Mitglied inaktiv
hallo,ich würde gerne wissen,ob ich einen hub pulmicort zur nacht in der stillzeit verwenden kann.ohne komme ich nicht aus. zuudem würde ich gern wissen wie es mit berotec und euphylong aussieht in der stillzeit(nur im notfall angewendet. können sie mir helfen ?wenn dies nicht verwendet werden dürfen,welche alternativen gäbe es. danke
Angesichts der begrenzten Aufnahme wäre die Anwendung von Budesonid (z. b. Pulmicort) in der Stillzeit möglich. Etwa 15 % des inhalierten Budesonid gelangen in die Lunge. Der Rest setzt sich im Mund-Nasen-Rachenraum ab und wird zum großen Teil verschluckt. Der verschluckte Anteil unterliegt einem hohen first-pass-Effekt in der Leber. Budesonid wird im wesentlichen durch Oxidation verstoffwechselt. Die hauptsächlichen Metaboliten sind 6b-Hydroxybudesonid und 16a-Hydroxyprednisolon, welche deutlich weniger pharmakologisch aktiv sind. Damit sind allgemeine Bioverfügbarkeit und Toxizität begrenzt. Die Betasympathomimetika Fenoterol, Salbutamol, Reproterol und Terbutalin sollten inhalativ appliziert werden und belasten den Säugling einer Asthmatikerin kaum. Für Theophyllin wurde ein Übergang in die Muttermilch mit einem Milch-/Plasma-Quotienten von 0,7 gemessen. Damit beträgt die Exposition des Säuglings weniger als 1% der mütterlichen Dosis. In einer Falldarstellung wird von einer Übererregbarkeit des Säuglings nach rascher Resorption eines Theophyllin-Präparates berichtet. Da Neugeborene gegenüber Theophyllin empfindlicher sind als ältere Säuglinge, sollten Retardformen bevorzugt werden. Die American Academy of Pediatrics betrachtet die Medikation mit Theophyllin als vereinbar mit dem Stillen. Gegen die Anwendung von Berotec und Euphylong als Notfallpräparate bestehen keine Einwände.
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