Andrea Kathrin
Sehr geehrter Herr Dr. Paulus, ich habe von verschiedenen Ärzten sehr unterschiedliche Meinungen bezüglich der Nutzung von Foster, meinem Asthmaspray mit Kortison, gehört, ob ich dieses in der Schwangerschaft und Stillzeit nutzen darf. Bisher kam ich gut mit Salbutamol und Formoterol zurecht, jedoch hat sich mein Asthma in dieser Schwangerschaft verschlechtert. Ich würde mich sehr über Ihre Expertenmeinung freuen. Ich danke Ihnen im Voraus. Mit freundlichen Grüßen A.B.
Wirkstoffe, die speziell die ß2-Rezeptoren stimulieren, führen zu einer Erweiterung der Bronchien, aber auch zu einer Erschlaffung der Gebärmuttermuskulatur (Tokolyse). Am besten verträglich sind Substanzen mit einer nur geringen Restwirkung auf die ß1-Rezeptoren, die sich in einer Steigerung der Herzaktivität manifestiert. Aus der Klasse der Betasympathomimetika haben sich in der Schwangerschaft die Substanzen Fenoterol, Salbutamol, Reproterol und Terbutalin bewährt. Während ihre Wirkung auf 4 bis 6 Stunden begrenzt ist, zeichnen sich die neueren Vertreter Formoterol und Salmeterol durch eine deutlich längere Wirkdauer (über 12 Stunden) aus. Zur inhalativen Glukokortikoidtherapie bei Asthma bronchiale werden vor allem Beclometason, Budesonid, Flunisolid, Fluticason, Mometason und Triamcinolon eingesetzt. Eine insuffiziente Behandlung von chronischem Asthma bronchiale in der Schwangerschaft kann gesundheitliche Schäden für Mutter und Kind (z. B. Hypoxie, niedriges Geburtsgewicht) mit sich bringen (Witlin 1997; Dombrowski 1997; Jana et al 1995). Epidemiologische Studien zur inhalativen Glukokortikoidtherapie in der Schwangerschaft zeigten keine Zunahme angeborener Anomalien. Eine retrospektive Studie zur Medikation mit Triamcinolon, Beclometason bzw. Theophyllin bei Asthma in der Schwangerschaft ergab für keinen Wirkstoff einen Zusammenhang mit Fehlbildungen (Blais et al 1998). Die multizentrische, prospektive Doppelblindstudie START (Inhaled Steroid Treatment As Regular Therapy) bestätigte, dass die Inhalation von 400 µg Budesonid in der Schwangerschaft sicher ist (Silverman et al 2002). Das Swedish Medical Birth Registry konnte keinen Anstieg der Inzidenz angeborener Anomalien unter ca. 3000 Kindern feststellen, deren Mütter in der Frühschwangerschaft Budesonid (inhalativ) angewandt hatten (Norjavaara & De Verdier 2003, Kallen et al 1999). Inhalative Kortikoide werden daher bei mäßigem bis schwerem Asthma bronchiale als Standardtherapie in der Schwangerschaft empfohlen (Oren et al 2004). Der Einsatz von Foster mit dem Betamimetikum Formoterol und dem Kortikoid Beclometason wäre in Schwangerschaft und Stillzeit in üblichen Dosen durchaus akzeptabel.
Ähnliche Fragen
Sehr geehrter Herr Dr. Paulus, ich habe zwei Fragen die mir schon eine Weile durch den Kopf gehen. Ich hatte leider sehr schlimm das norovirus und lag deshalb sogar für 1 Tag im Krankenhaus. Ich habe dort Vomex bekommen und habe mein 1 1/2 jähriges Kind noch gestillt. da er noch viel stillt, habe ich zwar versucht Pausen von 3-5 Stunden einzuhal ...
Guten Tag Herr Dr. Paulus, Ich habe eben meine Hände desinfiziert und erst dabei eine Wunde an meiner Hand entdeckt. Kann ich damit durch die aufgenommenen Menge Alkohol meiner Tochter, die ich voll stille, schaden? Viele Grüße!
Hallo, Mein Sohn ist gerade 4 Wochen alt und wird voll gestillt. Leider habe ich relativ häufig Migräne mit Auro. Vor allem die Sehstörungen machen mir zu schaffen. Darf ich Ubiquinol oder Migravent zur Prävention in der Stillzeit einehmen? Vor der Schwangerschaft hat mir insbesondere Ubiquinol sehr geholfen. Falls ich es einnehmen darf, welche Do ...
Hallo Dr. Paulus, ich bin 42 und stille meinen 2-jährigen Sohn noch viel. Seit ca. 7 Monaten habe ich wieder einen Zyklus (60 Tage, 50 Tage, und imm weiter runter auf jetzt 26). Die erste Zyklushälfte ist 16 Tage, die zweite 10. Ich habe zunehmend Haarausfall, leichte Hitzewallungen, teilweise Nachtschweis, starke Stimmungsschwankungen, teilweise ...
Sehr geehrter Herr Dr. Paulus, Ich habe vor 9 Wochen ein Kind bekommen und seither den schlimmsten Neurodermitisschub meines Lebens, von Kopf inkl. Ohren bis Fuß ist alles dunkelrot und entzündet, ich leide seit Wochen. Nun stell ich mir die Frage was das geringere Übel ist beim Stillen: goßflächig täglich eine 30% Advantan Mischsalbe, prednisolon ...
Sehr geehrter Herr Dr. Paulus, mir ist bewusst, dass man während der Schwangerschaft und Stillzeit auf Alkohol verzichten sollte. Die geschilderten Situationen liegen mittlerweile sieben Jahre zurück, beschäftigen mich aber erst jetzt sehr. Ich mache mir im Nachhinein große Vorwürfe und habe Angst, meinem Sohn unbewusst geschadet zu haben, obwohl ...
Sehr geehrter Herr Dr. Paulus, ich habe nach der Geburt unseres Sohnes eine Thrombophlebitis im rechten Bein bekommen und muss nun zur Vorbeugung einer tiefen Beinvenenthrombose 1x tägl. Clexane, bzw. Inhixa 0,4 ml spritzen. Laut Embryotox und Packungsbeilage ist stillen erlaubt, da geringe bis keine Mengen des Medikamentes in die Muttermilch ...
Sehr geehrter Dr Paulus, aufgrund von immer wiederkehrendem Fußpilz soll ich nun erneut Clotrimazol Creme über 6 Wochen anwenden. Dies habe ich erst vor kurzem getan aber der Pilz ist zurückgekehrt und eine Tabletten Behandlung möchte mein Hautarzt erst nach der Stillzeit beginnen. Meine Frage nun: kann ich bedenkenlos mehrfach und längere Zeit Clo ...
Sehr geehrter Herr Dr. Paulus, ich stille meinen fast 14 Monate alten Sohn noch ca 3 x täglich. Nun wünsche ich mir ein Geschwisterchen. Der Kinderwunsch-Arzt unterstützt mich, dass ich noch stille, da Prolaktin im Normbereich ist. Da aber Testosteron, DHEA und DHEA-S sehr niedrig sind, hat er mir DHEA verschrieben. Im Internet steht, dass man ...
Sehr geehrter Herr Dr. Paulus, seit fast 6 Monaten leide ich an einer Nagelbettentzündung, die ich in den akuten Phasen nach Rücksprache mit meiner Hausärztin für je 1-2 Wochen mit Fucidine behandelt habe. Jedoch kommt es wenige Tage bis Wochen nach Absetzen immer wieder zum erneuten Einwachsen des Nagels und zur Entzündung. Ein kleinchirurgisch ...