AdrienneMesurat
Liebe Frau Welter, Vor meiner eigentlichen Frage möchte ich erwähnen dass mein Sohn (7 Wochen alt) und ich schon ein gutes Stillteam geworden sind. Er trinkt viel und zügig und ich habe eigentlich den Eindruck, genug Milch zu produzieren, Die Windeln sind nass, er nimmt gut zu und er gedeiht insgesamt prächtig. Jetzt würde ich gerne Milch abpumpen, damit mein Mann auch mal füttern kann, wenn ich mal nicht da bin und es klappt leider so gar nicht. Auf Anraten meiner Hebamme versuche ich, zweimal am Tag nach dem Stillen alles abzupumpen, was „übrig“ ist aber ich kriege vielleicht ein paar Milliliter zusammen. Ich versuche es jetzt schon seit einigen Tagen aber es ist nichtmal der Boden des Becherchens bedeckt, selbst nach einigen Minuten pumpen. Können Sie mir vielleicht einen Tipp geben, wie es klappen könnte oder ob ich vielleicht etwas falsch mache? Ich habe einige ihrer Tipps schon umgesetzt, habe für eine entspannte Umgebung gesorgt, halte meinen Kleinen nach dem Stillen noch im Arm während ich pumpe und er ganz nah bei mir ist und leider landet trotzdem kaum etwas im Becher. Liebe Grüße
Liebe AdrienneMesurat, Abpumpen ist eine Fähigkeit, die gelernt und geübt werden muss. Um erfolgreich abzupumpen, muss die Frau nicht nur die geeignete Pumpe zur Verfügung haben und in der richtigen Pumptechnik unterwiesen werden. Welche Pumpe verwendest du denn? Passt der Aufsatz gut? Hast Du schon einmal versucht zu pumpen, wenn das Baby an der anderen Seite trinkt? Und hast du es schon einmal mit dem Handausstreichen versucht? Viele Frauen können keinen Tropfen abpumpen, streichen aber ganze Mahlzeiten aus ;-). Möchtest du Tipps dazu? Ich freue mich auf deine Antwort, bis dahin einen lieben Gruß Biggi
AdrienneMesurat
Liebe Frau Welter, danke für ihre Antwort. Ausstreichen habe ich heute Abend probiert, ich habe ein wenig mehr gewinnen können, allerdings noch immer sehr wenig (ca. 10ml). Vielleicht fehlt mir da die richtige Technik, über Tipps würde ich mich daher sehr freuen. Ich habe auch schon versucht, zu pumpen während ich Stille, leider nicht von Erfolg gekrönt. Ich verwende momentan eine Handpumpe, wäre es sinnvoller es mit einer elektrischen zu probieren? Meine Handpumpe ist von Philips Avent, eigentlich kam ich am Anfang unserer Stillzeit gut damit zurecht. Mein Sohn hatte anfangs nur an einer Seite getrunken und daher hatte ich die andere Seite durch gleichzeitiges Pumpen angeregt und dort auch immer viel Milch mit der Pumpe gewinnen können. Umso mehr wundert es mich jetzt, dass so gar nichts mehr in der Flasche landet.
Liebe AdrienneMesurat, es kommt sogar relativ häufig vor, dass es anfangs mit dem Pumpen klappt und dann nicht mehr, deshalb wäre es auf alle Fälle einen Versuch wert mit einer elektrischen Pumpe zu arbeiten. Du kannst dir eine aus der Apotheke leihen, dann wirst du sehen, ob es besser klappt. Hier erst einnmal eine Beschreibung der „Marmet" Technik zum Ausstreichen von Milch: 1. Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger etwa 2,5 bis 3,8 cm hinter die Brustwarze legen. • Dieses Maß, das nicht notwendigerweise den äußeren Rand des Brustwarzenhofs markiert, kann als Richtlinie genommen werden. Die Größe des Brustwarzenhofs ist von Frau zu Frau unterschiedlich. • Der Daumen liegt oberhalb der Brustwarze und die Finger unterhalb der Brustwarze, so dass die Hand ein „C" bildet. • Darauf achten, dass die Finger über den Milchkammern liegen. • Die Brust nicht mit der ganzen Hand umfassen. 2. Waagerecht in Richtung Brustkorb drücken. • Die Finger nicht spreizen. • Mütter mit großen Brüsten sollten die Brust zuerst anheben, bevor sie in Richtung Brustkorb drücken. 3. Den Daumen und die Finger nach vorne rollen, als ob gleichzeitig Daumen und Fingerabdrücke gemacht werden wollen. • Die rollende Bewegung von Daumen und Fingern drückt die Milchkammern zusammen und entleert sie, ohne das empfindliche Brustgewebe zu verletzen. • Auf die Position der Fingernägel achten. 4. Die Bewegungen rhythmisch wiederholen, um die Milchkammern zu entleeren. Anlegen, Drücken, Rollen; Anlegen, Drücken, Rollen. 5. Den Daumen und die Finger um die Milchkammern herumwandern lassen, um auch die anderen Kammern zu entleeren. Die Mutter sollte an jeder Brust beide Hände benutzen, um mehr Milch in den Milchgängen zu erreichen. Abwechselndes Ausstreichen der Milch und Brustmassage, Streicheln und Schütteln stimuliert den Milchspendereflex der Mutter. Brustmassage, Streicheln und Schütteln Stimulieren des Milchspendereflexes Du solltest: Die Milch bildenden Zellen und Milchgänge massieren. • Es wird oben an der Brust begonnen. Fest gegen den Brustkorb drücken. Die Finger kreisförmig auf einer Stelle bewegen. • Nach einigen Sekunden wechseln die Finger zur nächsten Stelle der Brust. • Diese Massage erfolgt spiralförmig um die Brust in Richtung Brustwarzenhof. • Die Bewegung ist ähnlich wie bei einer Brustuntersuchung. Die Brust vom Brustansatz zur Brustwarze hin streicheln, mit leichten, dem Kitzeln ähnlichen Bewegungen. • Die streichelnde Bewegung wird vom Brustkorb zur Brustwarze um die ganze Brust weitergeführt. • Das trägt zur Entspannung und zur Anregung des Milchspendereflexes bei. Die Brust schütteln, während sie sich nach vorne beugt, so dass die Schwerkraft hilft, den Milchfluss anzuregen. Jede Technik zum Handausstreichen sollte zuallererst sanft sein, um das empfindliche Brustgewebe nicht zu verletzen. Aus diesem Grund sollten bestimmte Bewegungen vermieden werden: • das Quetschen der Brust, da es zu blauen Flecken führen kann. • an der Brustwarze und an der Brust zu ziehen, da dadurch Verletzungen des Gewebes entstehen können. • mit den Händen an der Brust abzugleiten, da dies Hautabschürfungen verursachen kann. Ich hoffe, diese Beschreibung und Erklärung hilft dir weiter, aber besser wäre es, wenn du es dir zeigen lässt. Liebe Grüße Biggi
AdrienneMesurat
Liebe Biggi, danke nochmal für die Tipps. Ich bin inzwischen auf eine elektrische Pumpe umgestiegen und schaffe es jetzt, im Anschluss an das Stillen ca. 70 ml abzupumpen. Das empfinde ich als enorm viel und schon zwei Tage ergeben so eine ganze Mahlzeit für den Kleinen. Danke nochmal, sie haben mir sehr geholfen.
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