Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Risiko-Schwangerschaft

Frage: Risiko-Schwangerschaft

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Guten Tag, in meiner ersten Schwangerschaft hatte ich eine Fehlgeburt (in der 11.Woche) gehabt, bei der zweiten hatte ich während der Schwangerschaft ein schweres Hellp-Syndrom mit Gestose, Ödeme, sehr hohen Blutdruck und eiweiss im Urin gehabt. Auch privaten stress und schweren Schicksalschlag blieben nicht aus. Der hohe Blutdruck war auch der Grund dafür, dass mein Sohn vier Wochen zu früh auf die Welt geholt wurde, aber leider bekam ich abends am selben Tag der Geburt ein akutes Nierenversagen. Lag mehrere Tage im künstlichen Koma, bekam Dialyse und auch neue Blutwäsche. Zum Glück ist alles wieder in Ordnung, die Nieren arbeiten wieder ganz normal. Das alles war im Jahr 2004. War in den letzten drei Jahren regelmässig beim Nierenarzt gewesen zur normalen Kontrolle und den Werten, ist alles wieder in Ordnung. War auch gestern (Freitag) wieder beim Nierenarzt gewesen und er hat mir/ uns "Grünes Licht" zu einer weiteren Schwangerschaft gegeben. Wie kann ich jetzt vielleicht etwas vorbeugen oder tuen, damit die nächste Schwangerschaft besser verläuft? Wie gesagt, hatte in der zweiten Schwangerschaft auch viel Stress gehabt und habe mich auch nicht ausgeruht und auch nicht auf meinen Körper gehört. Habe schon öfters von einer Salz- und Eiweissreichen Ernährung gehört, was dieses Hellp-Syndrom vobeugen soll. Wie sieht diese aus? Habe auch auf der Homepage von den Gestose-Frauen mir mal durchgelesen, was das Hellp-Syndrom und auch Gestose eigentlich ist. Vielen Dank für Ihre Beratung. Simone Petz, Kassel


Dr. med. Vincenzo Bluni

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Liebe Simone, die Zahlen der Literatur beziffern das Wiederholungsrisiko für eine Präemklampsie Gestose zwischen 19,5 -25,9 Prozent. Es ist also nicht gerade gering. Nach einer Eklampsie ist das Wiederholungsrisiko etwa bei 21.9Prozent bis 46.8 Prozent. Nach einem HELLP-Syndrom ist das Wiederholungsrisiko zwischen 3-5 Prozent anzusiedeln. Im Falle eines erneuten Kinderwunsches mit derartiger Vorgeschichte sollte sicher schon im Vorfeld auch der Hausarzt nach internistischen Symptomen, die von Herz-Kreislaufsystem ausgehen können oder auch die Niere betreffen können, schauen, um hier im entsprechende Risiken auszuschließen. Darüber hinaus sollte die Frau dann während der Schwangerschaft auf eine möglichst gesunde Ernährung unter Wahrung der maximalen Gewichtszunahme, einer ausreichenden Flüssigkeits-, Eiweiß- und Salzaufnahme achten. Die prophylaktische Einnahme von Magnesium hat sich in wissenschaftlichen Studien eindeutig als vorbeugend erwiesen. Unter Berücksichtigung der Vorgeschichte sind entsprechende Hinweiszeichen frühzeitig zu beachten. Auch ist über eine Ultraschall-Doppleruntersuchung zu sprechen, bei der man schon früher, als mit anderen Methoden, Hinweiszeichen für eine Gestose erkennen kann. Die Situation mit dem Nierenversagen nach der Geburt stellt hier sicher noch ein zustätzliches Risiko dar, weshalb im Fall einer Schwangerschaft eine engmaschige Zusammenarbeit zwischen Frauenärztin/Frauenarzt, Klinik und Nephrologen anzustreben wäre! VB


Mitglied inaktiv

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hallo, also als risikoss (was du ja schon allein auf grund der fg und des ks bist - mal rüber wink) hast du viel häufiger kontrollen. damit kann man schon früh bei anzeichen und problemen entgegensteuern. ansonsten eben weiter zu deienm nierenspezialisten zu kontrollen gehen, weniger stress, evtl. frühzeitige krankschreibung damit du nich mehr so lange arbeiten musst. hebamme zulegen die dir entspannungübungen zeigt, akkupunktir... viel glück


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