Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

An alle: Kriege momentan nichts geregelt

Frage: An alle: Kriege momentan nichts geregelt

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Hi, meine Tochter ist fast 13 Wochen alt. Zur Zeit ist sie sehr quengelig und kommt tagsüber alle 2-3 Stunden (sie wird voll gestillt). Sie schläft sehr wenig bzw. findet nicht in den Schlaf hinein. Dauernd muss ich sie beruhigen, herumtragen etc. Komme überhaupt nicht dazu, mit ihr mal spazieren zu fahren. Wie oft muss man das denn? Ich schaffe es höchstens jeden 3. Tag. (Manchmal vergehen auch 5 Tage). Habe schon Angst wegen Rachitis. Habe nämlich von meinem Partner auch NULL Unterstützung (wir werden uns wohl trennen), sonst könnte ER ja mal mit ihr raus. Und Verwandte wohnen viel zu weit weg. Den ganzen Haushalt muss ich auch allein machen. Hat man dann endlich mal Zeit, ist das Wetter schlecht oder die Kleine ist endlich mal eingeschlafen. Außerdem ist das alles bei uns sehr umständlich: Vom 2. Stock erst das Körbchen vom Kinderwagen runtertragen, dann das Untergestell, dann Kleinkram (Bettdecke, Schnuller etc) und zum schluss die Kleine. Da bin ich schon fertig vom Treppenlaufen. Wie ist es bei euch? Und wenn man wieder zu Hause ist, alles wieder hochtragen und die Kleine, die evtl. endlich schläft, wird auch wieder wach und ich krieg sie nicht zur Ruhe. Mir graut immer vorm Spazierengehen. (Die Gegend, wo wir wohnen, ist auch recht laut-viel befahrene Straße). Wer kann mir Tips geben? Hoffe auf viele Antworten Lea


Biggi Welter

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? Liebe Lea, die Lösung Ihres Problems heißt Tragetuch und ein eingehendes Gespräch mit Ihrem Partner! Das Tragetuch macht mobil und Mutter und Kind zufrieden. Menschenbabys sind Traglinge, die den Kontakt zur Mutter brauchen. Es ist von der Natur nicht vorgesehen, dass sie alleine sind und auch nicht, dass sie alleine schlafen. Das widerspricht dem Bild vom süß in der Wiege schlummernden Baby, das fast alle Frauen (zumindest beim ersten Baby) haben. Es ist daher nicht verwunderlich, dass ein Baby weint, wenn es abgelegt wird. Ein Tragetuch kann da wie ein Zaubermittel wirken. Ihr Baby kann Ihre Nähe spüren, es wird sich an Ihrem Körper beruhigen, die Koliken verringern sich, es wird weniger weinen, vielleicht sogar recht gut schlafen und Sie haben mindestens eine Hand frei (und auch Ihren Kopf, weil das Baby wieder ruhiger ist), um andere Dinge zu tun. Versuchen Sie einmal. Eine Autorin nennt dies so schön „Perspektive teilen". Das Tragetuch ermöglich es dem Kind, am Leben der Familie problemlos teilzunehmen und mit Ihnen die Perspektive zu teilen. Mit dem entsprechend gebundenen Tragetuch, können Sie Ihr Kind sogar im Tuch stillen, während Sie umhergehen oder sich um ihr anderes Kind kümmern. Lassen Sie sich von einer tucherfahrenen Frau einmal zeigen, wie vielseitig einsetzbar ein Tragetuch sein kann. Tucherfahrene Frauen finden Sie in fast jeder Stillgruppe und auch sonst wäre es sicher ein guter Gedanke, einmal ein Stillgruppentreffen zu besuchen. Neben vielen nützlichen Tipps bekommen Sie dort auch moralische Unterstützung. LLLiebe Grüße Biggi Welter


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Meine Kleine bekommt alle 2 Tage einen Tropfen Vigantol-Öl. Reicht das? Oder soll ich in der Herbstzeit mehr geben? P.S. Besonders nervig ist, dass wenn ich mal endlich gerade was essen will, dass sie dann schreit. Also packe ich alles wieder weg. ICH BIN TOTAL GEFRUSTET!


