Sehr geehrter Herr Dr. Paulus, ich habe einen Kinderwunsch und frage mich, inwiefern eine Schwangerschaft mit meinen Medikamenten vertretbar ist. Ein Absetzen der Medikamente wird aufgrund chronischer Angststörung und rezidivierender Depression nicht möglich sein, ohne meinen Befinden zu verschlechtern.  Aktuell nehme ich 10 mg Escitalopram morgens und 7,5 mg Mirtazapin abends. Das Escitalopram hat leider mit der Zeit seine Wirkung verloren. Meine Ärztin erwägt nun eine Umstellung auf Venlafaxin. Ich habe folgende Fragen: Dürfte ich Venlafaxin und Mirtazapin bei Kinderwunsch und auch in einer Schwangerschaft einnehmen? Ich möchte keinesfalls, dass das Kind in irgendeiner Form geschädigt werden könnte. Oder ist es sinnvoller mit Escitalopram und Mirtazapin in eine Schwangerschaft zu starten und dann erst nach den ersten 12 kritischen Wochen auf Venlafaxin umzustellen? Zu einer Zeit, wo sich die Organe dann schon gebildet haben? Falls eine Medikation in einer Schwangerschaft nicht möglich ist, müsste ich dann wohl leider auf meinen Kinderwunsch verzichten. Vielen Dank bereits vorab für Ihre Rückmeldung.