Bialena
Hallo, Mein Sohn ist gerade 4 Wochen alt und wird voll gestillt. Leider habe ich relativ häufig Migräne mit Auro. Vor allem die Sehstörungen machen mir zu schaffen. Darf ich Ubiquinol oder Migravent zur Prävention in der Stillzeit einehmen? Vor der Schwangerschaft hat mir insbesondere Ubiquinol sehr geholfen. Falls ich es einnehmen darf, welche Dosierung ist sicher? Vielen Dank für Ihre Zeit
Ubichinon oder Coenzym Q ist ein Chinon-Derivat mit lipophiler Isoprenoid-Seitenkette, strukturell verwandt mit Vitamin K und Vitamin E. Coenzym Q ist ein essentieller Elektronen- und Protonen-Überträger der Atmungskette. Über die Nahrung nehmen wir täglich etwa drei bis fünf Milligramm des Coenzyms auf. Bei erhöhtem CoQ10-Bedarf kann eine Nahrungsergänzung helfen, einen Mangel zu vermeiden oder auszugleichen. Für einen Erwachsenen beträgt die von den meisten Wissenschaftlern empfohlene Dosierung von CoQ10 als Nahrungsergänzung 30-200 mg pro Tag. Eine übermäßige Belastung des gestillten Kindes wäre bei moderaten Dosen nicht zu befürchten. Bei Migravent handelt es sich nicht um ein Medikament sondern ein Nahrungsergänzungsmittel. Die vom Hersteller empfohlene Tagesdosis von vier Kapseln Migravent überschreitet insbesondere bei Vitamin B2, Vitamin E sowie Vitamin B1 und B6 die empfohlene Tagesdosis für Stillende der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Das hat aber insofern keine schwerwiegenden Folgen, weil die wasserlöslichen B-Vitamine bei Überdosen rasch wieder über die Nieren ausgeschieden werden. Falls eine kontinuierliche Migräneprophylaxe in der Stillzeit erforderlich sein sollte, käme auch die Einnahme des Betablockers Metoprolol in moderater Dosis (z. B. 25 – 50 mg pro Tag) oder des Antidepressivums Amitriptylin (z. B. 25 mg pro Tag) in Frage.
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