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Hi! Versuchs doch mal mit nem Tragetuch, dann bist Du ganz schnell mit ihr unten und auch wieder oben! Mit etwas Übung kann man mit Baby im Tragetuch auch esse, spülen etc. Alles Gute !


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Hi Lea, der Tipp mit dem Tragetuch ist schon mal nicht schlecht. Es gibt auch Tragesitze zum Umschnallen. Ich habe einen "Baby-Björn" in dem meine Kleine (Jetzt 6 Mon.) sehr gerne gesessen hat, auch längere Zeit. Damit kann man auch spazieren gehen, die Kleinen schlafen darin wunderbar. Eine halbe Stunde am Tag raus gehen wäre schon gut. Mit 13 Wochen haben die meisten Babys noch keinen Rhytmus, ist also normal mit dem Schlaf usw. Allerdings sollte Dein Partner Dich unterstützen, ist ganz wichtig. Wenn er das nicht tut, dann überlege nicht zu lange. Solche ändern sich nie. Stress kannst Du während dem Stillen nicht gebrauchen. Ich habe auch keine Verwandten in der Nähe aber mein Mann nimmt die Kleine sobald er kann, sonst wäre ich oft am Verzweifeln gewesen. Vielleicht kannst Du auch eine Mutter mit einen etwa gleichaltrigen Kind in deiner Nähe ausfindig machen, Spaziergänge zu zweit machen mehr Spaß. Auch im Haushalt kann man sich gegenseitig helfen, einkaufen gehen im Wechsel usw. Es wird schon bald besser werden. Viele Grüße Tina


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Hallo Lea, Hallo Acorna, also mit dem Tragegurt oder -tuch ist wirklich keine schlechte Idee. Allerdings: 1/2 Stunde am Tag rausgehen? Das kriege ich manchmal echt nicht geregelt. Und was ist, wenn es regnet????? LG Lea


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Hallo La, habe dein Posting gelesen, bin 3 fach Mama. Unsere jüngste 1 Jahr wurde 11 Monate voll gestillt, nun haben wir 1 Mahlzeit schon ersetzt. Ich glaube Dir gern, dass es anstrengend ist, ich kann mich erinnern, dass es mri genauso ging mit meinem 1 Kind. Aber glaub mir, Du schaffst das schon. Hol Dir Hile bei Deiner Mutter, Schwester, Bekannten, Freundin...sie sollen Dir mal das baby nehmen bei Dir zuhause geht das auch und Du haust Dich mal aufs Ohr. Nimm auch mal ne Bügelhilfe in Anspruch...und wenn die Bude eben nicht mal Pickobelleo aussieht ist das auch kein Weltuntergang... (nicht wie bei uns, mein Mann besteht auf Blitzblanke Bude, wir haben 160m² die ich mit 3 Kids alleien bewältigen muss, 3 Bäder die ich täglich putzen muss...-ohen gute Organisation geht nix. Aber stillzeit grade in den ersten 6 Monaten ist Schonzeit!! Also ruhig angehen lassen!!) Wenn es regnet, na und?! habt ihr keine Fenster?? Baby einpacken, und vors offene Fenste rgesetzt, das tut genauso gut wie ein Spaziergang. Versuche ganz ruhig zu bleiben wenns baby weint udn schreit, am besten Du schmiesst Musik an, oldies, oder balladen...irgendwas ruhiges!! Jaja, das liebe essen, ich habe mich irgendwann daran gewöhnt...:-) Ne spaß beiseite, sitz sie in den Maxi Cosi lass sie zusehen bzw. mach Dir Dein essen, schneide Dir wie für ein kidn alles klein, Häppchenweise sozusagen und dann sitzt das Baby auf Deinen Schoß mit der linken Hand bzw linken Arm hälst Du baby fest, und mit rechter Hand (sofern Du rechts benutzt) benutzt Du Gabel und isst. Am Anfang umständlich abe rman bleibt nicht hungrig und die Nerven sidn daher dann auch weniger gereizt. Ist zwar wie gesagt umständlcih , aber diese Phase geht dann auch schnell vorüber ohen dass man sich ausgezeert und ausgepowert fühlt. Du kannst mir ja gern mailen wenn Du noch Tips magst...für dne Fall dass ich Dir helfen konnte... Liebe Grüße Sammykatze


