Mitglied inaktiv
Hallo, ich schreibe Ihnen, weil ich mir sehr große Sorgen mache. Ich hatte vor ca. 3 Wochen unklares Fieber und Gliederschmerzen. Nur einen Tag, Temperatur 37,9. Daraufhin wurde Toxoplasmosetest gemcht, der sowohl beim ersten mal, als auch bei der Kontrolle nach 14 Tagen negativ war. Vor 1 Woche wurde dann noch ein CMV-Test gemacht. Dort ergaben sich folgende Wert: IgG 1:6800 Richtwert 1:230 IgM 9,6 U/ml Richtwert 13,3 U/ml Unter dem Befund stand Kontrolle zum Ausschluss oder zur Bestätigung einer akuten Infektion nach 14 Tagen empfohlen. Ist das so üblich, oder liegt es an meinem IgM Wert? Nun ist meine FÄ im Urlaub, weshalb ich mit dem Befund direkt ins KH gefahren bin, um das abzuklären. Der Arzt dort meinte, dass es sich um eine abgelaufene Infektion handelt und ich mir keine Sorgen machen muss und ganz beruhigt sein kann. Aber der IgM ist doch nicht negativ. Es konnten doch IgM-Antikörper nachgewiesen werden. Wo sollen die denn bei einer alten Infektion her kommen? Und kann denn ausschließen, ob die Infektion vor der SS stattgefunden hat? Ich mache mir wirklich sehr große Sorgen! Sollte ich mich vorsorglich in ein spezielles Zentrum begeben und eine Immunglobulintherapie machen lassen? Bitte Sie recht herzlich um Beantwortung meiner Fragen und Ihre Meinung zur Situation! Vielen Dank und LG!
Hallo Ihre Sorge kann ich sehr gut verstehen und das IgM sollte auch negativ sein, aber bevor Sie irgendetwas in die Wege leiten, lassen Sie über Ihre Frauenärztin/Frauenarzt den Befund in einem erfahrenen Laboratorium gegenkontrollieren, um eine frische Infektion auszuschließen. In spezialisierten Zentren kann heute durch den Virusnachweis im Fruchtwasser und den Virus- und IgM-Antikörpernachweis im fetalen Blut unter Einbeziehung der Sonographie versucht werden, eine fetale Infektion festzustellen. Deshalb sollte die weitere Diagnostik in solchen Fällen immer in Zusammenarbeit mit einem solchen Zentrum erfolgen. Therapeutische Möglichkeiten bei einer Zytomegalieinfektion: nicht alle Behandlungsmöglichkeiten von CMV-Infektionen sind in der Schwangerschaft einsetzbar, da eine schädigende Wirkung auf das Ungeborene nicht auszuschließen ist. Die Lösung ist eine passive Immunisierung mit Immunglobulin. CMV-Immunglobulin kann während der Schwangerschaft verabreicht werden, ohne dass eine Gefährdung des Kindes besteht. Auch, wenn dieses Immunglobulin bisher nur bei transplantierten Patienten eingesetzt wurde und die europäische Aufsichtsbehörde EMEA hier gerade größere Studien zu Verträglichkeit in der Schwangerschaft testet, ist es auf Grund von Erkenntnissen, die in internationalen Fachjournalen veröffentlicht wurden, möglich, dass Schwangere, die sich nachweislich mit CMV infiziert haben, von der Immunglobulingabe profitieren. Die Behandlung zeigt, so neuere Studien und Fallberichte, sehr gute Erfolge. Es handelt sich jedoch erstens um eine im Moment noch experimentelle Therapie, die nur in entsprechenden Zentren durchgeführt wird und für deren Kostenübernahme vorher eine Einwilligung der Krankenkasse eingeholt werden muss. VB
Mitglied inaktiv
Über die ganzen Therapiemöglichkeiten habe ich mich auch infprmiert. Die frage ist eigentlich eher, wie der Befund zu deuten ist. Laut Arzt im Krankenhaus handelt es sich um eine alte Infektion, da IgM mit 9,6 kleiner ist als der Grenzwert, der mit 13,3 angegeben ist. Er sagte, dass somit eine akute Infektion ausgeschlossen werden kann. Mich macht nur stutzig, dass IgM nachweisbar war.
Hallo, bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir hier grundsätzlich keine Interpretation solcher Einträge/Werte/Befunde vornehmen können, da es leicht zu Übermittlungs- und Interpretationsfehlern kommen kann. Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen, sich mit dem Untersucher(in) vor Ort zur Frage der Interpretation zu besprechen. Dieses wird Ihnen ganz bestimmt schnell Klarheit verschaffen. VB
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