Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Makrosomie / Schwangerschaftsrisiko leider lang

Frage: Makrosomie / Schwangerschaftsrisiko leider lang

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Hallo Dr. Bluni! Seit Januar ist mein Kleiner lt. US immer 2-3 Wochen weiter, daher wurde auf der Glukosetoleranztest wiederholt. Der war im Februar aber ok. Nun wurde von zwei verschiedenen FAs (Gemeinschaftspraxis) im Fein-US geschaut, auch hier ist er zu groß und ich habe "eher viel Fruchtwasser". Seit Anfag März wird nun wöchentlich egschaut, wie die Entwicklung ist, am Montag (38+0) schallte die FA meinen Krümel auf über 4000 gramm und empfahl mir, mich in der Klinik vorzustellen. Auf der Überweisung steht : Makrosmie und Schwangerschaftsrisko, Gspräch über geburtsmodus. Sie sprach auch davon, dass ich sehr viel Fruchtwasser hab und das Kind nachwievor sehr weit oben liegt, was mir erhebliche Beschwerden bereitet. Sonntag Nacht hatte ich 5 Stunden regelmäßige auch schmerzhafte Wehen aber das Kind hat sich nicht gesenkt. Kann dies ein Indiz darauf sein, dass es womöglich aufgrund des Gewichts nicht ins Becken paßt und sich daher nicht einstellt? Ich Frage daher, weil meine FA sagte, in der Klinik soll besprochen werden, wann eingeleitet wird, damit ich wegen der Größe des Kindes nicht über ET gehe. Nun habe ich aber von vielen Seiten gehört und nachgelsen, dass bei Kindern mit Makrosomie eher zur Sectio geraten wird, um zu vermeiden, dass ein sekundäre Sectio nötig wird und weil das Risiko für Geburtsverletzungen bei größeren Kindern erhöht ist. Im Jahr 2002 brachte ich meinen ersten Sohn mit 3960 gramm spontan zur Welt, wobei es auch hier sehr lange dauerte, bis das Kind sich richtig eingetsellt hat. Bekam dann auch eine PDA. Später wurden durch die lange Geburt die Herztöne des Kindes sehr schlecht, so dass man überlegte, die Geburt mit einer Sectio zu beenden und über das Köpfchen das Blutbild wg. dem PH kontrollierte. Da ich dann aber "Glück" hatte, kam er dann innerhalb der näcshten 10 min, so dass dies nicht nötig war. Nabelschnur-PH war jedoch an der unteren Toleranzgrenze. Daher mache ich mir aufgrund dieser Erfahrungen auch sehr viele Gedanken. Das Kind spontan zu Entbinden kann ich mir eigentlich aufgrund des Gewichts nur vorstellen, wenn es nächste Woche kommt, da ich ansonsten sehr viel Angst habe, dass es zuviel wiegt (je länger es im Unterleib bleibt) und es womöglich zu Geburtsverletzungen (für mein kind!) und zu einem Not-KS kommt. Kann ich darauf bestehen, das sich spätestens nächste Woche eingeleitet werde oder einen primären KS bekomme? Ich meine, es ist ja mein Körper und mein Kind, um dass ich mir Sorgen mache und welches womöglich durch eine zu späte Entbindung geschädigt wird. Danke für Ihre Einschätzung... LG Finnja


Dr. med. Vincenzo Bluni

Dr. med. Vincenzo Bluni

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liebe Finnja, die Empfehlung, dass Sie sich wegen der Größe (=Gewicht und nicht die Länge!!) des Kindes und der Fruchtwassermenge rechtzeitig in der Entbindungsklinik zur Geburtsplanung vorstellen, ist absolut richtig: gibt es bei der Frau in der Vorgeschichte schon ein oder mehrere Kinder über 4000 Gramm, oder zeigt sich im Verlauf einer Schwangerschaft, dass das Kind hinsichtlich des Gewichtes deutlich über der Norm liegt, für die Größe der Frau besonders schwer ist, die 4000 Gramm-Marke erreicht, oder gar überschritten wird, ist es in diesen Fällen sehr sinnvoll, auch die Möglichkeit eines Schwangerschafts-Diabetes frühzeitig auszuschließen und ggf. via Frauenärztin/Frauenarzt mit der Frauenklinik rechtzeitig im Rahmen eines Geburtsplanungsgespräches (etwa ab der 36. SSW) über den Entbindungsmodus schon im Vorfeld zu sprechen, gerade, um zu vermeiden, dass es unter der Geburt zu Problemen kommt, die man dann mit einem primären Kaiserschnitt umgehen kann. Hier sollten dann die Risiken: primärer Kaiserschnitt gegen die spontane Geburt eines besonders schweren Kindes nach Kaiserschnitt abgewogen werden und die Fragen des Entbindungsmodus erörtert werden. VB


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