herbie84
Hallo zusammen, so wo fange ich am besten an. Ich hatte 2005 ein Schilddrüsenkarzinom und bin natürlich seitdem in der Nachsorge, wo immer alles in Ordnung war. Letze Woche holte ich meinen aktuellen NachsorgeBefund vom Hausarzt und musste mit erschrecken feststellen das er gestiegen ist. Ich hatte Glück und konnte gleich zur Kontrolle in die Uniklinik , gleicher Befund. Nun raten mir die Ärzte meinen Tumormarker unter Stimulation ( d.h. ich müsste ein nicht stillverträgliches Medikament ( Thyrogen) gespritzt bekommen ) um zu sehen ob der Tumormarker darunter steigt, wegen eines möglichen Rezidivs. Ich habe noch keinen Termin ausgemacht, da ich im Moment etwas kopflos bin , aber es soll im Januar getestet werden. Nun weiß ich einfach nicht wie ich es anstellen soll meinen Sohn 19 Monate bis dahin abzustillen. Er ist zugleich schnell aufbrausend und wirklich sehr sensibel. Er liebt " seine Brust " über alles. Er wird abends und Mittags zum einschlagen gestillt, und nachts ca. 3 mal. Zudem möchte er meistens als Trost z.B. nach Sturz auch die Brust. Ich habe schon öfter versucht - das mein Mann ihn ins Bett bringt, aber er sieht das dann als Spaß und ruft oder läuft dann zu mir. Nun heb ich die letzten Tage schon versucht ihn nicht mehr so lang zu stillen, aber dadurch dauert das Einschlafstillen noch länger und er ist dann immer sehr aufgebracht und klammert noch mehr. Ich habe überlegt, wenn ich diese Abstilltabletten nehmen würde wäre es bestimmt hart für ihn aber er dürfte ja wenigstens noch nuckeln, oder meint ihr er würde das dann auch nicht mehr wollen? Bringt Pfefferminztee trinken etwas ? Puh , das ist alles wirklich anstrengend im Moment. Ich hoffe ihr könnt mir Tipps geben wie ich meinen kleinen Racker sanft von der Brust entwöhne. Vielen Dank im Voraus. LG
Liebe herbie84, ich kann mir deinen Schreck gut vorstellen und ich hoffe, dass die Werte nur Ausrutscher sind. Ich würde dir vorschlagen, dass dein Arzt ganz schnell in Berlin bei embryotox anruft, es kann sein, dass Du nur eine Stillpause einlegen musst, bis das Mittel abgebaut ist. Bei Fragen zur Vereinbarkeit von Medikamenten und Stillzeit (und natürlich auch Schwangerschaft) kann und sollte sich ein Arzt oder Apotheker jederzeit an das Berliner Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie ("Embryotox") wenden, das unter der Telefonnr. 030-30308-111 erreichbar ist, per mail unter mail@embryotox.de, oder online unter www.embryotox.de bzw. http://www.bbges.de/content/index024a.html. Die "Rote Liste" auf die viele Ärzte zurückgreifen, ist in diesem Fall keine Hilfe, denn sie ist im Prinzip eine Sammlung von Beipackzetteln, auf denen schon allein aus Haftungsgründen meist vor dem Einsatz bei Stillenden Müttern gewarnt wird... Wenn Du magst, setze ich mich auch mit dem medizinischen Beirat der La leche Liga zusammen und frage dort einmal nach. Am besten schreibst Du mir deine Telefonnummer (biggi@die-welters.de) und ich rufe dich dann an, sobald ich was weiß. Abstilltabletten kannst Du dir sparen, in diesem Alter sind sie nicht sinnvoll. Aber wie gesagt, es kann gut sein, dass Du nicht abstillen musst! LLLiebe Grüße, Biggi
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