Frage im Expertenforum Medikamente in der Schwangerschaft an Dr. med. Wolfgang Paulus:

Augenmedikamente Stillzeit

Frage: Augenmedikamente Stillzeit

Mama042023

Beitrag melden

Sehr geehrter Herr Doktor! Bräuchte Ihren Rat bezüglich Augenmedikamente - war heute beim Augenarzt, weil ich aus meinem Auge nicht rausgesehen habe und der hat mich so angefahren - ich bekomm Antibiotika gegen diese schwere Entzündung und da muss ich abstillen, ich kann mir aussuchen, ob Augenlicht oder ein ernährtes Kind, etc.! Können Sie mir weiterhelfen bzw. Ihre Meinung dazu sagen!? Hab folgende Medikamente bekommen: -) TOBRADEX AUGENSALBE -) TOBRADEX AUGENTROPFEN -) CYCLOPENTOLAT … muss ich wirklich abstillen? Bitte helfen Sie mir - möchte meiner Tochter Ariana (8 Wochen) natürlich auch nicht schaden! Danke, Maria Goldinger


Dr. Wolfgang Paulus

Dr. Wolfgang Paulus

Beitrag melden

TOBRADEX® enthält das Antibiotikum Tobramycin und das Kortikoid Dexamethason. Bei bestimmungsgemäßer äußerlicher Anwendung am Auge ist keine relevante Belastung des Säuglings über die Muttermilch zu befürchten. Cyclopentolat ist ein anticholinerger Wirkstoff, der in Form von Augentropfen zur Erweiterung der Pupille eingesetzt wird. Es ist unwahrscheinlich, dass eine Einzeldosis von Augentropfen mit Cyclopentolat das Stillen beeinträchtigt (LactMed 2021). Aufgrund seines anticholinergen Wirkungsmechanismus könnte Cyclopentolat theoretisch zu einer Verminderung der Milchmenge führen. Um den Übergang des Wirkstoffes in die Muttermilch zu reduzieren, wäre es ratsam, den Tränenkanal (durch Druck am inneren Augenwinkel unten) nach Applikation der Augentropfen über mindestens 1 Minute zu komprimieren (Fachinfo Cyclpentolat Alcon 2018). Sie dürfen also bei diesen Augenmedikamenten durchaus weiterhin stillen.


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Sehr geehrter Herr Dr. Paulus, ich habe zwei Fragen die mir schon eine Weile durch den Kopf gehen. Ich hatte leider sehr schlimm das norovirus und lag deshalb sogar für 1 Tag im Krankenhaus. Ich habe dort Vomex bekommen und habe mein 1 1/2 jähriges Kind noch gestillt.  da er noch viel stillt, habe ich zwar versucht Pausen von 3-5 Stunden einzuhal ...

Guten Tag Herr Dr. Paulus, Ich habe eben meine Hände desinfiziert und erst dabei eine Wunde an meiner Hand entdeckt. Kann ich damit durch die aufgenommenen Menge Alkohol meiner Tochter, die ich voll stille, schaden? Viele Grüße!

Hallo, Mein Sohn ist gerade 4 Wochen alt und wird voll gestillt. Leider habe ich relativ häufig Migräne mit Auro. Vor allem die Sehstörungen machen mir zu schaffen. Darf ich Ubiquinol oder Migravent zur Prävention in der Stillzeit einehmen? Vor der Schwangerschaft hat mir insbesondere Ubiquinol sehr geholfen. Falls ich es einnehmen darf, welche Do ...

Hallo Dr. Paulus, ich bin 42 und stille meinen 2-jährigen Sohn noch viel. Seit ca. 7 Monaten habe ich wieder einen Zyklus (60 Tage, 50 Tage, und imm weiter runter auf jetzt 26). Die erste Zyklushälfte ist 16 Tage, die zweite 10. Ich habe zunehmend Haarausfall, leichte Hitzewallungen, teilweise Nachtschweis, starke Stimmungsschwankungen, teilweise ...

Sehr geehrter Herr Dr. Paulus, Ich habe vor 9 Wochen ein Kind bekommen und seither den schlimmsten Neurodermitisschub meines Lebens, von Kopf inkl. Ohren bis Fuß ist alles dunkelrot und entzündet, ich leide seit Wochen. Nun stell ich mir die Frage was das geringere Übel ist beim Stillen: goßflächig täglich eine 30% Advantan Mischsalbe, prednisolon ...

Sehr geehrter Herr Dr. Paulus, mir ist bewusst, dass man während der Schwangerschaft und Stillzeit auf Alkohol verzichten sollte. Die geschilderten Situationen liegen mittlerweile sieben Jahre zurück, beschäftigen mich aber erst jetzt sehr. Ich mache mir im Nachhinein große Vorwürfe und habe Angst, meinem Sohn unbewusst geschadet zu haben, obwohl ...

Sehr geehrter Herr Dr. Paulus,   ich habe nach der Geburt unseres Sohnes eine Thrombophlebitis im rechten Bein bekommen und muss nun zur Vorbeugung einer tiefen Beinvenenthrombose 1x tägl. Clexane, bzw. Inhixa 0,4 ml spritzen. Laut Embryotox und Packungsbeilage ist stillen erlaubt, da geringe bis keine Mengen des Medikamentes in die Muttermilch ...

Sehr geehrter Dr Paulus, aufgrund von immer wiederkehrendem Fußpilz soll ich nun erneut Clotrimazol Creme über 6 Wochen anwenden. Dies habe ich erst vor kurzem getan aber der Pilz ist zurückgekehrt und eine Tabletten Behandlung möchte mein Hautarzt erst nach der Stillzeit beginnen. Meine Frage nun: kann ich bedenkenlos mehrfach und längere Zeit Clo ...

Sehr geehrter Herr Dr. Paulus, ich stille meinen fast 14 Monate alten Sohn noch ca 3 x täglich.  Nun wünsche ich mir ein Geschwisterchen. Der Kinderwunsch-Arzt unterstützt mich, dass ich noch stille, da Prolaktin im Normbereich ist.  Da aber Testosteron, DHEA und DHEA-S sehr niedrig sind, hat er mir DHEA verschrieben. Im Internet steht, dass man ...

Sehr geehrter Herr Dr. Paulus,  seit fast 6 Monaten leide ich an einer Nagelbettentzündung, die ich in den akuten Phasen nach Rücksprache mit meiner Hausärztin für je 1-2 Wochen mit  Fucidine behandelt habe. Jedoch kommt es wenige Tage bis Wochen nach Absetzen immer wieder zum erneuten Einwachsen des Nagels und zur Entzündung. Ein kleinchirurgisch ...