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Hallo Lea! Mir ging es (bzw. geht es auch heute noch oft) genauso wie dir. Mein Sohn ist 14 Wochen alt, ich lebe zudem noch im Ausland, bin viel allein und habe leider keine Mutter, Oma, Tante, Freundin... in der Nähe. Spazierengehen ist auch schwierig, man muss immer mit dem Auto los, und das bei 38 Grad im Schatten - da verzichte ich drauf. Finde es auch nicht schön, dass mein Kleiner so selten nach draußen kommt, aber er hat ja auch nichts davon, wenn er im Auto vor Hitze fast eingeht... Im Herbst wird alles besser! Tragetuch habe ich nie ausprobiert, einen Tragesitz habe ich auch, aber da will er nicht rein... Also doch rumschleppen. Wird aber wirklich irgendwann besser, er spielt inzwischen auch mal 20 Minuten allein unter seinem Trapez und ich kann was essen. Anfangs bin ich auch schier verhungert, weil er immer genau dann gebrüllt hat, wenn ich gerade was essen wollte. Ich habe es dann so gemacht, dass ich mir am Abend vorher (wenn mein Mann auf ihn aufpassen konnte) Brote, Müsli, Salat und Melone vorbereitet habe, so dass ich das gleich essen konnte, wenn der Kleine ruhig war - oder eben auch mit ihm auf dem Arm! Ansonten hilft nur Geduld und Ruhe, es wird wirklich bald besser!! Halte durch!!


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Hallo, Lea! Wenn Du Dich über Tragehilfen informieren möchtest - und glaube mir, gerade bei unruhigen Kindern sind die Gold wert - schau mal bei www.trage-tuch.de, da findest du viele Infos. Den Babybjörn würde ich dir nicht unbedingt empfehlen, weil die Babys dort keine geeignete, physiologisch korrekte Sitzposition einnehmen und auch der RÜcken der Mutter deutlich mehr belastet wird als beim Tuch. Infos zum Tragen und Erfahrungsberichte findest du auch unter www.rabeneltern.org. Laß den Kopf nicht hängen, es dauert eine Weile, bis sich das Leben mit Baby einpendelt, zumal wenn man fast allein dasteht. Ich wünsch Dir ganz viel Kraft! LG Oda


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Hallo Lea! Ohne Tragetuch hätte ich das jeweils erste Jahr mit meinen Kindern nicht überstanden. Bei meinem dritten Kind habe ich den Kinderwagen nach ein paar Wochen eingemottet: Es war mir zu umständlich, mit einer Hand den Wagen zu schieben und auf dem anderen Arm meine Tochter zu tragen - im Kinderwagen hat sie nur gebrüllt. Mit etwas Übung kann man auch gleichzeitig stillen und essen - ein Baby an der Brust schreit nicht. Und den Haushalt habe ich aufs absolute Minimum begrenzt: Wer mir etwas Gutes tun wollte, durft bügeln. Und der Dreck ist mir nicht weggelaufen, der wartet unheimlich geduldig, ob ich ihn nicht doch mal wegputzen will ... Kopf hoch! Martina A.


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Hallo Lea, ich muß mich noch mal melden wegen dem Beitrag von Sammykatze. Ist ja schon eine Leistung wie sie es schafft, mit 3 Kindern ihrem Mann zuliebe die Wohnung auf Hochglanz zu bringen. Aber bitte nicht auf Kosten des Babys. Ihren Tipp, das Baby weinen und schreien zu lassen finde ich nicht gut. Dein Kleines ist erst 13 Wochen alt, da kann man noch nichts erziehen also auch nicht verwöhnen. Dein Baby würde es nicht verstehen wenn Du es schreien läßt, es wird dadurch nur unsicher und noch weinerlicher. Lass lieber die Töpfe stehen und den Staubsauger in der Ecke, die schreien nicht und haben auch keine Seele. Es dauert jetzt nicht mehr lange, dann wird es ruhiger. Dann wird Dein Baby Dir interessiert bei der Arbeit zusehen. Meine ist jetzt 6 Monate alt, ich gebe Ihr Plastikdeckel, Becher usw., alles was die Küchenschränke so hergeben (und was ungefährlich ist) zum dran herumnagen, da ist sie eine ganze Weile beschäftigt. Sobald die Kleinen mit den Händchen richtig greifen funktioniert das. Alle Mütter machen am Anfang dasselbe durch, man bildet sich immer ein, daß andere es besser im Griff haben, aber das sieht oft nur nach außen so aus. Also, viel Spaß mit deinem Baby, genieße es Tina


