Stellina16
Hallo Herr Dr. Paulus, Aufgrund eines vermuteten May Thurner Syndroms muss mit demnächst ein stent eingesetzt werden. Vorher wird mir das Kontrastmittel Ultravist als auch eine örtliche Betäubung gegeben. Ich stille meine 9 Monate alte Tochter noch sehr viel und bin etwas unsicher ob ich wegen dieser beiden Sachen besser eine Stillpause nach dem Eingriff machen lassen sollte, und wenn ja, wielange. Was meinen Sie? Herzlicher Gruß, Stella
Nach Information des Herstellers geht Iopromid nur sehr geringfügig in die Muttermilch über (ca. 1 % der verabreichten Dosis). Aus den bislang gewonnenen Erfahrungen kann man davon ausgehen, dass das Kontrastmittel selbst keine Gefährdung für den Säugling darstellt. Das in der Kontrastmittellösung ebenfalls enthaltene freie Jodid und das durch Dejodierung im Organismus zusätzlich freiwerdende Jodid wird in stärkerem Ausmaß in der Muttermilch gespeichert. Da bislang noch ungenügende Daten zum Risikopotential des Jodidtransfers vorliegen, wird vom Hersteller empfohlen, zumindest bei Säuglingen bis zum 4. Lebensmonat das Stillen für zwei Tage zu unterbrechen und die Milch zu verwerfen, um ein Jodidüberangebot zu vermeiden (Gefahr einer Blockierung der thyreoidalen Hormonsynthese). Da jodhaltige Kontrastmittel nach intravenöser Applikation nur in geringem Umfang in die Muttermilch übergehen und vom Säugling oral nur wenig aufgenommen werden, ist ein erheblicher Übergang in die kindliche Blutbahn nicht zu erwarten. Die Leitlinien mehrerer Fachgesellschaften halten es daher nicht für erforderlich, das Stillen nach Anwendung jodhaltiger Kontrastmittel zu unterbrechen (American College of Radiology 2012, Webb et al 2005, Chen et al 2008). Da Sie Ihre 9 Monate alte Tochter nur noch teilweise stillen, wäre eine längere Stillpause sicher nicht erforderlich. Da Lokalanästhetika schnell abgebaut werden, ist wegen der lokalen Betäubung sicher keine Belastung der Muttermilch zu befürchten.
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