weil die Brust vllt denkt, sie wird nicht mehr gebraucht.


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