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Hallo! REDE mit Deinem Mann, erzähl Deine Vorstellung der neuen Dreisamkeit, und er soll seine Vorstellungen erzählen. Klare Aufgabenverteilung ist wichtig. Wenn es nur an der Organisation mit dem Kind hängt, daß Du Dich trennen willst: Du bist nicht die Einzige, die in den ersten Monaten an Scheidung gedacht hat. Die Umstellung von 2- auf 3samkeit ist sooooo neu, erschreckend und fordernd... Da kommt ein Mann unter Umständen erst auch mal nicht klar, und dann dreht sich die Spirale der Mißverständnisse, bis es nur noch kracht. Ich spreche aus Erfahrung. Ich weiß auch, daß man als Mutter erst mal einen Knochenjob hat, und Gefahr läuft zu sagen, der Mann geht ja "nur" arbeiten. Aber er hat nun auch die Verantwortung als Ernährer für ein kleines Kind. Versucht miteinander zu reden und sag ihm, daß Du definitiv Hilfe brauchst. Wenn es nichts hilft, kannst Du immer noch über weitere Schritte nachdenken. Das Kind will ja auch einen Vater, zumindest in naher Zukunft ;-) LG Antje


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Hallo Antje, mein Freund (wir sind nicht verheiratet - zum Glück), will aber gar keine Verantwortung übernehmen. Ich denke auch nicht, er geht "nur" arbeiten - es ist umgekehrt: Er denkt, ich bin "nur" zu Hause und habe es gut und ich liege ihm auf der Tasche!!!! Reden bringt nichts mehr, haben wir oft genug versucht. Bald bin ich mit Kind da weg, glaube ich. LG Lea


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Hi, lass Dich nicht unterkriegen, es wird besser! Am Anfang hab ich auch nicht viel auf die Reihe gekriegt. Mein Junge schlief im Kinderwagen, da hatte ich beim Ausfahren Ruhe und konnte mal Durchatmen. Versuch doch mal den Austausch mit Müttern in Deiner Nähe (über Mütterzentrum oder so). Es hilft schon viel zu reden mit Gleichgesinnten. Viel Spaß noch mit Deinem Baby - halte durch! Sie werden alle größer und bald kann es auch super lachen - da verzeiht man jeden Stress. Annett


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Die haben mir wirklich viel geholfen und mich auch ein wenig beruhigt. Schade, dass es hier kein Forum "Psychologische Beratung" gibt, bei dem Beziehungsstress den ich habe... (Fehlt nur noch, dass er mir im Falle einer Trennung die Kleine wegnehmen will) LG Lea


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Liebe Lea..... anfäglich hatte ich die gleichen probleme mit meinem freund- ich dachte täglich an eine trennung! es ist nicht einfach mutter zu sein und doch zugleich das schönste. lass den haushalt auf sparflame, iss mit der kleinen auf dem arm oder pack sie in das tragetuch. vielleicht könnte sich dein freund einige tage frei nehmen, er sieht so vielleicht was man so alles zu tun hat mit einem baby. mein freund hatte nach der geburt zwei wochen ferien und somit selbst erlebt wie anstrengend es sein kann. wenn meine kleine den schlaf nicht findet liege ich mit ihr hin und stille sie, so schläft sie meistens ein. in dieser zeit, wenn sie dann schläft relaxe ich und lasse den haushalt liegen. es wird besser, glaube mir! die beziehung, der rythmus der kleinen, das spatzieren gehen etc. mach deinem partner nicht nur vorwürfe, vielleicht ist er dann blockiert und wird sowieso auch nur negatives zurück geben. frag ihn mal ob er dir einfach nur zuhören könnte, du brächtest seine hilfe. sag es mit lieben worten.... viel glück... ;)


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